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freiwilliger Abzug von Minusstunden vom Arbeitszeitkonto

29. August 2019 Thema abonnieren
 Von 
R0tb3rt
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)
freiwilliger Abzug von Minusstunden vom Arbeitszeitkonto

Hy, heute habe ich mal eine Frage aus dem Bereich Arbeitsrecht. Ich könnte bisher meine a gesammelten Minusstunden auf meinen Wunsch hin vom Arbeitslohn abziehen, dies ist aber wohl nicht mehr machbar. Im gleichen Zug kann mein Arbeitgeber mir aber nicht garantieren das ich die Stunden durch Mehrarbeit ausgleichen kann. Es muss doch eine entsprechende Rechtsgrundlage geben welche mir den Abzug der Stunden vom Arbeitslohn ermöglicht.

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23 Antworten
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#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14721 Beiträge, 5680x hilfreich)

Zunächst einmal und vor allen Dingen hast du einen Vertrag, indem wahrscheinlich die Wochenarbeitsstunden festgelegt sind. Von deiner Seite, aber auch von Seiten des Arbeitgebers ist dieser Vertrag verbindlich. Das bedeutet für deinen Arbeitgeber auch, dass er dir genügend Arbeit geben muss und dass er die Stunden wie vereinbart von dir auch einfordert. Wenn er dazu nicht in der Lage ist, entstehen auch keine Minusstunden die Du bezahlen müsstest. Anders ist der Fall, wenn du aus deinen Entscheidungen heraus Minusstunden produzierst.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
R0tb3rt
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)

Genau, mein Arbeitsvertrag sagt 40 Stunden in der Woche, oftmals ist es aber so das gar nicht so viel Arbeit da ist und wir haben die Möglichkeit dann an dem entsprechenden Tag zum Beispiel früher zu gehen und die noch verbleibende Zeit wird dem Stundenkonto als Negativ gutgeschrieben. Wir haben so die Möglichkeit 30 Minusstunden anzusammeln die wir dann durch freiwillige Mehrarbeit ausgleichen können. Nun hab ich mir natürlich mal hier und mal da wenn keine Arbeit war ein Tag frei genommen oder bin früher gegangen und habe dann am Ende des Monats immder die angesammelten Minusstunden von meinem Stundenkonto abziehen lassen. Da ich sowieso einen Zweitjob habe war / ist mir das relativ egal gewesen. Jetzt kam halt das Gespräch das die Personalabteilung wegen mir wohl keine Negativstunden mehr vom Gehalt abziehen lässt, im gleichen Zug ist aber nicht genug Arbeitsvolumen um die Minutsstunden auszugleichen.

Meines Wissens nach MUSS der Arbeitgeber wenn er für den Arbeitnehmer ein Zeitkonto führt welches ins negative gehen kann dafür sorgen das der Arbeitnehmer seine Minutsstunden durch freiwillige Mehrarbeit ausgleicht ODER sollte der Arbeitnehmer es wünschen diese Minusstunden vom Arbeitslohn abzuziehen.

Da der Arbeitgeber aber im Moment aufgrund des wenigen Arbeitsvolumens keine freiwillige Mehrarbeit anbieten kann (Hatte extra diesbezüglich heute gefragt) bleibt ja nur die Möglichkeit die Zeit vom Arbeitszeitkonto abzuziehen.

-- Editiert von R0tb3rt am 29.08.2019 20:54

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(102730 Beiträge, 37429x hilfreich)

Zitat (von R0tb3rt):
mein Arbeitsvertrag sagt 40 Stunden in der Woche

Nun, etwas mehr wird da schon drinstehen, insbesondere der Wortlaut zum Thema Arbeitszeitkonto und Minusstunden wäre da relevant.



Zitat (von R0tb3rt):
Nun hab ich mir natürlich mal hier und mal da wenn keine Arbeit war ein Tag frei genommen oder bin früher gegangen

Dann sind die Minusstunden ok.

