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Arglistige Täuschung Vorgeworfen.

3.10.2019 Thema abonnieren Zum Thema: Auto Fahrzeug
 Von 
Noah Hansen
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Arglistige Täuschung Vorgeworfen.

Guten Tag,ich stehe Aktuell vor einem Problem und hoffe hier etwas Hilfe und Rat zu bekommen:

Ich habe am 08.09.2019 meinen alten Wagen (Jeep) für 2600€ bzw 1000€ Anzahlung und 1600€ Restbetrag fällig Ende 09.2019 Verkauft,grund hierfür ist das das Auto mehrere Mängel an Klimaanlage und der Elektrik an der Lüftung im Motorraum hatte und kleinteilen hatte,sowie einen Verozgenen Kotflügel vorne Rechts aufgrund eines Unfalls. Die 1600€ Sollten dem Käufer genügen das Fahrzeug den Monat über zu Reparieren,der Brief bliebe bei mir bis zur Vollen erstattung des Kaufpreises. Alles Festgehalten im Kaufvertrag von Mobile.de.
Die Kennzeichen durfte er behalten und zur Heimfahrt benutzen,auch im Vertrag Festgehalten das er das Auto zeitig Abmelden müsse (was nicht möglich war da der Brief ja bei mir Blieb,das wussten wir aber bis dato nicht...)
Zu sagen ist noch:
Das Fahrzeug hat im Februar TÜV bekommen,mit dem Geringen mangel
-Motor Ölfeucht
-Getrtiebe Ölfeucht
(fahrzeug ist von 1999)

Zum Kauf: Der käufer kam mit einer weiteren Person,ich hatte auch jemanden dabei - Es gibt also Zeugen.
Der Käufer hat vor dem Kauf KEINE Probefahrt getätigt,sich das Auto nur innen und Außen angeschaut und auf mein zeigen hin auch mal den Motorraum. Drunter geschaut hat er nicht.

5 Tage nach dem kauf Habe ich ihm geschrieben ob alles Okay sei,das beantwortete er mit
"Bis jetzt alles ok"

Und gegen ende des Monats kam dann ein Anruf(an einem Freitag),in dem er sagte er hat das Fahrzeug zu einer Werkstatt gebracht,und diese hat ihm Haufenweise mängel aufgelistet. Daraufhin fragte er ob ich das Auto zurücknehmen würde,es bei dem Preis von 1000€ Belassen würde etc. Ich sagte ihm ich könne das nicht da das geld ja auch schon Notwendig und Verplant sei. Wir einigten uns darauf das er dann das Wochenende über nochmal mit seiner Frau spricht,und sich Montags melden würde.

An dem Montag habe ich dann morgens um nochmal Klar zu machen das ich das Geld benötige Folgende nachricht an ihn Gesendet:
Also,mit dem heutigen Tag endet der Monat daher will ich nochmal bitten das sie mir das Geld überweisen..

Kontoinhaber
iban:
DEXXX
BIC:
XXX

Sind die Kontodaten,sobald das geld da ist bekommen sie auch den Brief..
Danach stehe ich auch weiter gerne für fragen zur Verfügung.

Mfg

und abends kam dann von seiner Frau nurnoch:

Hallo das Auto ist nicht fahrbereit durch folgende Mängel Getriebe undicht verliert Getriebeöl ölwanne undicht Schrauben fehlen von der Ölwanne Elektrik im Motorraum Katastrophal Gefahr durch Brand gaszug klemmt Getriebe schaltet nicht richtig sollten wir da keine Einigung finden können entweder du nimmst das Auto zurück und gibst uns das Geld oder wir beheben den Schaden und es bleibt bei 1000 € sollte ich bis Montag nichts hören werde ich ein offizielles Guthaben erstellen lassen und mich an den Anwalt wenden

Wie gesehen so gekauft gibt es nicht das Fahrzeug wurde unter falschen Tatsachen verkauft


So,nun habe ich das Problem das ich von den Fehlern entweder nichts wusste,zumindest was Getriebe und Motor Angeht,und das auto noch Tage davor Gefahren Wurde(Nicht nur von mir sondenr auch von dem Oben beschriebenem Zeugen) und wir beide Davon Nichts bemerkt haben.

Und was Elektrik angeht habe ich beim Kauf noch gesagt ich wollte eigentlich diese neu machen,komme aber Zeitlich (der grund wieso ich das Auto letztendlich auch verkauft habe) nicht dazu.

Das Zum sachverhalt,zu sagen ist noch das ich das auto schon 400€ billiger verkauf habe als eigentlich Inseriert,da ich eben nichtmehr dazu gekommen bin diese mängel selbst beheben zu lassen/zu beheben.

