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von Arbeit freigestellt = Kündigung?

30. Juni 2004 Thema abonnieren
 Von 
Ron1601
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
von Arbeit freigestellt = Kündigung?

Hallo,
ich arbeite als studentische Aushilfe (Lohnsteuerkarte) seit über 2 Jahren in einem Gastronomiebetrieb. (3 Tage/Woche)
Am 24.06. hat mein Chef mich mit den Worten, "Du brauchst ab heute nicht mehr kommen, ich bezahl Dir das jedoch" nach Hause geschickt.
Ist ja quasi eine Kündigung, obwohl ich diese in Schriftform bis heute nicht bekommen habe! Einen schriftl. Vertrag bzw. schrftl. Form der Arbeitsbedingungen habe ich nie erhalten.
Meine Fragen:
1. Da ich über 2 Jahre im Betrieb war kann er mich erst zum 31.8. kündigen, oder? (Morgen ist ja schon der erste und die Frist beträgt 1 Monat?)
2. Urlaubsentgelt habe ich auch nie erhalten. Falls er mich jetzt schriftl. kündigt, habe ich dann Anspruch auf den vollen Jahresurlaub?
3. Und kann er den in die Zeit legen, in der die Kündigungsfrist läuft, bzw. im Nachhinein diese Zeit als Urlaub geltend machen, ohne mich zu informieren?

Ich weiss jetzt gar nicht, wie ich mich verhalten soll? Soll ich ihn darauf hinweisen, dass er mich kündigen muss? Da wir unseren Lohn auch immer bar ausgezahlt bekommen haben stehe ich auf dem trockenen!
Kann mir jemand helfen?
Danke im Voraus.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43235 Beiträge, 15425x hilfreich)

1. Die Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende.

2. Nein, nur auf den anteiligen Urlaub

3. Nein, das kann er nicht.

Da jetzt Monatsende ist und Du sicher Deinen Lohn erhalten willst, solltest Du Deinen Chef ansprechen.

Eine Kündigung muss schriftlich erfolgen, daher hat Di Dein Chef noch nicht wirksam gekündigt.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Ron1601
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die schnelle Antwort!
zur Kündigungsfrist:
heisst es da nicht:
Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnisin dem Betrieb oder Unternehmen 2 Jahre bestanden hat, 1 Monat zum Ende eines Kalendermonats. ? (Ich bin 29 Jahre alt, scheint ja auch ne Rolle zu spielen!)

Soll ich ihn darauf hinweisen, dass er mich schriftlich kündigen muss?
Mit ihm reden kann ich nicht lässt sich überhaupt nicht auf Gespräche ein!

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
MarionH
Status:
Schüler
(366 Beiträge, 93x hilfreich)

Dann schreib ihm einen netten Brief in welchem du ihn über deine Rechte aufklärst und ganz klar deine Rechte einforderst!

Biete ihm deine Arbeit doch noch mal zusätzlich an, wenn er annimmt ist alles geklärt, du bist dann weiterhin beschäftigt.

Gruß
Marion

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43235 Beiträge, 15425x hilfreich)

Ja, sorry, Du hast Recht. Die Kündigungsfrist durch den Arbeitgeber beträgt bei Dir 1 Monat zum Monatsende.

Ich würde ihn schon schriftlich darauf hinweisen, auch auf die Gefahr hin, dass Du dann die schriftliche Kündigung erhälst.

Die jetzige Hängepartie ist auch völlig unakzeptabel. Beim Arbeitsamt würde ich mich im Übrigen auch umgehend melden.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Ron1601
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

@ hh: macht ja nix, ist ja auch ein tierischer Urwald.. ist ja gut für mich!

Ich habe 3 mal die Woche im Schnitt je ca. 50 Euro/Abend ausbezahlt bekommen. (Ohne Beleg)
Soll ich ihm das einfach so in Rechnung stellen, wenn er meine Arbeitskraft nicht annimmt? Und was, wenn ich mit weniger angemeldet bin, ich habe nie Abrechnungen bekommen?
(Das ich angemeldet bin weiss ich aber!)

Und Urlaub steht mir nur anteilig zu, obwohl ich in der 2. Jahreshälfte ausscheide? Obwohl das warscheinlich keine Rolle spielt. Er wird wenn ich meine Arbeit anbiete nicht zustimmen und bis Ende August ist doch automatisch der Urlaub abgegolten, oder?
Oder muß Urlaub explizit erteilt werden?

Danke schonmal im Voraus!

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