Kieferchirurg setzt dreimal Implante ein, die wieder rausmüssen bzw. sich verabschieden

15. August 2023 Thema abonnieren
 Von 
Sternchen08
Status:
Praktikant
(620 Beiträge, 194x hilfreich)
Kieferchirurg setzt dreimal Implante ein, die wieder rausmüssen bzw. sich verabschieden

Der Patient, alter Herr, fast blind, brauchte neuen Zahnersatz.

Durch eine Empfehlung gelangte er zu besagtem Kiefernchirurgen. Bitte, dazu jetzt keine superklugen Kommentare!!!!
Nachdem die eingesetzten Implantate jetzt zum 3. Mal wieder nicht eingewachsen waren und raus mußten, ist der Chirurg verärgert. Ein weiteres Mal will er keine kostenlose Leistung mehr übernehmen. Den weiteren Wortlaut spare ich mir.

Ich erinnere an eine eigene, lange zurückliegende unerfreuliche Sache mit meinem damaligen Zahnarzt, in dem meine GKV mir gestattete, einen Gutachter mit der Überprüfung der von mir beanstandeten Arbeit zu beauftragen. Das geschah so. Die Arbeit war nicht in Ordnung. Das Gutachten zahlte ich nicht.

Ist es heute noch so, dass der Patient die Arbeit seines Behandlers, der offenbar wenig oder keine Erfahrung mit Implantologie hat, überprüfen lassen kann? Heute hat er gemurmelt, dass sein Patient wohl allergisch gegen die eingebauten Implantate sei?!

Wie geht er zweckmässig vor? Gespräch bzw. Schreiben an seine GKV mit Schilderung des Sachverhaltes als erstes?

Die Behandlung dauert schon sehr lange; klar. Die Nahrungsaufnahme ist deutlich beeinträchtigt, und schmerzhaft ist das Ganze seiner Angabe nach auch.

Der Behandler will – über die Vereinbarung hinaus – weitere Kosten berechnen, obwohl er es nicht schafft, die Arbeit zufriedenstellend abzuschliessen.


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Beste Grüße
das sternchen08

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31492 Beiträge, 5569x hilfreich)

Beides könnte die Ursache sein, das Alter und eine evtl. Allergie.
Seine Fastblindheit dürfte nichts mit den Problemen zu tun haben.

Zitat (von Sternchen08):
Ein weiteres Mal will er keine kostenlose Leistung mehr übernehmen.
Darf ich fragen, warum der Kieferchirurg das bisher kostenlos gemacht hat? Auch *Reparaturen* zahlt uU die KK.
Zitat (von Sternchen08):
Der Behandler will – über die Vereinbarung hinaus – weitere Kosten berechnen, obwohl er es nicht schafft, die Arbeit zufriedenstellend abzuschliessen.
Das ist verständlich, dass er das will. uU ist es nicht möglich, dem Patienten dauerhafte Implantate zu setzen?
Wie alt ist der Patient denn?
Zitat (von Sternchen08):
dass der Patient die Arbeit seines Behandlers, ... überprüfen lassen kann?
Ja. Wie das geht, sagt ihm oder dir seine KK.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3440 Beiträge, 544x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Darf ich fragen, warum der Kieferchirurg das bisher kostenlos gemacht hat? Auch *Reparaturen* zahlt uU die KK.

Das ist keine Reparatur, es muss neu implantiert werden.
Bei mir wollten auch 2 Implantate nicht im Kiefer anwachsen. Grund war ein toter Zahn in der Umgebung.
Ich bekam alles kostenlos vom Kieferchirurgen, sogar provisorische Stifte und Zähne auf den restlichen Implantaten.
Zitat (von Sternchen08):
Heute hat er gemurmelt, dass sein Patient wohl allergisch gegen die eingebauten Implantate sei?!

Das kann sein und kann man testen lassen oder es ist so, wie ich oben schrieb.
Zitat (von Sternchen08):
Wie geht er zweckmässig vor? Gespräch bzw. Schreiben an seine GKV mit Schilderung des Sachverhaltes als erstes?

