älterer Arbeitnehmener, BEM, Rente

28. Juli 2022 Thema abonnieren
 Von 
mk2022
Status:
Frischling
(36 Beiträge, 0x hilfreich)
älterer Arbeitnehmener, BEM, Rente

Ein älterer Arbeitnehmer (61) arbeitet es seit ca. 35 Jahren in einem Großbetrieb (ca. 2500 Mitarbeiter).

Der Arbeitnehmer war über all die Jahre sogut wie nie krank, allerdings hat sich das die letzten Jahre geändert. So war er vor ca. 4 Jahren schon einmal für sechs Wochen wegen einer depressiven Phase nach seiner Scheidung krankgeschrieben, in der Zwischenzeit ging es wird aber jetzt ist er wieder deswegen krankgeschrieben (fünf Wochen), wird jetzt wohl wieder arbeiten gehen, er steht aber auch einer Warteliste für eine längere teilstationärer Therapie. Dazu muss man sagen das die Personaldecke im Bereich des AN ohnehin sehr ausgedünnt ist und jeder Fehltag (insbesondere zu Urlaubszeiten) die Arbeitsfähigkeit der Gruppe einschränkt.

Vor vier Jahren wurde bereits ein BEM-Gespräch durchgeführt und nun steht wieder ein Neues an. Der Arbeitnehmer befürchtet das der AG ihn aus der Firma drängen will, ggf. auch in die vorgezogene Rente mit 63. Er selber will dies aber nicht da er ohnehin nur eine relativ kleine Rente erhält und in 3 Jahren seine 45 Rentenbeitragsjahre zusammen hat und dann abschlagsfrei in Rente gehen könnte.

Könnte der AG den AN krankheitsbedingt kündigen wenn dieser in der kommenden Zeit wieder für mehrere Wochen (was durch die anstehende Therapie absehbar ist) auf der Arbeit ausfällt?

Wie sollte sich der AN auf der BEM verhalten? Sollte er den Grund (Depression) offenlegen? Bis dato kann sich der der Chef das zwar denken, es ist vom AN bisher aber nicht offiziell genannt worden. Und sollte der AN jetzt schon die kommende Therapie die wahrscheinlich in den nächsten drei bis sechs Monaten beginnen wird ansprechen?

-- Editiert von Moderator topic am 28.07.2022 17:21

-- Thema wurde verschoben am 28.07.2022 17:21

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4 Antworten
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#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17658 Beiträge, 6558x hilfreich)

Zitat (von mk2022):
Könnte der AG den AN krankheitsbedingt kündigen ...

Können könnte der AG - aber das ist eben die 'Möglichkeitsform', vor allem, wenn die Prognose schlecht ist, dass oder ob AN wieder gesund zurück kommt. Und Depression kann heute im Grundsatz ganz gut behandelt werden in dem Sinn, dass AN zurecht kommen kann. Sich über Dinge einen Kopf machen, für die es keine reellen Anhaltspunkte gibt - Kündigung - , hilft der mentalen Gesundheit kein bisschen.

Wenn du jetzt 5 Wochen gefehlt hast, steht ein BEM-Gespräch noch nicht an, erst wenn du über 6 Wochen kommst. Wie du dich da verhältst, kann dir kein Außenstehender raten - du solltest das Gespräch suchen mit einem BR-Mitglied deines Vertrauens. Es kommt sehr auf das Klima im Betrieb an, ob eine Offenlegung über die Hintergründe angeraten ist oder besser nicht.

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#2
 Von 
mk2022
Status:
Frischling
(36 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Wenn du jetzt 5 Wochen gefehlt hast, steht ein BEM-Gespräch noch nicht an, erst wenn du über 6 Wochen kommst.


Das wundert den AN auch, dennoch ist der Brief vom AG schon da mit dem Verweis auf 42 Krankheitstage. Der AN hatte im vergangenen Jahr fünf Fehltage wegen einer ambulanten Operation an der Hand sodass die 42 Tage wohl insgesamt zusammen kommen.

Das Klima im Betrieb ist in den letzten Jahren zusehends schlechter geworden, wohl auch weil der AN mittlerweile mit Abstand der Älteste in der Gruppe ist und die Ausrichtung des Betriebs auf einer Personalverjüngung ausgerichtet ist.

Ab wann wäre den der AN verpflichtet dem AG den Beginn der Therapie zu melden, er steht ja schon auf einer Warteliste? Jetzt schon oder erst wenn der einen konkreten Termin hat.

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17658 Beiträge, 6558x hilfreich)
1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
mk2022
Status:
Frischling
(36 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Hinweise.

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