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BMW gekauft von Privat, Hinterachse ausgerissen. Fahrzeug Verkehrsunsicher, Reparaturkosten 2000€

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 Von 
Floho1999
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
BMW gekauft von Privat, Hinterachse ausgerissen. Fahrzeug Verkehrsunsicher, Reparaturkosten 2000€

Hi, habe einen BMW 323Ci E46 gekauft, von einem KFZ Mechatroniker. Das Fahrzeug hat bei der Probefahrt gequietscht, wir haben vermutet, dass das an einer defekten Buchse lag. Der Vorbesitzer sagte zu mir, er habe das Auto gründlich durchgecheckt und den Grund des quietschens nicht gefunden.
Fahrzeug für einen Fairen Preis gekauft.
Nun habe ich mir das Auto angesehen auf einer Hebebühne- und was springt mir direkt ins Gesicht? Die Hinterachse ist ausgerissen, und jemand hat bereits dick eine Schicht Unterbodenschutz darübergesprüht, um es zu vertuschen. Das ist innerhalb von wenigen Sekunden sofort zu erkennen (offensichtlich). Für einen Fachkundigen, der sich den Wagen auf einer Hebebühne angesehen hat, wäre das unübersehbar. (Verkäufer)
Die Reparatur beläuft sich auf mindestens 1500€- eher 2000€.
Im Kaufvertrag hat der Verkäufer "keine Rückgabe oder Gewährleistung" geschrieben.
Der TÜV Prüfer, der sich in der Werkstatt befand, erklärte mir, dass das bei einer TÜV HU ein VU Mangel wäre. Damit wird das Auto stillgelegt, weil es Verkehrsunsicher ist. Das bedeutet, der Verkäufer hat mich wissentlich mit einem nicht verkehrstauglichem Fahrzeug nach hause geschickt.
Rückgabe akzeptiert er nicht.
Kann man hier von Betrug sprechen und lohnt es sich, dagegen juristisch vorzugehen? Der Kaufpreis betrug 1100€. Ich bin auf ein Auto angewiesen.

-- Editiert von Floho1999 am 26.09.2019 20:22

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Auto Fahrzeug Verkäufer Betrug


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81413 Beiträge, 33993x hilfreich)

Zitat (von Floho1999):
Fahrzeug für einen Fairen Preis gekauft.

Bedeutet, das Fahrzeug ist so wie es jetzt da steht 1100 EUR wert?



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Start4u
Status:
Schüler
(307 Beiträge, 119x hilfreich)

Wie liest man es hier oft so schön: „Dein Auto, dein Problem"

Jede deiner geäußerten Vermutungen müsstest du beweisen. Erstens, dass der Verkäufer von dem Schaden wusste. Zweitens, dass der Verkäufer den Schaden so stümperhaft selbst repariert hat. Drittens, dass er dich bewusst getäuscht hat.

Ist schwierig bis unmöglich. Allein die Tatsache, dass ein Fachkundiger den Schaden auf einer Hebebühne sofort erkannt hätte beweist nicht ob der Verkäufer das Fahrzeug jemals auf einer Hebebühne hatte noch das er ein Fachmann ist.

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#3
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7424 Beiträge, 2959x hilfreich)

Bei der Sachmängelhaftung wird auch keinen Unterschied zwischen Laie und Fachmann gemacht, sondern nur zwischen Gewerbetreibender oder Privatmann. Da es sich anscheinend um einen Privatverkauf handelt, dürfte der Spruch "Ihr Auto, Ihr Problem" zutreffen. Abgesehen davon, für 1100 € kann man eigentlich fast nur Schrott erwarten. Die Kiste ist ja mindestens 12 Jahre alt und vermutlich auch mit entsprechender Laufleistung gesegnet.

Und man hätte sich vorher informieren können - die Hinterachse ist bei diesem Modell eine bekannte Schwachstelle. Wer so ein altes Auto für den Preis ohne Gebrauchtwagencheck kauft, muss entweder vom Fach sein, in der Familie einen Kfz-Mechaniker samt Werkstatt haben oder viel Geld in der Tasche.

Signatur:"Valar Morghulis"
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#4
 Von 
radfahrer999
Status:
Richter
(8159 Beiträge, 4614x hilfreich)

Zitat (von Floho1999):
Nun habe ich mir das Auto angesehen auf einer Hebebühne
Das macht man VOR dem Kauf des Wagens

Ansonsten ist alles gesagt: Dein Auto, dein Problem. Wer einen Schrottwagen (uralt und verdammt billig) kauft darf sich nicht wundern, wenn er einen Schrottwagen bekommt.

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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