arbeitsvertrag - Ist Geschäftsleitung an ihre mündliche Zusage gebunden?

9. Juni 2007 Thema abonnieren
 Von 
Kamicollo
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
arbeitsvertrag - Ist Geschäftsleitung an ihre mündliche Zusage gebunden?

Hallo,

brauche Euren Rat, komme mir total veräppelt vor...!

vom 01.09.2003 bis zum 27.06.2005 habe ich meine Ausbildung als EHK absolviert. Nach meiner bestandenen Prüfung habe ich einen befristeten Vertrag (ohne sachlichen Grund) vom 27.06.2005- 27.06.2006 bekommen. Danach ist er nochmal um 1 Jahr verlängert worden. (Ohne sachlichen Grund bis zum 27.06.2007)

In einem Gespräch vor zwei wochen wurde mir von der Personalchefin und der Abteilungsleiterin mündlich ein unbefristeter Vertrag (ab dem 28.06.2007)zugesichert, welchen ich gestern unterschreiben sollte.

Jetzt habe ich allerdings wieder einen befristeten Vertrag, dieses Mal mit sachlichem Grund (Elternurlub Frau XXX) bis zum 31.12 2007 bekommen.

Meine Frage ist nun, ob die Geschäftsleitung nicht an ihre mündliche Zusage gebunden ist und ob dieser sachliche Grund gilt, da ich ja auch meine Ausbildung in diesem Unternehmen gemacht habe und ich damals nicht als Vertretung für FRau XXX eingestellt wurde.

vielen Dank für Eure Hilfe, würde mich sehr über eine antwort freuen..

MfG

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ska55
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 2x hilfreich)

Hi,
gemäß §14 Abs.2 S.1 TzBfG (Teilzeit- und Befristungsgesetz) ist ein Arbeitsvertrag bis zur Dauer von 2 Jahren OHNE Vorliegen eines sachlichen Grundes zulässig. Er darf dabei bis zu 3x verlängert werden.

Deine beiden befristeten Verträge vom 27.06.2005- 27.06.2006 und vom 27.06.2006-27.06.2007 überschreiten zusammen die Dauer von 2 Jahren nicht.

Nach diesen beiden Verträgen wäre ein weiterer befristeter Vertrag OHNE sachlichen Grund unwirksam. Du könntest gegen die Befristung beim Arbeitsgericht gemäß §17 TzBfG klagen.

Allerdings wurde dir ein sachlicher Grund bei deinem neuen Vertrag genannt. Die Vertretung eines anderen Arbeitnehmers ist gemäß §14 Abs.1 S.1 Nr.3 ein gerechtfertigter sachlicher Grund.

Deine Ausbildungsvertrag zählt dabei nicht zu den oben genannten 2 Jahren (bin mir jedoch nicht 100% sicher...).


Gegen die Befristung ist somit rechtlich nichts einzuwenden.


Du hast jetzt 2 Möglichkeiten:

1. Du wendest dich an einen professionellen Rechtsanwalt (bin nur Student :P)

2. Du akzeptierst den Vertrag und freust dich nicht arbeitslos zu sein :P



-- Editiert von Ska55 am 10.06.2007 17:19:38

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Kamicollo
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

hallo nochmal,

na ja, werde mich wohl mit dem vertrag abfinden. vielen dank aber für deine antwort

schönes wochenende noch

kamicollo

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