wie verhalten?

15. Juni 2005 Thema abonnieren
 Von 
DI3N3R
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
wie verhalten?

Hallo,

hatte gerne ein paar tips wie man sich in folgender situation verhalten sollte:

-mittelständeische firma
-viele aufträge
-dicke autos in der garage
-an keinen tarif gebunden
-keinen betriebsrat
-alle überstunden laut vertrag mit dem bruttogehalt abgegolten
-samstags sonn- und feiertagsarbeit werden lt. vertrag mit gesetzlichem fereizeitausgleich abgegolten.
-Position: "Angestellter"

überstunden fallen unter der woche reichlich an, arbeit ist ohne ende da.
nun wird seid einigen wochen auch sonntags gearbeitet weil einige aufträge dies erfordern. dafür gibts es keinen freizeitausgleich.
alle angestellten machen aus angst um ihren arbeitsplatz mit, dh der "rebellische" AN steht alleine da.

wie sollte sich der (einzelne)angestellte in so einem fall verhalten? auf freizeitausgleich zu bestehen kommt einer bitte zur kündigung schon sehr nahe.

danke

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-352
Status:
Praktikant
(989 Beiträge, 82x hilfreich)

Das hast Du schon mal relativ gut erkannt. :)

Ich hab neulich folgenden Fall erlebt:

Leitender AN hat gearbeitet von Dienstagmorgen 7:00 bis Dienstagnachmittag 17:00 Uhr. Dann wieder von Dienstagabend 21:00 Uhr bis Mittwochvormittag 9:00 Uhr. Ohne Schlaf, wenig Essen, einfache Fahrt zur Arbeit 70 km usw. Aber die Aufträge waren erledigt. Pünktlich und mangelfrei.

Für 10:00 Uhr war eine Sitzung angesetzt. Darin sollte es um potientielle Einsparmöglichkeiten gehen. Die hat er sausen lassen, weil ihm die Augen zufielen.

Er war die erste Einsparung, gleich Donnerstagmorgen. Betriebsbedingte Kündigung (Firma wie bei Dir) unter Anrechnung der Überstunden (150) und Urlaub.

Begründung: Wer sich nicht 24 h in der Firma aufhält, identifiziert sich offensichtlich nicht mit dieser.

Fazit: Ich glaube, Du mußt das mit Deinem Gewissen abmachen, was richtig und was falsch ist.

Vom Gesetz her steht Dir der Freizeitausgleich zu, aber ....

Viel Glück

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47166 Beiträge, 16715x hilfreich)

Vom Gesetz her darfst Du sonntags gar nicht arbeiten.

Außerdem darf von Gesetz her nicht mehr als 10 Std. am Tag gearbeitet werden.

Rechtlich bist Du also auf der sicheren Seite. Dennoch sitzt auch in diesen Fällen der AG am längeren Hebel, weil Dir dann die Kündigung droht.

Vielleicht hilft ein kleiner Tipp an das Gewerbeaufsichtsamt.

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#3
 Von 
DI3N3R
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

ob anschwärzen viel bringen würde, ausser dass nach dem "verräter" gesucht werden würde?

aber guten gewissens in so einer anstalt weiterzuarbeiten wäre für den AN auch keine langfristige option.

ob es harte konkurrenz rechtfertigt die, sklaverei wieder einzuführen bezweifle ich auch.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
tomPA
Status:
Schüler
(294 Beiträge, 57x hilfreich)

quote:
ob es harte konkurrenz rechtfertigt die, sklaverei wieder einzuführen bezweifle ich auch.


Ist aber in vielen Firmen scheinbar schon längst geschehen. Ich erinnere mich da an eine Fall wo die Polizei einen Angestellten aus dem Verkehr gezogen hat welcher schon erheblich über 24 Stunden ohne Pause mit seinem 7.5to LKW unterwegs war. Er hat offensichtlich auf Druck der Geschäftsführung gehandelt weil er eine von der Firma selber gefälschte Urlaubsbescheinigung in der Tasche hatte. Das pikannte an diesem Fall war der Schriftzug der im Führerhaus angebracht war: "Sklaven werden nicht gekündigt, sondern verkauft". Die Aktion ist noch nicht so lange her und mittlerweile haben Fahrer und Geschäftsführer zwar Strafanzeigen am Hals, seinen Job war der Fahrer dennoch wohl schneller los als er "...das widerspricht aber geltendem Recht..." sagen konnte.

Tom

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
DI3N3R
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Märtyrertod sterben und NEIN sagen, oder augen zu und durch ist dann wohl die frage die man sich selbst stellen sollte.

gut für den AG das sich sowas in der regel nur einzelfälle trauen, die dann schnell entsorgt werden können.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8066x hilfreich)

quote:
gut für den AG das sich sowas in der regel nur einzelfälle trauen, die dann schnell entsorgt werden können.

Das ist wohl klar eins der Probleme, wenn die Arbeitnehmer erst mal weichgekocht sind (Sei froh, dass du überhaupt noch arbeiten darfst und noch nicht für dieses Privileg zahlen mußt) dann ist da nix mehr mit gemeinsam für die minimalen Arbeitsrechte kämpfen.

Dennoch hat jeder Arbeitnehmer umfassende Rechte, die nicht nur ich hier immer wieder im Ansatz zu vermitteln versuche (s.a. Bundesurlaubsgesetz, Arbeitszeitgesetz etc.).
Wer auf diese Rechte verzichtet, trägt leider weiter dazu bei, dass Mißbrauch selbstverständlich wird.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
DI3N3R
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

quote:
Wer auf diese Rechte verzichtet, trägt leider weiter dazu bei, dass Mißbrauch selbstverständlich wird.

der meinung bin ich auch, arbeit ist gut und schön, aber irgendwann muss man auch eine grenze setzten, vor allem wenn man mehrmals in der woche gegen irgendwelche gesetze verstößt.(wer ist eigentlich der dumme, wenn sich nach 12 stunden arbeit ohne pause ein unfall ereignet, oder sonntags auf dem weg zur eigentlich verbotenen arbeit?)

schlimm ist nur, dass diese AG schon noch genug hirlose zombies finden mit denen man sowas machen kann.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
guest123-461
Status:
Schüler
(225 Beiträge, 351x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
DI3N3R
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

hirnlose zombies ist vielleicht etwas überspitzt formuliert.
natürlich gibt es auch die leute die es sich nicht leisten können sich gross zu wehren.

solche leute existieren aber in diesem speziellen fall auch garnicht, die werden nicht eingestellt, weil die evtl. zu viele verpflichtungen haben könnten.

aber ein guter vorschlag für die AG nur noch leute einzustellen, die nach einer kündigung nichtg mal mehr vom sozialen netz aufgefangen werden können.
diese wären sicher noch ein wenig kooperativer.

wenn man in deutschland jetzt schon der grosse revoluzzer ist, nur weil man einmal den mund aufmacht.....viva la revolution!

0x Hilfreiche Antwort

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