Beim nächsten Mal einfach bleiben, dann muss der Arbeitgeber die Stunden bezahlen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
R0tb3rt
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)

Also, bezüglich Arbeitszeit ist das einzige was im Arbeitsvertrag steht folgendes.

https://i.imgur.com/YWvqJd8.png

Und das mit dem bleiben ist ja genau der Punkt. Stunden lang rum sitzen und nichts tun ist für mich als Mitarbeiter unbefriedigend und wenn ich da schon die Möglichkeit hab früher zu gehen, dann mache ich das natürlich auch. Alle Aussagen bezüglich Minusstunden etc waren halt mündlich.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(102730 Beiträge, 37429x hilfreich)

Zitat (von R0tb3rt):
Stunden lang rum sitzen und nichts tun ist für mich als Mitarbeiter unbefriedigend

Dann würde aber der Arbeitgeber zahlen müssen und darf auch keine Minusstunden berechnen.



Zitat (von R0tb3rt):
wenn ich da schon die Möglichkeit hab früher zu gehen, dann mache ich das natürlich auch.

Dann allerdings auf eigene Kosten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14721 Beiträge, 5680x hilfreich)

/// ... unbefriedigend
Das ist wahr. Aber als 'Arbeit' ist nicht nur das konkret Tun und Machen an der Sache definiert, sondern auch die Zeit, die du da bist und auf Zuweisung wartest. Auch wenn nix anfällt außer Bleistiftspitzen, ist es 'Arbeit'.
Anscheinend besteht ein AZ-Konto, bei dem man sich die Bestimmungen anschauen müsste. Klar scheint mir, dass ein AZ-Konto nicht dazu da sein kann, dem AN voll und ganz die mangelnde Auftragslage zu überwälzen.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
R0tb3rt
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Arbeitgeber zahlt ja auch und ich habe bisher immer auf eigenen Wunsch die Stunden zurück setzen lassen und somit dann im Monat auch immer weniger Geld bezogen. Wie gesagt, das Geld ist mir egal, meine Frage geht auch eher dahin auf welcher Rechtsgrundlage ein Arbeitsbetrieb den Freiwilligen Abzug der Minusstunden vom Arbeitslohn verbietet, wenn er im gleichen Zug nicht dafür sorgen kann das die Minusstunden durch Mehrarbeit ausgeglichen werden kann da KEIN arbeitsvolumen vorhanden ist. Es gibt im Arbeitsvertrag keine Regelung bezüglich Minusstunden, Ausgleich durch Mehrarbeit etc pp.

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#8
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(24482 Beiträge, 4731x hilfreich)

Zitat (von R0tb3rt):
dies ist aber wohl nicht mehr machbar.
Also hat es doch eine Änderung gegeben.
Die musst du in deinem Betrieb beim AG erfragen, oder beim Betriebsrat.
Zitat (von R0tb3rt):
Es gibt im Arbeitsvertrag keine Regelung bezüglich Minusstunden, Ausgleich durch Mehrarbeit etc pp.
Dann geht es so weiter wie bisher.

Warum verwendest du den Begriff Arbeitszeitkonto---wenn es so etwas bei euch nicht gibt?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#9
 Von 
R0tb3rt
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)

Es gibt bei uns ein Arbeitszeitkonto, dieses wird aber im AV nicht erwähnt und eine Änderung gab es laut Betriebsrat nur in Aussage das der Abzug von Minusstunden vom Arbeitslohn nicht mehr möglich ist. Keine Begründung, nichts schriftliches, keine offizielle Ankündigung durch die Personalabteilung bzw Standortleitung. Daher frage ich ja nach einer entsprechenden Gesetzesgrundlage.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(24482 Beiträge, 4731x hilfreich)

Zitat (von R0tb3rt):
nur in Aussage das der Abzug von Minusstunden vom Arbeitslohn nicht mehr möglich ist.
Dazu braucht es keine Extra-Rechtgrundlage. Der Sinn eines AZ-Kontos ist eben nicht Abzug beim Lohn, weil nix zu tun ist.
Jetzt wird euer falsches Agreement beendet und die rechtlich korrekte Ausgestaltung wieder verlangt.
Wenn du das bisher so gemacht hast und dein AG hat *mitgespielt*, dann ist nun damit Ende.
Der Sinn ist doch, dass die Arbeitszeit flexibler wird, aber eben für beide zum Vorteil.
Es geht um Ausgleich von ZEIT, nicht um GELD.

