"Zwangsurlaub" am 24.12. und 31.12. kein Resturlaub vorhanden, 1 Woche vorher erfahren.

17. Dezember 2019 Thema abonnieren
 Von 
guest-12316.11.2021 21:54:54
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 0x hilfreich)
"Zwangsurlaub" am 24.12. und 31.12. kein Resturlaub vorhanden, 1 Woche vorher erfahren.

Hallo,
heute (1 Woche vor Weihnachten) teilte die Geschäftsleitung per email mit, das der Betrieb am 24. und 31.12. geschlossen blebt. Jeder Mitarbeiter für diese Tage je einen halben Tag Urlaub im System eintragen soll.

Firma hat Betreibsrat. Letztes Jahr wurde je ein 1/2 Tag gearbeitet.
Im Arbeitsvertrag steht davon nichts. In der BV steht davon nichts.

Ein Kollege hat keinen Resturlaub mehr, das es Anfang 2019 hieß:
"Urlaub für 2019 Planen, kein Urlaub mit in 2020 nehmen".

Auf Nachfrage bei der Geschäftsleitung, u.a. das man solche Sachen mal "paar" Tage früher Mitteilt, war die AW:
"Entweder muss der Kollege einen Tag (zwei 1/2 Tage) aus 2020 nehmen oder die 8h (4+4) in 2020 Nacharbeiten.

Wie ist hier die Lage?

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10584 Beiträge, 4184x hilfreich)

Zitat (von cbull):
Wie ist hier die Lage?


Gut für die Arbeitnehmer.

1. Ist die Ankündigungsfrist viel zu kurz, die gängige Rechtsprechung sieht hier einen Vorlauf von rund 6 Monaten als hinnehmbar.

2. Ist es (wegen 1.) einzig das Problem des Arbeitgebers

Zitat (von cbull):
"Entweder muss der Kollege einen Tag (zwei 1/2 Tage) aus 2020 nehmen oder die 8h (4+4) in 2020 Nacharbeiten.


Die rechtlich korrekten Varianten sind:

1. Entweder lässt er den Arbeitnehmer trotz Betriebsferien zur Abreit kommen, oder
2. er stellt ihn gegen Bezahlung frei

Zitat (von cbull):
Firma hat Betreibsrat.


Der sollte erstens die rechtlichen Grundlagen kennen und zweitens muss dieser dem Urlaub zustimmen.
Hat er das?

-- Editiert von spatenklopper am 17.12.2019 18:45

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#2
 Von 
guest-12316.11.2021 21:54:54
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Betriebsrat sagte: "Das war schon immer (Jahre) so, das am 24. und 31. je ein halber Tag Urlaub genommen werden muss. Es war jedes Jahr so, das da geschlossen war".

Was falsch ist denn 2018 haben am 24. u. 31. min. drei Kollegen 1/2 Tag gearbeitet u.a. ich selbst.

Dann wurde in der BV geschaut und gesagt:
"Hmm, in der BV steht nicht davon, keine Regelung für 24. und 31.12."

Ich: "Im Arbeitsvertrag auch nicht"

Der BR will´s klären...der Chef sagt: s.o. (Urlaub aus 2020 nehmen oder Nacharbeiten"


-- Editiert von cbull am 17.12.2019 18:55

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#3
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10584 Beiträge, 4184x hilfreich)

Zitat (von cbull):
der Chef sagt: s.o. (Urlaub aus 2020 nehmen oder Nacharbeiten"


Und das ist beides nicht durchsetzbar.

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#4
 Von 
guest-12316.11.2021 21:54:54
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 0x hilfreich)

Der BR hat in der heutigen Sitzung folgendes zum Thema entschlossen:

"Der BR ist sich einig, das die Ankündigung zu spät erfolgte. Für 2020 und darüber hinaus eine Regelung in 2020 folgt".

"Für jetzigen Fall stimmt der BR dem Lösungsvorschlag des AG zu, Urlaub aus 2020 zu nutzen oder durch Mehrarbeit in 2020 auszugleichen".

Der BR sieht somit seine Pflichten erfüllt. Sollte der AN damit nicht einverstanden sein, so muss er das mit dem AG selbst klären ( ohne BR).

Der AG macht Mist und der AN muss es ausbaden!?

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#5
 Von 
guest-12328.05.2020 09:37:38
Status:
Student
(2498 Beiträge, 510x hilfreich)

Zitat (von cbull):
Der BR hat in der heutigen Sitzung folgendes zum Thema entschlossen:
"Der BR ist sich einig, das die Ankündigung zu spät erfolgte. Für 2020 und darüber hinaus eine Regelung in 2020 folgt". Für jetzigen Fall stimmt der BR dem Lösungsvorschlag des AG zu, Urlaub aus 2020 zu nutzen oder durch Mehrarbeit in 2020 auszugleichen".


