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freie Tage am Stück bei Teilzeit

 Von 
josepadilla
Status:
Beginner
(69 Beiträge, 12x hilfreich)
freie Tage am Stück bei Teilzeit

Ich arbeite in der ambulanten Intensivpflege bisher Vollzeit mit der Besonderheit, daß ein Tages- oder Nacht-Dienst 12 Stunden lang ist (2 Schichten am Tag). Bisher war es mir nicht oder kaum möglich, zu meiner Mutter knapp 300 km entfernt zu fahren, da ich sehr viele Überstunden geleistet habe, obwohl ich bei 12 Stunden nur ca. 14 Tage im Monat arbeiten müßte. Die Überstunden habe ich überwiegend freiwillig geleistet aufgrund der entsprechenden Stundenentlohnung.

Ich möchte nun gern zukünftig ca. 9 Tage im Monat zu meiner Mutter fahren, da sich auch dort eine entsprechende Tätigkeit ergeben hat, wo ich ca. 7 Tage am Stück arbeiten kann. Ich möchte aber auch meinen bisherigen Arbeitgeber an meinem Hauptwohnsitz behalten, da dort auch meine Familie lebt. 9 freie Tage am Stück werden sich aber mit ihm vermutlich bei Vollzeit kaum bewerkstelligen lassen, da die Dienste auch ohne Überstunden munter verteilt würden mit maximal 5 freien Tagen am Stück (3 Tage wunschfrei und ein Wunsch-Wochenende sind möglich).

Wenn ich entsprechend meine bisherige Stelle reduzieren würde auf bis zu 50%, hätte ich dann einen Anspruch auf 9 freie Tage am Stück oder könnte mein bisheriger Arbeitgeber die 7 verbleibenden statt 14 Arbeitstage dann trotzdem verteilen nach Belieben, so daß ich daß verhandeln müßte?

Danke für Eure Infos im Voraus.

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Arbeitgeber Anspruch Überstunden Tage


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Gelehrter
(11905 Beiträge, 4905x hilfreich)

Dein Begehren ist so speziell, dass es da wirklich individueller und exakter Verhandlungen bedarf, die das widerspiegeln was, du möchtest

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#2
 Von 
blaubär+
Status:
Gelehrter
(11905 Beiträge, 4905x hilfreich)
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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(82372 Beiträge, 34155x hilfreich)

Zitat (von josepadilla):
Wenn ich entsprechend meine bisherige Stelle reduzieren würde auf bis zu 50%, hätte ich dann einen Anspruch auf 9 freie Tage am Stück

Nein



Zitat (von josepadilla):
oder könnte mein bisheriger Arbeitgeber die 7 verbleibenden statt 14 Arbeitstage dann trotzdem verteilen nach Belieben,

Nicht nach Belieben, aber nach billigem Ermessen.



Zitat (von josepadilla):
so daß ich daß verhandeln müßte?

Nicht nur verhandeln, sondern auch entsprechend vertraglich fixieren.



Zitat (von josepadilla):
Ich möchte nun gern zukünftig ca. 9 Tage im Monat zu meiner Mutter fahren, da sich auch dort eine entsprechende Tätigkeit ergeben hat, wo ich ca. 7 Tage am Stück arbeiten kann.

Da sollte man darauf achten, das die gesetzliche Höchstarbeitszeit eigehalten wird. Sonst sind die Problem vorprogrammiert ...



Zitat (von blaubär+):
wenn eines Tages die Pflege der Mutter entfallen wird.

Es geht wohl eher um einen Nebenjob ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
RrKOrtmann
Status:
Praktikant
(808 Beiträge, 548x hilfreich)

Zitat (von josepadilla):
ich möchte meine bisherige Stelle reduzieren auf bis zu 50%,

Es gibt einen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung und auf wunschgemäße Verteilung der Arbeitszeit - soweit möglich:

§ 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz

Ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat, kann verlangen, dass seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird.

(...)

Der Arbeitgeber hat der Verringerung der Arbeitszeit zuzustimmen und ihre Verteilung entsprechend den Wünschen des Arbeitnehmers festzulegen, soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen. Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht. Die Ablehnungsgründe können durch Tarifvertrag festgelegt werden. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages können nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Anwendung der tariflichen Regelungen über die Ablehnungsgründe vereinbaren.

(5) Die Entscheidung über die Verringerung der Arbeitszeit und ihre Verteilung hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Verringerung in Textform mitzuteilen. Haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht nach Absatz 3 Satz 1 über die Verringerung der Arbeitszeit geeinigt und hat der Arbeitgeber die Arbeitszeitverringerung nicht spätestens einen Monat vor deren gewünschtem Beginn in Textform abgelehnt, verringert sich die Arbeitszeit in dem vom Arbeitnehmer gewünschten Umfang. Haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Verteilung der Arbeitszeit kein Einvernehmen nach Absatz 3 Satz 2 erzielt und hat der Arbeitgeber nicht spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Arbeitszeitverringerung die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit in Textform abgelehnt, gilt die Verteilung der Arbeitszeit entsprechend den Wünschen des Arbeitnehmers als festgelegt. Der Arbeitgeber kann die nach Satz 3 oder Absatz 3 Satz 2 festgelegte Verteilung der Arbeitszeit wieder ändern, wenn das betriebliche Interesse daran das Interesse des Arbeitnehmers an der Beibehaltung erheblich überwiegt und der Arbeitgeber die Änderung spätestens einen Monat vorher angekündigt hat."

RK

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