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Auto verkauft, käufer beschwert sich über felgen

11.1.2022 Thema abonnieren
 Von 
guest-12311.01.2022 22:57:52
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Auto verkauft, käufer beschwert sich über felgen

Hey leute,

ich hätte da ein kleines anliegen undzwar habe ich mein auto vor über 2 monaten privat verkauft und nichts verschwiegen, verheimlicht oder sonstiges
das auto ist top und der motor wurde auch regelmäßig gewartet. durch den tüv musste ich in dem einen jahr nicht da alles frisch gemacht wurde.

im inserat war alles beschrieben was gemacht wurde und was es für extra zubehör dazu gab.

gemacht wurde:

scheibentönung
leichte tieferlegung
sportauspuff (endtopf)

alles ABE frei da die teile fürs auto vorgesehen sind.

das auto war 12x bereift was auch im inserat drinnen stand,
die tieferlegung in der kombination mit den felgen sind eintragungspflichtig was ich dem käufer auch mitteilte, der käufer bestand jedoch darauf das auto so zu haben wie es da steht, ohne die restlichen felgen und ohne extras...
Genauso wie s da steht kann ichs ihm morgen bringen gegen einen Check oder Barzahlung, kennzeichen kann ich auch direkt mitnehmen sagte er.. den preis bin ich dementsprechend auch runter gegangen um 1000 euro.

nach über 2 monaten meldet sich der käufer jetzt schriftlich das ich ihm ein auto ohne betriebserlaubnis verkauft habe mit dem er nicht fahren darf. der Grund die felgen sind für einen 5er Bmw gedacht nicht für einen 3er.

er möchte von mir:
600 euro für die 4 neubezogenen reifen
200 euro für 4 neue gebrauchte felgen und
120 euro fürs eintragen beim tüv?

ihm kurz geschrieben habe ich mit der nachricht das ich verwundert sei das er doch das auto so wollte wie s da steht ohne den standart felgen..er antwortete salzig das wenn ich ihm das nicht geld nicht rückerstatte er zum anwalt geht ?

garantie hat er keine bekommen der Vertrag war von autoscout24 und die frist die er mir gesetzt war hat bis heut :')

endkaufpreis lag bei 7500 euro muss ich was befürchten? ich mein er wollte diese felgen haben. ihm gesagt hab ich auch alles

zeugen hat er keine und ich auch nicht, waren beide alleine da.

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12311.01.2022 22:57:52
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Schwarzerbeamer):
das auto war 12x bereift was auch im inserat drinnen stand


mit 3. verschiedenen felgen.

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#2
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(13707 Beiträge, 5363x hilfreich)

Zitat (von Schwarzerbeamer):
das auto war 12x bereift was auch im inserat drinnen stand,
Dann kann man von 12 erlaubten Felgen ausgehen
Das ist hier nicht der Fall. Der VK hätte Wissen müssen, dass die Felgen nicht eingetragen werden können.
Er schuldet verwendbare Felgen und den Ersatz für das Aufziehen der Reifen.
Der K kann Nachbesserung verlangen. Der VK muss nachbessern.

Signatur:

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#3
 Von 
guest-12311.01.2022 22:57:52
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Dann kann man von 12 erlaubten Felgen ausgehen
Das ist hier nicht der Fall. Der VK hätte Wissen müssen, dass die Felgen nicht eingetragen werden können.
Er schuldet verwendbare Felgen und den Ersatz für das Aufziehen der Reifen.
Der K kann Nachbesserung verlangen. Der VK muss nachbessern.


Also ist K im Recht und ich muss die rechnungen zahlen?

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#4
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13041 Beiträge, 8273x hilfreich)

Nicht unbedingt - aber Sie hätten das Auto in einem ordnungsgemäßen (= zugelassenen) Zustand liefern müssen.
Theoretisch hätten Sie sich als Verkäufer darum kümmern müssen.
Dass der Käufer selbst schon vollendete Tatsachen geschaffen hat, die Sie nun bezahlen sollen, ist eigentlich nicht richtig. Das hätte der Verkäufer nicht tun dürfen.
Auf der anderen Seite wird der Käufer das Argument der Arglist in Feld führen ("Sie als Verkäufer wussten, dass es Probleme geben wird und haben mit das Auto trotzdem verkauft.").
Es könnte evtl. taktisch geschickt sein, die Rechnungen zu bezahlen, um evtl. weiterem Ärger aus dem Weg zu gehen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#5
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(13707 Beiträge, 5363x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Dass der Käufer selbst schon vollendete Tatsachen geschaffen hat, die Sie nun bezahlen sollen, ist eigentlich nicht richtig. Das hätte der Verkäufer nicht tun dürfen.
Es steht nirgendwo, dass der K bereits neue Felgen gekauft hat. Bisher war von Forderungen die Rede aber noch nicht davon ob diese Anschaffungen bereits getätigt wurden oder nicht.