Ich hoffe auf einige Hilfreiche tipps, ich habe vor wenigen Tagen eine Rechtsschutz abgeschlossen,weiss also nicht ob diese in diesem Fall schon greift,daher möchte ich natürlich auch die für mich Kostengünstigste lösung finden.

Lg

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Auto Fahrzeug


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71963 Beiträge, 32503x hilfreich)

Zitat (von Noah Hansen):
Alles Festgehalten im Kaufvertrag von Mobile.de.

Und was genau steht da?

Die gesetzliche Sachmängelhaftung wurde ausgeschlossen?




-- Editiert von Harry van Sell am 03.10.2019 18:18

Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7443 Beiträge, 2588x hilfreich)

Der Vorwurf der arglistigen Täuschung bezieht sich auf die Elektrik?
Deren Mangel war Dir vor dem Verkauf bekannt?
Du hast deswegen einen Preisnachlass von 400 € gewährt und das auch genau so im Kaufvertrag vermerkt.

Motor/Antrieb (Getriebe) Oelverlust war Dir aufgrund der Prüfung zur Hauptuntersuchung bekannt. Du hast dem Käufer den Prüfbericht, der den entsprechenden Hinweis enthält vor der Vertragsunterzeichnung gezeigt oder ihn in anderer Art beweisbar auf den Dir bekannten Sachmangel hingewiesen?

Wenn Du alle Fragen mit Ja beantworten kannst, musst Du dir keine Sorgen machen, denn dann hast Du vertragsrechtlich alles richtig gemacht und der Vorwurf der arglistigen Täuschung geht ins Leere.

Zitat (von Noah Hansen):
So,nun habe ich das Problem das ich von den Fehlern entweder nichts wusste,zumindest was Getriebe und Motor Angeht

deckt sich nicht mit
Zitat (von Noah Hansen):
Motor Ölfeucht
-Getrtiebe Ölfeucht

Bleib besser bei der Wahrheit

Zitat (von Noah Hansen):
ich habe vor wenigen Tagen eine Rechtsschutz abgeschlossen,weiss also nicht ob diese in diesem Fall schon greift
Vermutlich nicht, da der Fall vor dem technischen Vertragsbeginn liegt. Aber ein Blick in die AVB verschafft Klarheit.

Zitat (von Noah Hansen):
daher möchte ich natürlich auch die für mich Kostengünstigste lösung finden.

Bei Deiner Linie bleiben, wenn Deine Aussagen stimmen oder auf das Rücknahmeangebot eingehen, wenn etwas nicht stimmt. Aber beurteile es auch für Dich sachlich, s. oben zum Oelverlust.

Berry

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#3
 Von 
fb367463-2
Status:
Senior-Partner
(6729 Beiträge, 2773x hilfreich)

Und für's nächste Mal :

So alte Karren immer und ausnahmslos gegen den VOLLEN KAUFPREIS abgeben. Niemals nie nicht gegen Ratenzahlung. Warum, wissen Sie jetzt selbst : weil sich im Nachhinein IMMER was anders Karre finden lässt, mit dem man Sie unter Druck setzen kann.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#4
 Von 
Noah Hansen
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Da bedanke ich mich schonmal!
@Harry van Sell
Genau,im Kaufvertrag wird jegliche Sachmängelhaftung ausgeschlossen.

@Sir Berry
Den preisnachlass habe ich leider nicht direkt im Kaufvertrag festgehalten,das Auto war für 3000€ inseriert,am telefon (schon beim Ersten Anruf des damals interessenten)sagte ich dann das es noch dabei mängel Gäbe und erwähnte diese auch nochmal beim Kauf als die motorhabe offen warumd ich dem Kunden wie oben beschrieben auch den Motorraum gezeigt habe.

Alles andere kann ich mit Ja beantworten.
Ich habe allerdings den Tüv bericht in dem eben die Mängel
-Motor ölfeucht
-Getriebe ölfeucht
aufgeführt sind dem Kunden mitgegeben und das nicht im kaufvertrag festgehalten ich depp... Allerdings kann mein Zeuge das wenn nötig wie man so schön sagt „Unter eid" aussagen das er den Bericht bekommen hat.

Und ja,nochmal werde ich nicht so naiv sein etwas ohne vollen kaufpreis wegzugeben!

