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Einbürgerung mit Unterbrechung Aufenthalt

 Von 
so499384-14
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Einbürgerung mit Unterbrechung Aufenthalt

Hallo,

Ich war in Deutschland als Master Student von 2009 bis 2013. dann bin ich gegeangen in die Heimat. am 2015 bin ich nochmal nach Deutschland gekommen. Jetzt arbeite ich ... Meine frage ist ... Kann die frühere Aufenthalte angerechnt werden? Ich habe gelsen in Staatsangehörigkeitsgesetz :

Hat der Ausländer sich aus einem seiner Natur nach nicht vorübergehenden Grund länger als sechs Monate im Ausland aufgehalten, kann die frühere Aufenthaltszeit im Inland bis zu fünf Jahren auf die für die Einbürgerung erforderliche Aufenthaltsdauer angerechnet werden.

Soll ich mit einem Rechanwahlt sprechen ... weil der Einbürgerung Mitarbeiter sehr Arrogant und er Versteht diesen rechtlichen Absatz nicht.

Beste Grüße

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Einbürgerung Deutschland


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Felicite
Status:
Praktikant
(802 Beiträge, 1119x hilfreich)

Das Zitat aus § 12b StAG macht die Anrechnung eines Voraufenthalts möglich, die Anrechnung ist aber nicht zwingend ( "..., kann die frühere Aufenthaltszeit im Inland ... angerechnet werden." ).

Bei der Anrechnung von Aufenthaltszeiten zum Studium gibt es noch Besonderheiten. Hier ist die Frage, wann ein Aufenthalt zum Studium ein "gewöhnlicher Aufenthalt" ist. Hier geht es darum, ob ein Aufenthalt auf Dauer geplant war. Da es heutzutage im Gesetz die Möglichkeit gibt, im Anschluss an das Studium direkt zu bleiben, wird es in der rechtlichen Beurteilung befürwortet, dass der Aufenthalt zum Studium als "gewöhnlicher", weil auf Dauer angelegter Aufenthalt gelten kann. Wenn jemand hier studiert und nach dem Abschluss zum Arbeiten bleibt, sollte es mittlerweile keine Probleme geben, die Studienzeit als gewöhnlichen Aufenthalt anzuerkennen.

Das Problem im genannten Fall: Nach dem Studium wurde der Aufenthalt hier beendet. Da kann man nur schwerlich argumentieren, dass der Aufenthalt zum Masterstudium auf Dauer angelegt war. Wenn es einen evtl. Rechtsstreit geben sollte, ob die Einbürgerungsbehörde richtig handelt, wenn sie die Aufenthaltszeit zum Studium nicht anrechnet, hat sie hier auf jeden Fall ein starkes Argument auf ihrer Seite. Wie gesagt: Die Einbürgerungsbehörde "kann" Voraufenthaltszeiten anrechnen, muss es nicht. Ein Bewerber hat aber einen Anspruch darauf, dass die Behörde ihr Ermessen korrekt ausübt. Also, dass Entscheidungen nicht willkürlich getroffen werden.

Zitat (von so499384-14):
Soll ich mit einem Rechanwahlt sprechen ... weil der Einbürgerung Mitarbeiter sehr Arrogant und er Versteht diesen rechtlichen Absatz nicht.

Mit dem Vorwurf "arrogant" sollte man vorsichtig sein. Es kann gut sein, dass der Mitarbeiter der Einbürgerungsbehörde dasselbe vom Bewerber denkt. Und wie gesagt: Es gibt gute Argumente gegen eine Anrechnung. Wenn dir die Anrechnung und die möglichst frühe Einbürgerung wichtig ist, kann es nicht schaden, dir von einem Rechtsanwalt Rat zu deinem konkreten Fall einzuholen. Da Einbürgerung Ländersache ist, gibt es hier auch mitunter regional unterschiedliche Rechtsauslegungen und das kann bei Ermessensentscheidungen wie hier Gewicht haben.

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#2
 Von 
so499384-14
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antwort ...



Mit dem Vorwurf "arrogant" sollte man vorsichtig sein. Es kann gut sein, dass der Mitarbeiter der Einbürgerungsbehörde dasselbe vom Bewerber denkt.

Ich war sehr nett zu ihm,Ich habe mit allem Respekt zu ihm gesprochen
Was soll ich jetzt machen ?

soll ich einen Brief schreiben?
Soll ich mit einem Anwalt sprechen?
oder direkt beantragen ?

Vielen Dank und einen schönen Abend

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