Zitat (von Schwarzerbeamer):
Also ist K im Recht und ich muss die rechnungen zahlen?
Nein, du musst nachbessern. Wie du das machst ist deine Sache. Du hast dem K gesagt, dass er die Felgen eintragen lassen muss. Das geht aber nicht, daher musst du hier Abhilfe schaffen. Wie...... das ist deine Sache, nicht die des K. Du musst lediglich den Kaufvertrag erfüllen. Der K darf im Gegenzug, wie drkabo auch bereits geschrieben hat aber eigentlich keine Leistung vorwegnehmen. Hat er die neuen Felgen denn schon angeschafft?
Du schuldest Felgen in der verkauften Größe die eintragungsfähig sind und Schadenersatz für das unnötige Auf- und Abziehen der neu gekauften Reifen. Die alten Felgen gehören dann natürlich dir, nicht dem K.

-- Editiert von -Laie- am 11.01.2022 13:30

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#6
 Von 
guest-12311.01.2022 22:57:52
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Auf der anderen Seite wird der Käufer das Argument der Arglist in Feld führen


Ich hab ihn aber darauf aufmerksam gemacht das dies nicht die originalen felgen sind und er jedoch bestand auf die felgen?

bin sehr verwirrt, Menschen abzuziehen kommt bei mir nicht in frage, preisnachlass gabs auch mehr als genug im vorfeld....

was gibts da für lösungen ohne die rechungen begleichen zu müssen? gibts da möglichkeiten?

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#7
 Von 
guest-12311.01.2022 22:57:52
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Hat er die neuen Felgen denn schon angeschafft?


er hat keine felgen gekauft sondern reifen bestellt..

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(95903 Beiträge, 36357x hilfreich)

Zitat (von Schwarzerbeamer):
er hat keine felgen gekauft sondern reifen bestellt..

Also hat einer von euch gelogen, entweder Du im Eingangsposting oder der Käufer ...
Die spannenden Fragen sind nun
1. wer hat gelogen?
2. Wenn es der Käufer war, wie könnte man es beweisen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#9
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(13707 Beiträge, 5363x hilfreich)

Zitat (von Schwarzerbeamer):
er hat keine felgen gekauft sondern reifen bestellt..
Oben hast du aber weiteres geschrieben:
Zitat (von Schwarzerbeamer):
200 euro für 4 neue gebrauchte felgen


Hat er diese also noch nicht gekauft?
Noch einmal: du schuldest Felgen in der entsprechenden Größe und Material sowie den Lohn für die nötige Ummontierung der neuen Reifen von den falschen auf die richtigen Felgen.


Zitat (von Schwarzerbeamer):
Ich hab ihn aber darauf aufmerksam gemacht das dies nicht die originalen felgen sind und er jedoch bestand auf die felgen?
Du hast ihm gesagt, dass man die Tieferlegung, durch diese Felgen, würde eintragen müssen!
Zitat (von Schwarzerbeamer):
die tieferlegung in der kombination mit den felgen sind eintragungspflichtig

Daraus ergibt sich automatisch, dass diese Felgen erlaubt seien. Das ist nicht der Fall, du hast ihm etwas Falsches mitgeteilt was dich sogar schadenersatzpflichtig macht. Die Nachbesserung hast du sowieso zu tragen.

Zitat (von Schwarzerbeamer):
bin sehr verwirrt, Menschen abzuziehen kommt bei mir nicht in frage
Genau das hast du mit der Falschinformation aber gemacht! Wenn das deiner eigenen Aussage für dich nicht in Frage kommt, dann sollte es ja kein Problem für dich sein Felgen zu beschaffen und die reifen wechseln zu lassen. Wo ist denn dann das Problem?

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#10
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13041 Beiträge, 8273x hilfreich)

Zitat:
Ich hab ihn aber darauf aufmerksam gemacht das dies nicht die originalen felgen sind und er jedoch bestand auf die felgen?

Haben Sie auch gesagt, dass die Felgen gar nicht eingetragen werden können?
Oder können die Felgen eingetragen werden?
Was haben Sie dem Käufer genau mitgeteilt? Und was davon können Sie beweisen?

Grundsätzlich kann der Käufer einen legalen Zustand des Autos erwarten, wenn nichts gegenteiliges vertraglich vereinbart wurde.
Wenn die Felgen eingetragen werden können, müssen Sie wahrscheinlich die Kosten dafür übernehmen.
Wenn die Felgen nicht eingetragen werden können, haben Sie ein größeres Problem, ganz besonders wenn Sie dem Käufer verschwiegen haben, dass die Felgen gar nicht eintragungsfähig sind.

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#11
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(13707 Beiträge, 5363x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Haben Sie auch gesagt, dass die Felgen gar nicht eingetragen werden können?
Oder können die Felgen eingetragen werden?

Ich hatte es am Anfang, so wie du wohl auch, auch falsch gelesen.
Er hat dem Käufer mitgeteilt, dass durch die Räder, die Tieferlegung würde eingetragen werden müssen!
Dass die Räder nicht verwendet werden dürfen, oder dass diese eingetragen werden müssen, davon war nie die Rede. Der Käufer kann also von ordnungsgemäßen, erlaubten Rädern ausgehen.

-- Editiert von -Laie- am 12.01.2022 14:35

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