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#5
 Von 
NaibaF123
Status:
Praktikant
(788 Beiträge, 115x hilfreich)

Zitat (von Noah Hansen):
und 1600€ Restbetrag fällig Ende 09.2019

Je nachdem wie genau das Formuliert war, befindet sich der Verkäufer jetzt bereits in Verzug - oder eben noch nicht. Mein Vorgehen wäre dann also:

- Den Käufer nachweisbar, schriftlich unter Fristsetzung zur Bezahlung des Restbetrages auffordern und ankündigen, die Sache bei negativem Ausgang auf Kosten des Käufers gerichtlich einzuklagen.
- Bei negativem Ausgang einen Anwalt mit Wahrung der Interessen beauftragen.

Der erste Punkt ist dabei optional, je nach Ergebnis der obigen Fragestellung. Wenn es jetzt auf die zwei Wochen mehr oder weniger nicht ankommt (Hinweis: wenn der Käufer nicht freiwillig zahlt, läuft man dem Geld idR noch Monate hinterher), würde ich eine Frist setzen. Einfach zur Sicherheit.

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#6
 Von 
Noah Hansen
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

@NaibaF123

Das ist bereits in Arbeit,ich kenne jemanden der mir so ein schreiben heute aufsetzt und das geht dann Direkt ber Einschreiben zum käufer,damit wenigstens schonmal der verzug da ist,da ja alle weiteren gebühren und evtl auch Verzugszins(?) auf seine kappe gehen. Nur machts mir halt sorgen das sein Rechtsverdreher sich sonst was ausdenkt und es am Ende aussage gegen Aussage steht,und ich nicht weiss wie ich beweisen kann das ich etwas NICHT gewusst bzw nichts wissentlich verschwiegen habe...

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#7
 Von 
Noah Hansen
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

@NaibaF123

Das ist bereits in Arbeit,ich kenne jemanden der mir so ein schreiben heute aufsetzt und das geht dann Direkt ber Einschreiben zum käufer,damit wenigstens schonmal der verzug da ist,da ja alle weiteren gebühren und evtl auch Verzugszins(?) auf seine kappe gehen. Nur machts mir halt sorgen das sein Rechtsverdreher sich sonst was ausdenkt und es am Ende aussage gegen Aussage steht,und ich nicht weiss wie ich beweisen kann das ich etwas NICHT gewusst bzw nichts wissentlich verschwiegen habe...

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#8
 Von 
NaibaF123
Status:
Praktikant
(788 Beiträge, 115x hilfreich)

Zitat (von Noah Hansen):
und ich nicht weiss wie ich beweisen kann das ich etwas NICHT gewusst bzw nichts wissentlich verschwiegen habe...

Du hast die Sachmängelhaftung durch Nutzung der mobile-Vorlage korrekt ausgeschlossen. Insofern liegt der Ball beim Gegner, dir nachzuweisen, dass du einen Schaden arglistig verschwiegen hast. Nicht umgekehrt,

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#9
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7443 Beiträge, 2588x hilfreich)

Zitat (von Noah Hansen):
Nur machts mir halt sorgen das sein Rechtsverdreher sich sonst was ausdenkt und es am Ende aussage gegen Aussage steht,und ich nicht weiss wie ich beweisen kann das ich etwas NICHT gewusst bzw nichts wissentlich verschwiegen habe...

Man könnte auch Rechtsanwalt schreiben, denn der gute Mann prüft den Sachverhalt auf Fehler, Deine Fehler um im Sinne seines Mandanten einen Erfolg zu erzielen.

Dass auch Du Fehler gemacht hast / es hättest besser im Sinne von rechtssicherer machen können, steht außer Frage. Die Auflistung aller Dir bekannten Mängel im Kaufvertrag und/oder in der Anzeige hätte Dich vor diesem Dilemma bewahrt.
Fraglich bleibt, wie sich diese Fehler auswirken.
Und es geht auch nicht um Aussage gegen Aussage, sondern um die Glaubwürdigkeit der Argumentation.

Bei Motor, Antrieb, Oelverlust sehe ich Dich durch den Bericht der Hauptuntersuchung in einer guten Position.
Bei der Elektrik eher in einer bescheidenen, denn die Preisreduzierung kann auch ganz einfach das Ergebnis der Verhandlungen sein. Insoweit wäre eine Einigung ohne Anwalt und Gerichtsverfahren möglicherweise sinnvoller als das starre Beharren auf der eigenen Position. Aber dass must Du selbst wissen, und es hängt natürlich auch davon ab, wie verhandlungsbereit der Käufer ist. Oder - als Alternative - Du behebst den Sachmangel an der Elektrik.

Alles andere ist weil Du dann klagen musst mit einem hohen Kostenrisiko verbunden. Ich würde es nur eingehen, wenn ich mir absolut sicher wäre, das ich alle Argumente entkräften kann.


Entscheiden musst Du.

Berry

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