Auto Kaufvertrag

24. März 2016 Thema abonnieren
 Von 
Joalin
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Auto Kaufvertrag

Hallo!
Es geht bei meiner Anfrage um das Schweizer Recht - vielleicht weiss jemand doch Bescheid!
Ich habe im Juni 2014 einen Kaufvertrag für einen Peugeot 208 mit einem Garagisten abgeschlossen. Er bot mir an, dass ich das Auto privat bei Ihm abzahlen darf – innert 2 Jahren mit einem Zins von 7.55. Ich habe jeden Monat das Auto regelmässig bezahlt mit Fr. 816.00. Er hatte mir damals verschwiegen, dass er nur 3 Zylinder hat und ich fuhr das Auto nie gerne deswegen. Nun vor 2 Wochen hat mich der Garagist angerufen und meinte, ich würde auf der obersten Stelle stehen, dass er mir ein neues Fahrzeug verkaufen wolle, ich hätte ja im Mai 2016 die letzte Rate fertig. Es kam dann kürzlich zum Verkaufsgespräch in der Garage bei ihm. Ich habe ihm gesagt, dass ich an einem Eintausch grundsätzlich interessiert sei, sofern das neue Auto weiss sei und mindestens 4 Zylinder sowie 150 PS habe. Er meinte, er finde sicher was. Dann stellte er mir einen neuen Peugeot schwarz vor, den er mir schmackhaft machen wollte. Als er merkte, dass ich aufgrund der Farbe nicht so begeistert war, begann er alle Register zu ziehen, mir als Frau Komplimente zu machen. Das habe ich sogar verstanden, dass er als Verkäufer anfängt mit mir zu flirten, aber er hat immer mehr die Grenzen zwischen Privat und Beruf vergessen. Wir waren während 3 Stunden ganz allein in der Garage und er wollte mit mir eine Probefahrt machen. Ich fuhr das Auto also aus der Garage, er war Beifahrer. Das Auto war ganz okay zu fahren, aber es hat mich jetzt nicht sofort überzeugt. Als wir zurückfuhren sagte er in einem Waldstück, ich solle an einer Ausweichstelle kurz anhalten. Da kam er mir auf einmal etwas näher und meinte, dass er mir was sagen müsse. Er hätte nachts geile Gedanken an mich und schaute mich dabei fordernd an. Ich war ziemlich perplex und wusste überhaupt nicht was ich sagen sollte. Dann berührte er mich am Bein und wollte mich küssen. Aber ich wollte das nicht. Ich war durcheinander, fuhr dann zurück zur Garage. Dort sagte ich ihm, dass ich Zeit brauche, um eine Entscheidung zu treffen betreffend des Autos, er meinte, ich bekäme diese Rabatte und Prämien aber nur noch bis zur Frühlingsausstellung. Dann schrieb er mir seine private Mailadresse auf, ich solle ihm nur privat mailen und ihm meine Entscheidung wissen lassen, er sei als Verwaltungsratspräsident hier tätig und seine Geschäftsführer bräuchten nicht zu wissen, welchen Vertrag wir aushandeln. Nach drei Stunden verliess ich das Geschäft. Ich konnte die darauffolgende Nacht nicht schlafen, mich hat das alles sehr belastet und ich schrieb ihm eine Mail, dass ich noch mehrere Tage benötige, um ihm meinen Entscheid wissen zu lassen. Daraufhin kam sofort eine Mail von ihm zurück, in der er seine Handynummer hinterliess und mir schrieb, ich dürfe ihm immer anrufen.
Am Montagnachmittag ging ich in die Firma und wollte ihm für den Kauf persönlich absagen. Da noch andere Mitarbeiter da waren, hat er die Bürotüre zugemacht, was er sonst nie tat. Als ich ihm sagte, dass mich das schwarze Auto nicht so begeistert, machte er mir noch mehr Prozent und begann wieder auf Teufel komm raus mit mir zu flirten, wie hübsch ich und er sei so nervös wegen mir sei und er das ganze Wochenende nachts von mir «nasse Träume» gehabt hätte und jetzt würde er gleich Konkurs gehen, bei so vielen Rabatten, etc. Ich gebe zu, ich war naiv und bin auf sein Verhalten und Worte reingefallen, das weiss ich jetzt im nachhinein, seine Aussagen waren zum Teil sehr unter der Gürtellinie, ich bin eher eine schüchterne Frau und traute mich nicht, ihn zurechtzuweisen. Er hat mich total geblendet mit seiner Art und leider hat mir das ein bisschen geschmeichelt, das bereue ich jetzt. Dann unterschrieb ich den Vertrag wohl im Taumel der Gefühle – er meinte, er werde jetzt noch eine Tageseinlösung machen für das Auto, damit er mir noch mehr Prämie ja geben könne, dann könne ich das Auto erst am Mittwoch holen, aber das dürfe er mir gar nicht sagen, denn so ein Deal mit Peugeot sei streng geheim und dürfe niemand wissen und gehe eine Kundin nichts an, aber er sei mir völlig verfallen, er würde alles für mich tun. Dann kam er mir wieder so nah und wollte mich nochmals küssen, aber ich verschwand aus dem Büro und war wie man mir dann draussen sagte, wohl kreidenbleich gewesen. Es ist wohl so, dass ich viel zu wenig Selbstbewusstsein hatte, ich war hin und weg über seine Art und er meinte, er hätte das wirklich persönlich alles so gemeint. Am Abend schrieb ich ihm eine Whatsapp Nachricht und fragte ihn, ob das nicht doch alles nur Taktik gewesen sei, dass ich das Auto kaufe – und von da an kam von ihm keine einzige Antwort mehr. Ich bin aus diesem Alptraum also erwacht und wusste, dass ich auf seiner Schleimspur nicht nur ausgerutscht bin, sondern dass ich mich habe von einem Blender reinlegen lassen. Sofort schrieb ich einen Widerruf des Vertrages (obwohl es das scheinbar im Schweizer Gesetz gar nicht gibt), den Widerruf aber hat er auch schriftlich bestätigt – aber für eine Aussprache war er nicht mehr bereit und sagte nur noch, dass ich das Auto nie mehr verkaufen könne. Was er damit meinte, wurde mir erst klar, als mir ein anderer Garagist sagte, dass in meinem Fahrzeugausweis der Code 178 eingetragen ist. Ich bin total enttäuscht. Es kann ja nicht angehen, dass er mich mit dem Code 178 nach allem noch weiterhin unter Druck setzt. Und eigentlich ist der Kaufvertrag doch noch gültig? Für einen juristischen Tipp wäre ich sehr dankbar.
LG, Joalin




2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
radfahrer999
Status:
Unparteiischer
(9029 Beiträge, 4894x hilfreich)

TL;DR
Was ist denn ein Garagist?

Signatur:

Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Joalin
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

EIne Person, die eine Autogarage führt, erst der Geschäftsinhaber

1x Hilfreiche Antwort

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