Ich meine sogar, der AG hat dann auch zu wenig SV-Beiträge für dich gezahlt... oder?
30 Minusstunden---pro was?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
R0tb3rt
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)

Wie gesagt, auf meinen Wunsch würden vom monatlichen Arbeitslohn 30 Stunden abgezogen, dementsprechend habe ich nicht mehr 160 Stunden gearbeitet sondern 130. Selbstverständlich wurden dann auch nur für 140 Stunden SV etz pp bezahlt. Das Problem ist ja das man als Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Möglichkeit geben MUSS dir Minusstunden wieder auszugleichen und da muss es doch arbeitsrechtliche irgend eine Vorgabe geben. Das Problem aktuell ist das mehrere Leute zum Teil 30 Minusstunden angesammelt haben doch auf Nachfrage zwecks Mehrarbeit um Minusstunden auszugleichen kommt als Antwort nur das aktuell keine Möglichkeit besteht da kein Arbeitsvolumen.

Ich finde halt nichts was beschreibt das die bisherige Vorgehensweise rechtlich falsch ist.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(24482 Beiträge, 4731x hilfreich)

Zitat (von R0tb3rt):
Ich finde halt nichts was beschreibt das die bisherige Vorgehensweise rechtlich falsch ist.
Bitte dreh dich einmal um... um 180°. ;)
Dann schau dir die korrekte und rechtlich saubere Regelung zum Zeitausgleich an. Für Falsches gibts doch kein Gesetz.
Zitat (von R0tb3rt):
habe ich nicht mehr 160 Stunden gearbeitet sondern 130. Selbstverständlich wurden dann auch nur für 140 Stunden SV etz pp bezahlt.
Mathematisch sehr seltsam. Und gar nicht rechtens. Du hast einen Vollzeit-Arbeitsvertrag.
Zitat (von R0tb3rt):
Das Problem ist ja das man als Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Möglichkeit geben MUSS dir Minusstunden wieder auszugleichen
Jaha. Die gibt es ab jetzt. Ab jetzt schreibst du deine Minusstunden weiterhin auf, dein AG zahlt dir volles Geld. Irgendwann... gleichst du aus.

Zitat (von R0tb3rt):
das aktuell keine Möglichkeit besteht da kein Arbeitsvolumen.
Na und? Dann bleiben die Minusstunden eben stehen. Das Gesetz/Regelung gibts schon.
Zitat (von R0tb3rt):
ODER sollte der Arbeitnehmer es wünschen diese Minusstunden vom Arbeitslohn abzuziehen.
Nö. Das Gesetz gibts nicht. Und bei euch gehts nun nicht mehr.
Nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen muss der AG den Ausgleich in Geld zahlen...
Ihr habt 30 Minusstd. pro Monat angesammelt ?

Vielleicht kommt demnächst Kurzarbeit. :???:

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
R0tb3rt
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)

Nein, mein Arbeitgeber zahlt kein volles Gehalt, das habe ich auch nie behauptet.