Bekommt er einen Zuschuß von seiner KK?
In der Regel sind Zahnimplantate keine Kassenleistung, somit werden sie dort kaum eine info bekommen.
Googeln sie doch mal, es gibt ein Forum, da geht es nur um Zahnimplantate, weiß nicht mehr wie es heißt. Da kann ihnen sicher weitergeholfen werden, auch was die Leistungserweiterung betrifft.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Sternchen08
Status:
Praktikant
(620 Beiträge, 194x hilfreich)

Hallo Anami,

Danke für Deine sachliche Antwort.

Dass der Bekannte fast blind ist, habe ich nur erwähnt, um zu erläutern, warum ICH hier schreibe. Ich betreue ihn ehrenamtlich.

Er geht auf die 80 zu.

Ich glaube, dass bei einer Implantatarbeit die GVK gar nichts bezahlt, oder?

Es ist also rein theoretisch möglich, dass es zu einer allergischen Reaktion kommt?

Ich werde mich für ihn einmal mit seiner Krankenkasse in Verbindung setzen und hören, was die meint.

Nochmal ein herzliches Danke.

Signatur:

Beste Grüße
das sternchen08

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
werweiß
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 10x hilfreich)

Zitat (von Sternchen08):
Nachdem die eingesetzten Implantate jetzt zum 3. Mal wieder nicht eingewachsen waren und raus mußten, ist der Chirurg verärgert. Ein weiteres Mal will er keine kostenlose Leistung mehr übernehmen.


Dann war der Kieferchirurg aber großzügig, wenn er nichts berechnet. Für seine Arbeit schuldet er keinen Erfolg und dies wird in aller Regel auch vor der OP kommuniziert.

Kann es vielleicht eher an der Anamnese des Bekannten liegen. Krankheiten, Medikamente und auch die Mundhygiene spielen da eine große Rolle.

Bei der Krankenkasse braucht man eigentlich nicht fragen. Ich empfehle eher den Patientenservice der Landeszahnärztekammer.

Zitat (von Sternchen08):
die Arbeit seines Behandlers, der offenbar wenig oder keine Erfahrung mit Implantologie hat, überprüfen lassen kann?


Zahnärzekammer oder 2. Meinung von anderem Kieferchirurg. Nur mit der Behauptung, der Operateur hätte keine Ahnung wäre ich zurückhaltend.

2x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118451 Beiträge, 39575x hilfreich)

Zitat (von Sternchen08):
Gespräch bzw. Schreiben an seine GKV mit Schilderung des Sachverhaltes als erstes?

Kommt ganz darauf an, ob die GKV da überhaupt involviert ist.



Zitat (von Sternchen08):
Ein weiteres Mal will er keine kostenlose Leistung mehr übernehmen.

Verständlich.
Warum auch weitere nutzlose Versuche unternehmen, zumal er sich damit eventuell sogar noch strafbar machen würde.



Zitat (von Sternchen08):
Ist es heute noch so, dass der Patient die Arbeit seines Behandlers, der offenbar wenig oder keine Erfahrung mit Implantologie hat, überprüfen lassen kann?

Selbstverständlich ist das noch so.
Allerdings ein recht komplexes Thema, dass man als Laie ohne versierte Fachleute wohl kaum hinbeomen wird.



Das
Zitat (von Sternchen08):
der offenbar wenig oder keine Erfahrung mit Implantologie hat

wurde festgestellt durch wen konkret mit welcher Kompetenz genau?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Sternchen08
Status:
Praktikant
(620 Beiträge, 194x hilfreich)

Ich bedanke mich bei allen, die mir hier in dieser Sache geraten haben.

Werde mich mit meinem „Betreuten" in Ruhe damit beschäftigen.

Es ist mir eine große Hilfe, hier den ein und anderen Gedanken erfahren zu haben, den ich selbst nicht hatte.

Selbstverständlich werde ich mich hüten, zu behaupten, dass der Herr in Weiss in Sachen „Implantate" evtl. keine Ahnung hat.

Ich bin seit 2010 Mitglied im Forum und greife immer gerne auf die Meinung der anderen Foristen zu. Früher habe ich selbst aktiv geraten. Da meine Themen abgeschlossen sind, bin ich seltener hier unterwegs.

