fristlose Kündigung,Klage,kein Lohn,zu wenig Urlaub-wer hilft mir?

23. Februar 2006 Thema abonnieren
 Von 
baba76
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
fristlose Kündigung,Klage,kein Lohn,zu wenig Urlaub-wer hilft mir?

Mein Fall:
Der AN ist als Verkäufer in einer Tankstelle angestellt ab dem 1.10.2005, befristet zum 1.04.2006. Im Vertrag ist keine genaue Arbeitszeit angegeben - wird durch den gültigen Tarifvertrag geregelt, aus dem der AN nicht schlau wird.Im Tankstellenbetrieb wird auch Nachts, also in 3 Schichten, gearbeitet. Nach den ersten 3 Monaten gilt eine Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende. Der Urlaub richtet sich nach dem Bundesurlaubsgesetz bzw. nach den anzuwendenden tariflichen Bestimmungen. "Der Jahresurlaub für den AN beträgt 24 Arbeitstage. Das heißt für diesen Vertrag (6 Monate) 12 Tage Urlaub." steht im Vertrag.
Der Arbeitnehmer arbeitet im Vormonat, bis er den Vertag bekommt, 2 Wochen schwarz, wird jedoch nicht sofort ausgezahlt, sondern die Arbeitsstunden werden in den folgenden 3 Monaten zu den regulären Arbeitsstunden aufgeteilt und dazugerechnet. Es ergeben sich dadurch Monatsarbeitsstunden von durchschnittlich 189. Im Januar erarbeitet der AN regulär dann 192 Stunden. Er springt häufig, auch sehr kurzfristig, für andere Mitarbeiter ein, wenn diese krank sind, da der AG nicht für einen "Springer"/ für Ersatz im Notfall sorgen will. Zusätzlich ist der AG sehr undankbar und unfreundlich.
Der individuelle Arbeitsplan wird von den Mitarbeitern gemeinsam gemacht, und dann vom AG genehmigt. Mitte des Monats liegt also der Arbeitsplan für den nächsten Monat fest.
Da der AN im Januar sehr häufig eingesprungen ist, will er Anfang Februar sein freies WE geniessen und die Wohnung renovieren (schon 3 mal verschoben wegen Einspringens). Ein Mitarbeiter war 5 Wochen lang krank, und kündigt nun sehr kurzfristig. Andere Mitarbeiter, auch von anderen Tankstellen des AG, werden krank. Der AG ist nun in Bedrängnis, es ist aber nicht unmöglich nur sehr umständlich, einen Ersatz zu finden. Der AN weigert sich trotzdem hartnäckig, an seinem freien WE zu arbeiten, obwohl ihm mit Kündigung gedroht wird.
So bekommt der AN eine fristlose Kündigung, ersatzweise fristgerecht zum 31.3.2006. Er reicht Kündigungsschutzklage ein. Er hat keinen Anwalt. Was muß er bei dem bald folgenden "Treffen zur Güte" beachten?
Der AG zahlt trotz Mahnung den Lohn für Januar nicht. Der AN kommt in finanzielle Schwierigkeiten (Zahlungsrückstände). Kann der AG zu Zinsen, Mahnkostenerstattung verklagt werden?

An Urlaub werden nur 4 Tage statt wie erwartet 8 berechnet. Hat der AG eine Berechtigung dazu?

Der AG hat vorher gedroht, die fristlose Kündigung sei wirksam, weil der AN den AG wissentlich nicht in einer Notlage hilft, und somit geschäftsschädigend wirke.

Eingesprungen werden sollte am 3.2. und 4.2., der AG fragte am 2.2., also sehr kurzfristig. Dummerweise hat der AN 2 oder 3 Tage vorher für den AG eigenhändig notiert:"Ich werde am 3.2. und 28.2. nicht für einen Kollegen einspringen". Der AG wollte dies als "Erinnerung" haben, als die Situation nicht so gespannt war.

Was muß der AN nun beachten, wie sieht seine rechtliche Lage aus? Sobald sein Antrag auf Arbeitslosengeld durch ist, kann er sich als Arbeitsloser bzw. Geringverdiener angeblich einen Rechtsbeistand für eine einmalige Zahlung von 10 Euro "holen". Das kann aber noch dauern. Würde die fristlose Kündigung wirksam, hätte er keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Der AN sieht aber auch nicht ein, sich wie Karl Arsch behandeln lassen zu müssen, bloß weil er arbeitslos war und Geringverdiener (gewesen) ist.
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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
CForce
Status:
Praktikant
(661 Beiträge, 96x hilfreich)

je nach MA Anzahl wird die fristgerechte Kündigung wirksam sein.

Die fristlose wohl kaum.
Gehalt, das nicht gezahlt wird, sofort mit auf die Klage nehmen.
Dann kann man das auch gleich vor gericht regeln.

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