Die a gezogenen Minusstunden wurden vom Lohn und der MONATLICHEN Arbeitszeit abgezogen.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Arcturus
Status:
Praktikant
(897 Beiträge, 338x hilfreich)

Guck mal am Ende Deines Arbeitsvertrages, ob das was steht bezüglich der Einhaltung weiterer Weisungen und Vereinbarungen.
Ich würde mal beinahe wetten, dass es eine Betriebsvereinbarung hinsichtlich der Arbeitszeit gibt.
Die hast Du bestimmt mal gesehen oder davon gehört und dann vergessen.
Und auch, wenn es unbefriedigend ist, aber das Verfahren jetzt ist im Einklang mit der rechtlichen Lage.
Der AG hat 40h/Woche mit Dir vereinbart und schuldet dafür die entsprechende Entlohnung.
Du schuldest die Arbeitskraft. Es reicht also, wenn du vor Ort bist und deine Arbeitskraft mit Anwesenheit anbietest.
Das musst du allerdings tun, auch wenn nix los ist und du vor Langeweile die Knubbel in der Raufasertapete zählst.

Signatur:

Lukas 7,23

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
R0tb3rt
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Arcturus):

Das musst du allerdings tun, auch wenn nix los ist und du vor Langeweile die Knubbel in der Raufasertapete zählst.


Ja, ich schaue nachher mal nach. Aber wie gesagt, mein Arbeitgeber fragt ja explizit nach ob wir rumsitzen wollen oder früher nach Hause gehen möchten. Die Zeit die man früher geht muss natürlich dann dem Zeitkonto als Negativ eingetragen werden und dann durch Mehrarbeit ausgeglichen werden.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(24482 Beiträge, 4731x hilfreich)

Zitat (von R0tb3rt):
Nein, mein Arbeitgeber zahlt kein volles Gehalt, das habe ich auch nie behauptet.
Also wirklich. Es ist zwar heiß heute, aber
Zitat (von R0tb3rt):
1.Ich könnte bisher meine a gesammelten Minusstunden auf meinen Wunsch hin vom Arbeitslohn abziehen,
Zitat (von R0tb3rt):
2. nun keine Negativstunden mehr vom Gehalt abziehen lässt,
Zitat (von R0tb3rt):
3. immer auf eigenen Wunsch die Stunden zurück setzen lassen und somit dann im Monat auch immer weniger Geld bezogen
Zitat (von R0tb3rt):
4. Die a gezogenen Minusstunden wurden vom Lohn und der MONATLICHEN Arbeitszeit abgezogen
Zitat (von R0tb3rt):
5. wurden dann auch nur für 140 Stunden SV etz pp bezahlt

Und nun ist Schluss damit.
Dein AG muss dir regelmäßig den Lohn für Vollzeit zahlen. Für die 160 Stunden. Dafür auch die SV-Beiträge abführen. Lohnsteuer wird fällig auf 160 Stunden.
Du musst zur Verfügung stehen oder Minusstunden schreiben.
Wenn du Minusstunden nicht durch Mehrarbeit=Plusstunden ausgleichen kannst, dann ist das eben so.

Traumarbeitgeber?--- Fragt nach?
Das kann er ruhig, ihr könnt auch rumsitzen. Nehmt ein Buch mit und lest, bis er Arbeit für euch hat.
Egal--- er muss euch für die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit entlohnen. Wenn er keine Arbeit ranschafft, kann es nicht für die AN zum Geld-Nachteil sein. Auch, wenns dir egal ist.

Was ist das für ein ***Traumjob?
Und du gleichst deine Lohneinbuße dann mit dem Nebenjob aus? Etwa während der Minusstunden? ;)

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
R0tb3rt
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)

Kann mir mal einer erklären warum ich von einigen Antworten auf Fragen bekommen habe die ich nie gestellt habe? Mit Ausnahme von einigen wenigen wie Arcturus scheinen einige meine Frage nicht verstanden zu haben, daher hier noch mal so einfach wie auch nur menschenmöglich am Beispiel für den Monat Juli 2019

Ich arbeite für Firma X und habe einen Arbeitsvertrag über 160 Stunden im Monat und werde auch für 160 Stunden bezahlt. Im Monat Juli habe ich aufgrund von früher gehen oder mal einen Tag zu Hause bleiben von 160 Stunden nur 134 Stunden gearbeitet, wurde aber für 160 Stunden von meinem AG voll bezahlt, habe also ein Defizit von 26 Stunden erreicht.

Anfang August bin ich zu unserer Personalabteilung gegangen und habe darum gebeten die 26 Stunden welche mir im Monat Juli zu viel bezahlt wurden von meinem Gehalt für den Monat August abzuziehen. Ich habe also im Monat August zwar die vollen 160 Stunden gearbeitet, aber nur Lohn für 134 Stunden bekommen (Dafür im vorangegangenen Monat ja voll bezahlt obwohl 26 Stunden weniger gearbeitet(, dementsprechend ist mein Stundenkonto wieder ausgeglichen.

Die Frage von mir war auf welcher Grundlage (Gesetzbuch, Paragraph) der Abzug der Minusstunden durch Mehrarbeit geregelt wird. (Wenn überhaupt, daß ist ja die Frage)

Nein, es gibt im Arbeitsvertrag keine Betriebsvereinbarung welche den Umgang mit Negativstunden regelt.

Der aktuelle Stand ist das mir durch ein Mitarbeiter des Betriebsrates gesagt wurde das dies nicht mehr geht. Weder gab es eine offizielle Ankündigung diesbezüglich noch wurden andere Mitarbeiter durch die Personalabteilung darüber informiert das dies nicht mehr möglich ist. (Der Grund warum ich frage ist schlichtweg das ich bezweifle das dies so überhaupt geht)

Bitte auch nur auf die Frage antworten und keine Fragen beantworten die ich nicht gestellt habe. Mein Zweitjob ist eingetragen bei meinem Arbeitgeber und ich habe diesbezüglich die Genehmigung.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(102730 Beiträge, 37429x hilfreich)

Zitat (von R0tb3rt):
Kann mir mal einer erklären warum ich von einigen Antworten auf Fragen bekommen habe die ich nie gestellt habe?

Weils ein Meinungs- und Diskussionsforum ist...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
R0tb3rt
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Weils ein Meinungs- und Diskussionsforum ist...


Ich kann ja falsch liegen, aber wenn man eine Frage stellt, dann sollte sich die Diskussion doch auch um die Frage drehen.

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Arcturus
Status:
Praktikant
(897 Beiträge, 338x hilfreich)

Zitat (von R0tb3rt):

Nein, es gibt im Arbeitsvertrag keine Betriebsvereinbarung welche den Umgang mit Negativstunden regelt.


Das wäre auch nicht im Arbeitsvertrag geregelt. Dort findet sich allenfalls ein Hinweis darauf, dass es weitere Betriebsvereinbarungen gibt.
Der Terminus „Mehrarbeit" bedeutet im übrigen auch etwas anderes, als das, was du meinst.
Du meinst wahrscheinlich Plusstunden, also ein Stundenguthaben, wenn du deine Minusstunden ausgleichen willst.

Die Idee hinter der Gleitzeit oder einem Arbeitszeitkonto ist ja Folgende:
In Zeiten großen Arbeitsanfalls, zB im Sommer im Tiefbau oder GaLaBau, können große Mengen an Zeitguthaben aufgebaut werden.
Im Winter, wenn dort weniger Aufträge erledigt werden können, kann dann diese Zeit wieder ausgeglichen werden. Das Gehalt bleibt dann, die Leute müssen nicht entlassen werden, und die Sozialabgaben laufen auch weiter.

Und aus dieser Konstruktion heraus ist es nicht sauber, das Zeitkonto, das ins Minus gerutscht ist, durch Gehaltsabzug oder sogar noch 8was auch vorkommt) durch Verzicht auf Urlaubstage auszugleichen.

Signatur:

Lukas 7,23

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
R0tb3rt
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Arcturus):

Und aus dieser Konstruktion heraus ist es nicht sauber, das Zeitkonto, das ins Minus gerutscht ist, durch Gehaltsabzug oder sogar noch 8was auch vorkommt) durch Verzicht auf Urlaubstage auszugleichen.