Das wird sicherlich nicht ausreichend sein und das nicht nur, weil eine ordnungsgemäße Betriebsvereinbarung über die arbeitsfreien Tage wohl nicht abgeschlossen wurde.

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#6
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17282 Beiträge, 6447x hilfreich)

Was sind das denn für Luschen in eurem BR? Mag sein, dass er kein Verständnis hat, weil es 'immer' so war mit dem Urlaub Hl. Abend/Sylvester (was so aber offenbar auch nicht oder nicht für alle gegolten hat), aber das geht auf gar keinen Fall, dass er sich aus der Pflicht nimmt, für MA bei Streit mit dem AG einzutreten. Da sollte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein.
Urlaub aus 2020 im Vorgriff zu nehmen, geht gar nicht, weil es vor dem 01/01/2020 gar keinen Anspruch gibt.
Nacharbeit ist eher möglich, aber ob der zu späten Ankündigung auch obsolet, also ungerechtfertigt.
Ihr könnte die Sache im Moment auf sich beruhen lassen - über die Forderung kann im neuen Jahr dann weiter gestritten werden.

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#7
 Von 
guest-12316.11.2021 21:54:54
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja, das dachte ich auch.
Sagte, wenn das so ist, das der BR sich aus der Sache herauszieht, dann gute Nacht.

Fragte, wo steht denn der BR, wenn´s beim AG landet? Hinter dem AN?
BR: "BR hat seine Pflichten erfüllt, da muss der AN das mit dem AG klären"

Zudem meinte jemand vom BR:
"Wenn der AN ohne Urlaub/Nacharbeit frei bekommen würde, dann will ich (und alle anderen) das auch.

Der BR meinte noch: "Der BR ist kein Jurist und kennt die Gesetzeslage nicht".
AW des AN: "Dann schlau machen, BR".
BR: "Dann muss sich der AN einen Juristen suchen und das tun"

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118834 Beiträge, 39635x hilfreich)

Zitat (von cbull):
Der AG macht Mist und der AN muss es ausbaden!?

Nein, er AG macht Mist, der BR besteht offenbar aus Inkompetenz und der AN muss nun entscheiden ob er es schluckt oder ob er sich wehrt.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#9
 Von 
guest-12316.11.2021 21:54:54
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich hole das Thema mal wieder hoch, da es "Neuigkeiten" gibt.

Ich habe letzte Woche meinen Resturlaub (im/für Oktober) beantragt.
Chef lehnt einen Tag davon ab, da ich noch einen (jeweils 2 halbe Tage) für Weihnachen und Sylvester bräuchte.

Bis heute wurde das Thema (s.o. aus Dez. 2019) nicht weiter "bearbeitet".
Es gibt -seit Dez. 2019- keine weiteren informationen und auch keine BV für 2020.
Man hat es einfach verpennt!

Der Chef sagte "Ich entscheide das, jetzt" (am 10.09.2020).
BR sagt, sie schreiben jetzt (im laufe der nächsten Woche, KW 38) eine BR dazu.
BR hätte mit Anwalt gesprochen und 3 Monate vorher eine BR dazu zu Schreiben wäre ein angemessener Informationszeitraum.

Ich sagte, das ich auch gerne 2 halbe Tage zur Arbeit komme. Chef möchte das nicht.

Zudem gibt es Kollegen, deren Urlaub für Oktober bereits schriftlich genehmigt ist, die keinen Tag mehr über haben. Diesen wird man -wie 2019 mir- anbieten, Urlaub aus 2021 zu nehmen oder in 2021 mit Überstunden auszugleichen (es gibt keine Gleitzeit bei uns, keine Überstundenregelung, kein Zeitkonto).



-- Editiert von cbull am 11.09.2020 09:47

-- Editiert von cbull am 11.09.2020 09:48

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118834 Beiträge, 39635x hilfreich)

Zitat (von cbull):
BR sagt, sie schreiben jetzt (im laufe der nächsten Woche, KW 38) eine BR dazu.

Was bitte soll denn eine BR sein?



Zitat (von cbull):
Chef lehnt einen Tag davon ab, da ich noch einen (jeweils 2 halbe Tage) für Weihnachen und Sylvester bräuchte.

Dann ist man ja jetzt rechtzeitig darüber informiert, das am 24.12. und 31.12. zu ist...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest-12321.03.2022 17:40:03
Status:
Lehrling
(1312 Beiträge, 182x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Was bitte soll denn eine BR sein?


Es wird eine BV gemeint sein!

Zitat (von cbull):
Ich sagte, das ich auch gerne 2 halbe Tage zur Arbeit komme.


Ja wenn schon dann aber bitte aber auch zwei volle Tage, denn wenn nichts anderes vereinbart ist gelten der 24.12 und 31.12 als ganz normale Arbeitstage.

J

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