fristlose Kündigung während Mutterschutz

4. Oktober 2003 Thema abonnieren
 Von 
kleebi
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 0x hilfreich)
fristlose Kündigung während Mutterschutz

Moin!!
Sorry, ist lang :(

Folgendes, ich habe im April 2002 bei meinem Ex-AG angefangen zu arbeiten (war interne Mitarbeiterin einer Zeitarbeitsfirma).
Vom 16.10.2002 - 22.01.2003 ging mein Mutterschutz. Ich habe allerdings noch bis zum 23.10.2002 weitergearbeitet. Unsere Filiale lief sehr gut, was nicht zuletzt an meiner Kollegin und mir gelegen hat, schließlich haben wir die Filiale alleine betreut. Wir bekamen dann von einem Kunden ein Angebot, er fand es lukrativer sein eigenes Zeitarbeitsbüro zu eröffnen und da er mit uns sehr zufrieden war, fragte er uns ob wir nicht das Büro leiten wollten.
Meine Kollegin sagte sofort zu und ich einigte mich mit ihm, dass wir erst mal die Geburt und so weiter abwarten und dann entscheiden ob ich arbeiten würde oder nicht.
Am 03.01.2003 gab ich dann meine Kündigung bei meiner alten Firma ab. Meine Kollegin hatte bereits gekündigt. Meine Kündigung war nicht fristgerecht (ich hatte 6 Wochen zum Quartalsende und ich habe zu Ende Januar gekündigt).
Als ich nach 2 Wochen nachfragte ob meine Kündigung akzeptiert wird oder nicht, bekam ich Hausverbot und wurde an die RA des Hauses verwiesen.
Ich hatte mit meinem alten AG keine Vereinbarung getroffen, dass ich während meiner Elternzeit (die ich eingereicht hatte) in der Firma arbeiten würde.
Ich habe Klage erhoben, da man mir für Januar 2003 kein Gehalt gezahlt hat, mir noch 17 Urlaubstage ausbezahlt werden müssen und es auch um einen größere Summe an Prämie geht (wir wurden an dem Gewinn beteiligt).
Mittlerweile bin ich arbeitslos und in dem Schreiben fürs Arbeitsamt hat mein Ex-AG geschrieben ich hätte vom ihm die fristlose Kündigung zum 31.12.2002 bekommen, allerdings nicht schriftlich (das steht auch dort).
Er erwähnt diese nicht schriftliche, fristlose Kündigung seinerseits nun auch ständig im Briefkontakt zum Gericht.
Er wirft mir wettbewerbswidriges Verhalten vor und schreibt wörtlich:
"zwar wurde der Klägerin gegenüber keine außerordentliche Kündigung ausgesprochen, das wettbewerbswidrige Verhalten hätte jedoch eine außerordentliche Kündigung durchaus gerechtfertigt"
Aber wenn er mir nicht gekündigt hat (bis heute übrigens nicht), kann er doch nicht rückwirkend eine nicht schriftliche, fristlose Kündigung, auch noch ohne Zustimmung des Gewrbeaufsichtsamtes aussprechen...
Oder seh ich das falsch???

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Bummler
Status:
Schüler
(206 Beiträge, 26x hilfreich)

Hallo,

wenn ich das richtig sehe geht es es eher um eine fristlose Kündigung aufgrund einer Wettbewerbsverbostklausel im Vertrag, oder?

Letztendlich gibt es ein paar allgemeine Dinge die wichtig sind:

1. Die Kündigung - egal welcher Art - muss schriftlich erfolgen. §623 BGB

2. Muss die fristlose Kündiigung aus wichtigem Grund innerhalb von 14 Tagen erfolgen nachdem der Kündigende von dem Sachverhalt Kenntniss erlangt hat.

Letztendlich ist meines Erachtens die mündliche Kündigung nicht rechtswirksam .. das hätte sogar das Arbeitsamt merken müssen.

Ich denke die Chancen sind gut .. allerdings ist die Meinung des Richters maßgebend.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
kleebi
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 0x hilfreich)

Hi Bummler!

Danke schonmal für die Antwort :)
Nein, ich habe keine Wettbewerbsklausel in meinem Vertrag gehabt. Das hat mein Anwalt mir auch bestätigt.
Er meint u.A., ich (und meine Kollegin) hätten Mitarbeiter abgeworben (zwischen dem 29.11.02 - 02.12.02, ich bin am 28.11.02 mit meinem Sohnemann aus dem Krankenhaus gekommen und habe gaaaanz bestimmt nicht irgendwas anderes gemacht als mich um meinen Sohnemann zu kümmern).
Es ist alles ziemlich ätzend, da mein Ex-Chef gekränkt ist, er mußte unsere Filiale nämlich schließen, er hats alleine eben nicht gebacken bekommen und er versucht nun mit allen Mitteln mir nicht mein Geld geben zu müssen. Er hats auch mit ner Anzeige probiert, die total an den Haaren herangezogen war. Ist nichtmal zu nem Verfahren oder irgendwas gekommen..
Aber ich muß jetzt nur noch 1 Monat auf den Gerichtstermin warten, kanns kaum abwarten..

Gruß
Nina

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 270.832 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
109.436 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen