kündigung in der probezeit - vor dienstbeginn krankgemeldet

6. November 2003 Thema abonnieren
 Von 
sirpeter
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
kündigung in der probezeit - vor dienstbeginn krankgemeldet

Hallo Zusammen!!

Darf der arbeitgeber in der probezeit kündigen, weil sich die arbeitnehmerin erst 5 min. vor dienstbeginn krankgemeldet hat?? Zudem ist sie schwanger, was eine kündigung ja eh erschwert. Ist diese trotzdem gerechtfertigt??

Danke!!!

Silke :)

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wiland
Status:
Schüler
(252 Beiträge, 28x hilfreich)

Kündigung in der Probezeit kann fristlos erfolgen, beiderseitig ohne Angaben von Gründen.
Interessant ist, das sie schwanger ist. Hat sie schon einen Mutterpaß und weiß der AG von der Schwangerschaft?

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#2
 Von 
Rechtsanwalt Luis Fernando Ureta
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 59x hilfreich)

die kündigung in der probezeit ist normalerweise kein problem.
aber: auch in der probezeit gilt der besondere kündigungsschutz für schwangere. und da gilt, dass "Eine Kündigung auch dann als unzulässig angesehen wird, wenn die Schwangerschaft dem Arbeitgeber spätestens 14 Tage nach Erhalt der Kündigung mitgeteilt wird."
§ 9 Mutterschutzgesetz ist die einschlägige Norm, wenn ich mich recht entsinne.
ureta

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#3
 Von 
sirpeter
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke schön!! Sie hat gestern mit dem AG telefoniert, und der meinte, er habe mit seinem Anwalt gesprochen und alles sei rechtens. Und nu?? Ebenfalls Anwalt kontaktieren??

Lieben Gruß Silke

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#4
 Von 
Rechtsanwalt Luis Fernando Ureta
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 59x hilfreich)

na ja, was erwarten sie von einem anwalt für eine antwort auf die frage, ob ein anwalt kontaktiert werden sollte?
aber ernsthaft: bei einer kündigung sollte ein anwalt hinzugezogen werden. und was die rechtslage angeht, zitiere ich mal ein schlaues büchlein:
"Für die Kündigung eines unbefristeten Probearbeitverhältnisses gilt zugunsten des ArbN der allgemeine und besondere Kündigungsschutz. ..... Das Kündigungsverbot gem § 9 MuSchG gilt ... von Anfang an."
ureta

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#5
 Von 
rama123
Status:
Schüler
(166 Beiträge, 45x hilfreich)

ureta kennt sich aus. er gibt den richtigen rat. der arbeitgeber kann sich gegenüber der zur zustimmung berufenen behörde (in Niedersachsen: staatlt. gewerbeaufsichtsamt) noch nicht einmmal damit herausreden, die leistung der schwangeren stimme nicht. GRUND: von der behörde wird dagegen gehalten (zurecht): die schlechtleistung kann gerade auf der schwangerschaftsbedingten hormonumstellung beruhen. darauf kann ja auch die verspätung zurückzuführen sein.
ÜBRIGENS: viele arbeitgeber schließen daher mit frauen im gebährfähigen alter keinen normalen arbeitsvertrag mit vorgeschalteter probezeit, sondern einen separaten vertrag mit einer 6-monatigen befristung; schriftlich oder unter zeugen wird keine silbe darüber verloren, daß das arbeitsverhältnis gegebenenfalls darüber hinaus fortgesetzt wird. in diesem fall hat auch die schwangere pech

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#6
 Von 
psst
Status:
Lehrling
(1576 Beiträge, 173x hilfreich)

>>Kündigung in der Probezeit kann fristlos erfolgen, beiderseitig ohne Angaben von Gründen.<<

pauschal kann diese Aussage so nicht stehen gelassen werden .

Ob mit oder ohne , d.h. fristlos , ist auch abhängig vom Tarifvertrag ,wenn vorhanden und vom Arbeitsvertrag .

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#7
 Von 
Miray
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin seit Anfang Juni angestellt. Meine Probezeit beträgt 6 Monate.d.h. ende diesen Monat läuft die Probezeit ab. Im Vetrag steht eine Kündigungsfrist von 4 wochen während der Probezeit drin. Kann ich (da ich evtl. einen anderen job habe) bis ende november also nächste woche noch kündigen?Oder gelten die 4wochen in der Zeit der Probezeit?? Wie ist das mit der fristlosen Kündigung?Kann der AN das auch??Aber im Vetrag sind 4 Wochen vereinbart....Bitte um Info.DAnke

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#8
 Von 
Rechtsanwalt Luis Fernando Ureta
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 59x hilfreich)

kürzere kündigungsfristen während der probezeit greifen regelmäßig dann, wenn während der probezeit die kündigungserklärung erfolgt.
und der AN kann auch fristlos kündigen, wenn er denn gründe hierfür darlegen kann.
wenn der AN auch ohne solche gründe fristlos kündigt, stellt sich die frage, ob und wenn ja welche schadensersatzansprüche er riskiert. das sollte aber konkret mit einem anwalt besprochen werden.
ureta

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