Wiedereingliederrung und BEM

15. Mai 2024 Thema abonnieren
 Von 
go657124-5
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Wiedereingliederrung und BEM

Guten Tag,

undzwar folgende Situation, ich war in einer Stationären Reha und habe in der Zeit Übergangsgeld der DRV erhalten.
Nun sollte ich eigentlich am 13.05 mit der Wiedereingliederrung starten nur hat mein AG es vermasselt den Plan bis dato zu unterschreiben.
Habe nun für nächste Woche ein BEM gespräch geplant da es ohne Bem nicht möglich sei (laut HR) dass ich die Wiedereingliederrung nach Hamburger modell was in der reha gemacht wurde nicht starten kann.
Nun meine intention ist es dass ich die Krankheidsbedingte Kündigung erhalte da ich sehr unzufrieden mit dem AG bin.
Stellt sich mir nun die frage wenn ich das Bem ablehne und die Krankheidsbedingte kündigung erhalte. Erhalte ich dann noch übergangsgeld der DRV oder bekomm ich dann eine Sperre da ich das Bem das ja freiwillig ist abgelehnt habe.
Oder bekomme ich eine sperre vom ALG1 ?
Bin noch weiterhin krankgeschrieben, weil dann stellt sich die frage da ich ja das bem abgehlent habe und mein AG mich kündigt ich ja eigentlich die kündigung zu verantworten habe?
Oder seh ich das etwas falsch?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121328 Beiträge, 40009x hilfreich)

Zitat (von go657124-5):
Nun meine intention ist es dass ich die Krankheidsbedingte Kündigung erhalte

Ich sehe absolut gar keinen Grund, weshalb der AG sich hier eine (krankheitsbedingte) Kündigung antun sollte.



Zitat (von go657124-5):
Stellt sich mir nun die frage wenn ich das Bem ablehne und die Krankheidsbedingte kündigung erhalte. Erhalte ich dann noch übergangsgeld der DRV oder bekomm ich dann eine Sperre da ich das Bem das ja freiwillig ist abgelehnt habe.
Oder bekomme ich eine sperre vom ALG1 ?

Aufgrund der unbekannten Faktoren / Unwägbarkeiten ist das in Ermangelung hellseherischer Fähigkeiten nicht seriös zu beantworten.

Man wird es beizeiten erfahren, wie die das beurteilen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32762 Beiträge, 5736x hilfreich)

Zitat (von go657124-5):
Nun meine intention ist es dass ich die Krankheidsbedingte Kündigung erhalte da ich sehr unzufrieden mit dem AG bin.
Wie bitte?
Du möchtest, dass du die Kündigung erhältst, weil du unzufrieden mit deinem AG bist?
Eine krankheitsbedingte Kündigung ist gar nicht so einfach vom AG durchzusetzen.

Manchmal ist dann ein Aufhebungsvertrag die Lösung.

Zitat (von go657124-5):
Habe nun für nächste Woche ein BEM gespräch geplant
Das ist doch in Ordnung. Dann fängt die Wiedereingliederung vermutlich etwas später an.
Zitat (von go657124-5):
Stellt sich mir nun die frage wenn ich das Bem ablehne
Warum willst du es ablehnen, wo du doch selbst ein BEM-Gespräche planst. Der AG soll dir erstmal vorschlagen, was als Wiedereingliederung alles möglich ist. Daraus ergibt sich, wer was wie lange zahlt.

Zitat (von go657124-5):
Oder seh ich das etwas falsch?
Zumindest siehst du die Angelegenheit ziemlich durcheinander.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Holperik
Status:
Praktikant
(542 Beiträge, 177x hilfreich)

Zitat (von go657124-5):
Habe nun für nächste Woche ein BEM gespräch geplant da es ohne Bem nicht möglich sei (laut HR) dass ich die Wiedereingliederrung nach Hamburger modell was in der reha gemacht wurde nicht starten kann.

Naja, stimmt schon irgendwie. Das Hamburger Modell ist ja ein Maßnahme, die am häufigsten im Rahmen eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) genutzt wird, d.h. sie ist Teil des BEM und im Prinzip nichts weiter als die stufenweise Aufnahme der Tätigkeit. Zu dem BEM gehört auch ein entsprechendes Gespräch, jedenfalls erscheint es doch wohl sehr sinnvoll. Das in der Reha schon irgendwas geplant wurde, ist schön, ersetzt aber das Gespräch mit dem AG nicht.


Zitat (von go657124-5):
Nun meine intention ist es dass ich die Krankheidsbedingte Kündigung erhalte da ich sehr unzufrieden mit dem AG bin.

Das wird der klug beratene AG bei einer anstehenden Wiedereingliederung nicht tun. Grund: es dürfte an der erforderlichen negativen Prognose fehlen.
Damit würde eine krankheitsbedingte Kündigung vor Gericht nicht halten. Scheitert der AG aber mit der Kündigung, so würde er im Zweifel für den Zeitraum zwischen Kündigung und Urteil Annahmeverzugslohn zahlen müssen.
Vielleicht sollten Sie mit dem AG sprechen und um einen Aufhebungsvertrag mit Einhaltung der Kündigungsfrist bitten, dann droht ihnen in der Regel auch keine Sperre vom ALG 1.

Zitat (von go657124-5):
Erhalte ich dann noch übergangsgeld der DRV oder bekomm ich dann eine Sperre da ich das Bem das ja freiwillig ist abgelehnt habe.

Übergangsgeld dürften Sie aus meiner Sicht nicht bekommen, aber (bei Vorliegen der Voraussetzungen) ALG 1.
Hierzu sollten Sie einmal Rücksprache mit der Bundesagentur für Arbeit halten. Denn auch wenn ein Arbeitnehmer sein Beschäftigungsverhältnis beendet, was nach Ansicht der Arbeitsagentur ein versicherungswidriges Verhalten dar (= Sperre auslöst), gilt das dann nicht, wenn es einen wichtigen Grund gibt. Dieser wichtige Grund kann auch sein, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen den Arbeitsplatz kündigen oder einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, um einer arbeitgeberseitigen Kündigung aus betrieblichen oder personenbedingten Gründen (hier ihre Krankheit) zuvor zu kommen.

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