Signatur:

Beste Grüße
das sternchen08

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31492 Beiträge, 5569x hilfreich)

Zitat (von Sternchen08):
Ich glaube, dass bei einer Implantatarbeit die GVK gar nichts bezahlt, oder?
Das war nicht so und ist noch immer nicht so. Zur Implantatarbeit gehört mehr als nur das Implantat.
Der behandelnde Kieferchirurg oder Zahnarzt erstellt iaR einen HKP (Heil-und Kostenplan), diesen legt der Patient oder der Ehrenamtler/Bevollmächtigte der GKV vor.
Diese nennt dann den GKV-Anteil für den Zahnersatz (Festkostenzuschuss) ---den Rest zahlt der Patient.
Zitat (von Sternchen08):
Es ist also rein theoretisch möglich, dass es zu einer allergischen Reaktion kommt?
Ja. Auch praktisch. Mit fast 80 ist es mE auch ohne Allergieverdacht riskant, noch Implantate zu setzen.

So ähnlich wie bei alten Bäumen: Da gibt vermutlich kein Gärtner mehr eine *Anwachsgarantie* .

www
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen keine Kosten für Zahnimplantate. Sie bezuschussen jedoch den Zahnersatz, der auf dem Implantat befestigt wird. Der Festzuschuss beträgt 60 Prozent der Regelversorgung. Bei einem fehlenden Zahn sieht die Regelleistung eine Brücke vor.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6195 Beiträge, 1483x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Darf ich fragen, warum der Kieferchirurg das bisher kostenlos gemacht hat? Auch *Reparaturen* zahlt uU die KK.

Gewährleistung.

"Sind Sie gesetzlich versichert, muss Ihnen Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin bei Mängeln innerhalb der ersten zwei Jahre kostenfrei die Füllung oder den Zahnersatz erneuern oder ihn wiederherstellen (gesetzliche Gewährleistung)."
https://www.patientenberatung.de/de/informationen/recht/zahnaerztliche-gewaehrleistung

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118451 Beiträge, 39575x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
"Sind Sie gesetzlich versichert, muss Ihnen Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin bei Mängeln innerhalb der ersten zwei Jahre kostenfrei die Füllung oder den Zahnersatz erneuern oder ihn wiederherstellen (gesetzliche Gewährleistung)."
https://www.patientenberatung.de/de/informationen/recht/zahnaerztliche-gewaehrleistung

Das hat nur leider rein gar nichts mit der Rechtslage in DE zu tun ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
werweiß
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 10x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen keine Kosten für Zahnimplantate. Sie bezuschussen jedoch den Zahnersatz, der auf dem Implantat befestigt wird. Der Festzuschuss beträgt 60 Prozent der Regelversorgung. Bei einem fehlenden Zahn sieht die Regelleistung eine Brücke vor.
Signatur:


Bitte nicht irgendetwas behaupten, wenn mann davon keine Ahnung hat und die Grundlagen der Berechnungen nicht kennt.


Zitat (von Anami):
Das war nicht so und ist noch immer nicht so. Zur Implantatarbeit gehört mehr als nur das Implantat.
Der behandelnde Kieferchirurg oder Zahnarzt erstellt iaR einen HKP (Heil-und Kostenplan), diesen legt der Patient oder der Ehrenamtler/Bevollmächtigte der GKV vor.


Das sind bei einem GKV-Patienten zwei verschiedene Dinge. Und natürlich bekommt i.d.R. einen Kostenvoranschlag und einen Heil- und Kostenplan. Die haben nämlich völlig unterschiedliche Rechtsgrundlagen.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31492 Beiträge, 5569x hilfreich)

Zitat (von werweiß):
Bitte nicht irgendetwas behaupten,
Diese Behauptung habe ich lediglich abgeschrieben...aus dem www. ...schrieb ich doch dazu. :wink:

auch wenn nicht alles stimmt, was im www steht... was stimmt denn an diesem Satz nicht?
Ja, es können bis zu 75%... und es kommt immer drauf an.

Zitat (von werweiß):
Das sind bei einem GKV-Patienten zwei verschiedene Dinge.
Was sind 2 Dinge?
Was ist denn für die TE noch unklar ?

Dass es keine 3malige kostenlose Reparatur war, ist ja schon hinreichend erklärt.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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