Das ist die Art von Antwort auf die ich gehofft habe. :)

Ob das jetzt sauber ist sei jetzt mal dahin gestellt, wir durften halt 30 Minusstunden ansammeln und ich habe mir dann jedes mal die Zeit im nächsten Monat abziehen lassen. Ich habe aber nirgendswo irgendwas gefunden das es diesbezüglich irgendwelche Regelungen in Hinblick auf den Umgang mit Minusstunden gibt. Daher war ja auch meine Ursprüngliche Frage ob es irgendwo im BGB eine gesetzliche Grundlage für den Umgang mit Zeitkonten gibt. Das einzige was ich halbwegs passend gefunden habe ist (BGB) § 615, aber ich weiß nicht wie ich dies auf meine Frage anwenden kann bzw ob dies überhaupt zutrifft. Ich finde diese juristische Schreibweise zum Teil recht anstrengend vor allem was das verstehen angeht. :grins:

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
R0tb3rt
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Arcturus):

Und aus dieser Konstruktion heraus ist es nicht sauber, das Zeitkonto, das ins Minus gerutscht ist, durch Gehaltsabzug oder sogar noch 8was auch vorkommt) durch Verzicht auf Urlaubstage auszugleichen.


Das ist die Art von Antwort auf die ich gehofft habe. :)

Ob das jetzt sauber ist sei jetzt mal dahin gestellt, wir durften halt 30 Minusstunden ansammeln und ich habe mir dann jedes mal die Zeit im nächsten Monat abziehen lassen. Ich habe aber nirgendswo irgendwas gefunden das es diesbezüglich irgendwelche Regelungen in Hinblick auf den Umgang mit Minusstunden gibt. Daher war ja auch meine Ursprüngliche Frage ob es irgendwo im BGB eine gesetzliche Grundlage für den Umgang mit Zeitkonten gibt. Das einzige was ich halbwegs passend gefunden habe ist (BGB) § 615, aber ich weiß nicht wie ich dies auf meine Frage anwenden kann bzw ob dies überhaupt zutrifft. Ich finde diese juristische Schreibweise zum Teil recht anstrengend vor allem was das verstehen angeht. :grins:

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(24482 Beiträge, 4731x hilfreich)

Zitat (von R0tb3rt):
wurde aber für 160 Stunden von meinem AG voll bezahlt,
Das ist ne Info, die bisher NICHT kam. Dann hätte man das ganze Diskutieren lassen können. Du hast geschrieben, dass du weniger Geld/Lohn erhalten hast.
Zitat (von R0tb3rt):
dann sollte sich die Diskussion doch auch um die Frage drehen.
Vollkommen richtig. Wenn du aber x-mal wiederholst, dass die Minusstunden nicht nur zeitlich, sondern auch geldlich *ausgeglichen* werden, also du weniger Lohn erhalten hast, dann kommen eben solche Antworten.
Zitat (von R0tb3rt):
Das ist die Art von Antwort auf die ich gehofft habe
Na endlich. :grins:
Es gibt keine gesetzl. Regelung, die das Abziehen von Lohn wegen Minusstunden erlaubt.
Manno.

Weil in einem Forum wie diesem hier eben gerade nicht juristisch (und für Laien schwer verständlich) erklärt wird--- hast du die Antworten von etlichen anderen Usern schon im gleichen Sinne wie die von @Arcturus erhalten.
Lohnabzug bei Minusstunden ist nicht geregelt---weil es falsch ist. Falsches regelt kein Gesetz. Unsauberes auch nicht.
Zitat (von R0tb3rt):
Ob das jetzt sauber ist sei jetzt mal dahin gestellt,
Es ist NICHT sauber.
Zitat (von R0tb3rt):
Es muss doch eine entsprechende Rechtsgrundlage geben welche mir den Abzug der Stunden vom Arbeitslohn ermöglicht.
Wenn das dein Frage war: Schon mehrfach kam die Antwort: NÖ.

:dance:

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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