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nun Schreiben vom Anwalt...

20. Juni 2007 Thema abonnieren
 Von 
andy.h
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 3x hilfreich)
nun Schreiben vom Anwalt...

hallo, ich habe hier bereits einmal einen beitrag geschrieben, in dem es darum ging, dass ich fristlos bzw. hilfsweise ordentlich gekündigt wurde.

nun habe ich als erstes der geschäftsleitung nen brief per einschreiben geschickt, dass ich

a) die fristlose kündigung nicht annehme, bzw. als gegenstandslos betrachte, solange sie mir keinen richtigen grund nennen, denn untentschludigtes fehlen, mir nicht nachweisen können (das war wirklich nieee der fall)

b) ich ihnen 5 werktage zeit gebe sich zu dem schriftlich zu äussern, da ich sonst eine kündiugngsschutzklage einreichen werde.

jetzt hab ich heute einen brief von deren anwalt bekommen:

die firma *** hat mich beauftragt mit ihnen eine lösung zu erarbeiten, bei der er zwar zu zugeständnissen ihnen gegenüber bereit ist, aber nicht bereit ist, die kündigung an sich zurückzunehmen.
melden sie sich, wenn sie interessiert sind an einer einvernehmlichen auflösung des arbeitsverhältnisses, möglicherweise gegen zahlung einer abfindung.


was heisst das jetzt im klartext ??
- ist die fristlose kündigung nun nicht wirksam ??
- soll ich nun einen aufhebungsvertrag lt. denen unterschreiben (dann werd ich doch vom arbeitsamt gesperrt, oder ?? wenn ja wie lange??)
- oder ist das nur ein trick von denen ??
- wenn ich mit ihnen verhandle was ist dabei rauszuschlagen ??
der betrieb hat über 350 mitarbeiter und ich war fast 4 jahre
dabei.

ich muss den anwalt heute noch anrufen.. und wäre dankbar, wenn ich vorher noch ein paar tips von euch bekomme.

vielen dank schon mal

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Michael32
Status:
Schlichter
(7170 Beiträge, 1580x hilfreich)

Erstmal nichts übers Knie brechen.

Anscheinend ist die Lage eher günstig für Dich. Am besten wäre es, einen anderen Job zu suchen und dann eine Abfindung auszuhandeln. Ich denke nicht, daß Du, selbst wenn Du vor dem AG gewinnst, hier noch glücklich wirst.

Gruß

Michael

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2307x hilfreich)

quote:
ist die fristlose kündigung nun nicht wirksam?


Wenn du nicht auf das Angebot eingehst, ist sie noch wirksam.

quote:
soll ich nun einen aufhebungsvertrag lt. denen unterschreiben


Kommt drauf an, was angeboten wird.

quote:
dann werd ich doch vom arbeitsamt gesperrt, oder?


Das kann nur die Arbeitsagentur beantworten.

quote:
oder ist das nur ein trick von denen?


Das kann aus der Ferne keiner beurteilen. Zuerst mal siehts wie ein Angebot zur gütlichen Einigung aus.

quote:
wenn ich mit ihnen verhandle was ist dabei rauszuschlagen?


Man sollte sicherheitshalber eine evtl. Sperre oder/und eine Ruhezeit bei Kündigungsfristverkürzung mit in seine Berechnungen einbeziehen. Wie hoch du ansonsten abfindungsmäßig pokerst ist dir überlassen.

MfG

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 1986x hilfreich)

*... brief per einschreiben geschickt, dass ich a) die fristlose kündigung nicht annehme, bzw. als gegenstandslos betrachte ...*

>> sorry, das ist käse. eine kündigung ist keine sache, die du 'annehmen' müsstest oder könntest wie bei einem vertrag. es ist die einseitige willenserklärung deines AG, die mit der Zustellung wirksam ist bzw. wird. und wenn du nicht binnen drei wochen kündigungsschutzklage eingereicht hast, ist auch die ungerechtfertigste kündigung der welt gültig. lass dich also nicht ausmanövrieren, indem man dich nun mit verhandlungsangeboten über die zeit bei laune hält.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10619 Beiträge, 2428x hilfreich)

@andy

exakt das, was @blaubär schreibt solltest du unbedingt beachten. die frist ist nicht eine stunde länger und bei einem aufhebungsvertrag bekämst du mit sicherheit eine sperre.

ich würde mich auf nix einlassen, außer weiterbeschäftigung.
bei allen anderen vorschlägen kannst du immer was verlieren

hey, eine fa, die freiwillig solche angebote macht, obwohl du doch was ganz schlimmes gemacht haben mußt um ne fristlose zu begründen, da stimmt was nicht. du hast kündigungsschutz u. wenn du dir nix vorzuwerfen hast..

sunbee

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
barthez
Status:
Schüler
(185 Beiträge, 27x hilfreich)

Mir wollte mein EX-AG auch ohne triftigen Grund fristlos kündigen. Nachdem ich dann mit dem Arbeitsgericht gedroht habe, war dieser zu Kompromissen bereit und ich bin aus dieser Sache sehr gut rausgekommen:

- anstelle einer Abfindung war ich fast drei Monate von der Arbeit freigestellt, natürlich bei voller Bezahlung (war ein schöner Sommer :grins: ). So hatte ich genug Zeit, mir einen neuen Job zu suchen
-Arbeitszeugnis wurde so geschrieben, als hätte ich gekündigt
-gegenüber dem Arbeitsamt wurde es als betriebsbedingte Kündigung dargestellt, damit ich keine Sperre bekommen hätte, wenn ich während der Freistellung keinen Job gefunden hätte.

:grins:

-> überlege Dir doch, wie Du dich evtl. mit Deinem AG einigen kannst, und mit was für einem Kompromiss Du gut leben kannst, und biete das an. In der Situation lässt der AG sicher gut mit sich reden ;)

0x Hilfreiche Antwort

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