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Verlust der Deutschen Staatsbürgerschaft?

 Von 
guest-12318.10.2010 10:47:51
Status:
Beginner
(123 Beiträge, 35x hilfreich)
Verlust der Deutschen Staatsbürgerschaft?

Hallo,

folgender Fall:

Eine Mutter aus dem Ausland (kein EU-Land) heiratet einen Deutschen.
Während der Ehe werden 2 Kinder geboren.
Das zweite Kind wurde nicht von dem Ehemann gezeugt, dieser hat die durch die Ehe automatisch bestehende Vaterschaft nie beanstanded, wusste jedoch, dass er nicht der leibliche Vater ist.
Die Eltern trennten sich, die Scheidung läuft noch.
Wegen des dt. "Vaters" hat das zweite Kind automatisch die dt. Staatsbürgerschaft erhalten. Nun hat der "Vater" die Vaterschaft angezweifelt, es gibt in wenigen Wochen einen Prozess. Die Mutter wird die Wahrheit sagen: Ja, er ist nicht Vater.

Was bedeutet dies für das Kind (2 Jahre)? Verliert es die dt. Staatsbürgerschaft? Falls ja: Wird es dann die Staatsbürgerschaft der Mutter bekommen?
Was hat das noch für Folgen, bzw. hat es Folgen für das Kind (außer den unterhaltsrechtlichen)?
Das Kind ist so auch über den "Vater" familienversichert (KV)- ändert sich da was?

Viele Grüße!!

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Staatsbürgerschaft Kind Vater


5 Antworten
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#2
 Von 
guest-12318.10.2010 10:47:51
Status:
Beginner
(123 Beiträge, 35x hilfreich)

Hallo Saxonicus,

das Kind wird in der kommenden Woche 2, der "Vater" hat vor etwa 6 Wochen die Vaterschaft angefochten.

Das Kind hat "nur" einen deutschen Pass, die Mutter kommt aus der DomRep. Der leibliche Vater kommt ebenfalls aus der DomRep, das Kind wurde während eines Heimaturlaubes gezeugt.

Wird das Kind die dt. Staatsangehörigkeit verlieren? Was hat das für Folgen?

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#4
 Von 
guest-12318.10.2010 10:47:51
Status:
Beginner
(123 Beiträge, 35x hilfreich)

Oh je, klingt ganz schön kompliziert ... der Vater weiß, dass er nicht der leibiche Vater ist, seit die Mutter schwanger aus einem Uralub aus der DomRep zurück kam- die Ehe war bereits "zerrüttet", 1 Jahr nach der Geburt des Kindes haben die Eltern sich auch räumlich getrennt.

Ich weiß über Gesetze der DomRep leider garnichts ...

Die Mutter lebt meines Wissens erst seit etwa 5 oder 6 Jahren in D.

In diesem Monat findet die Verhandlung statt (wegen der Vaterschaft). Ich werde dann hier darüber informieren, was dabei heraus gekommen ist.

Gannz lieben Dank für die hilfreichen Infos!!


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#5
 Von 
DerRaecher
Status:
Praktikant
(633 Beiträge, 429x hilfreich)

quote:
Wenn die 2 Jahresfrist noch nicht abgelaufen ist und damit der Vaterschaftsanfechtung stattgegeben wird, bleibt das Kind nur Staatsangehöriger der Dominikanischen Republik.

Wenn die Mutter (bei Geburt des Kindes) schon 8 Jahre hier war, jetzt also 10 Jahre, wird zu prüfen sein, ob statt des Abstammungserwerbs ein Geburtserwerb nach § 4 Abs. 3 StAG eingetreten ist.

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