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Betrogen beim Autokauf - Händler

 Von 
dirkde123
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Betrogen beim Autokauf - Händler

Hallo allerseits,

ich bräuchte mal einen Einschätzung zu folgendem Sachverhalt.

Auto im Internet gefunden und mit dem vermeintlichen Händler einen Termin gemacht.
In der Verkaufsanzeige steht was von defektem Teil XXXX.

Hingefahren, Vertrag unterschrieben und mit dem Auto nach HAuse. Auto in Werkstatt gebracht, zwecks Reparatur. Hier stellt sich nun ein kapitaler Motorschaden heraus.

Kaufvertrag nochmals hervorgekramt, hier steht nun der Passus : Verkauf an gewerblichen Käufer unter ausschluß der Gewährleistung mit Motorschaden.

Käufer ist aber gar kein Gewerbetreibender und wurde auch nie dazu befragt. In der Verkaufsanzeige steht zwar bevorzugt an Händler oder Export, beim Verkaufsgespräch war aber nie die Frage danach.

Weiterhin taucht als Verkäufer im Vetrag plötzlich nicht der Autohändler, sondern wer anders auf. Auch hier wurde nichts von erwähnt, bzw. woher soll der Käufer das wissen. Auto wurde definitiv vom Autohandel eingestellt und auch die Verkaufsverabredungen wurden über die auf der Händlerseite angegebene Rufnummer geführt.

Ebenfalls muss dieser gravierende Mangel dem Verkäufer bekannt gewesen sein.

Fristen zwecks Wandlung des Vertrages, bzw. NAchbesserung sind alle fruchtlos verstrichen. Ebenfalls der letzte Hinweis, das das Auto im Falle des Nichtmeldens repariert wird.

Zusätzlich weißt das Fahrzeug nicht die in der Anzeige beschriebenen Eigenschaften aus. Kein Bremsassistent, Anzahl der Vorbesitzer angeblich drei, wobei beim letzten Eigentümer im Verkaufsvertrag bereits 4 Vorbesitzer stehen.

Ich denke hier liegt ein enormer Betrug vor, weiß das aber rechtlich nicht ganz einzuschätzen.

Wer kann mir freundlicherweise was dazu sagen.

Vielen Dank

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Händler Kaufvertrag Motorschaden Auto


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(72098 Beiträge, 32529x hilfreich)

Zitat (von dirkde123):
Auch hier wurde nichts von erwähnt, bzw. woher soll der Käufer das wissen.

Durch einfaches lesen hätte der Käufer sich das Wissen verschaffen können.
Macht er das nicht, ist das sein Problem.



Zitat (von dirkde123):
Auto wurde definitiv vom Autohandel eingestellt und auch die Verkaufsverabredungen wurden über die auf der Händlerseite angegebene Rufnummer geführt.

Das ist jetzt nicht unüblich, das die auch Vermittlungen durchführen.



Zitat (von dirkde123):
Ebenfalls muss dieser gravierende Mangel dem Verkäufer bekannt gewesen sein.

Logisch. Sonst hätte er den Mangel wohl kaum im Kaufvertrag erwähnen können.



Zitat (von dirkde123):
Zusätzlich weißt das Fahrzeug nicht die in der Anzeige beschriebenen Eigenschaften aus.

Wie kann man beweisen, das es der Wagen aus der Anzeige ist und nicht ein anderer?
Ist die Anzeige überhaupt Bestandteil der vertraglichen Vereinbarung geworden? Wie genau?



Zitat (von dirkde123):
Anzahl der Vorbesitzer angeblich drei,

Die Anzahl der Vorbesitzer ist nicht relevant.
Relevant wäre wie viele Eigentümer bzw. Halter das KfZ hatte.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
guest-12311.06.2018 09:37:31
Status:
Bachelor
(3694 Beiträge, 1379x hilfreich)

Zitat (von dirkde123):
Kaufvertrag nochmals hervorgekramt, hier steht nun der Passus :

Das steht nicht "nun" drin, sondern stand auch schon da, als der Käufer den Kaufvertrag unterschrieben hat.

Was im Kaufvertrag steht, ist fest vereinbart, insbesondere der Motorschaden. Der wäre also auch bei einem Verkauf von Händler an privat kein Mangel, für den der Händler haften müßte. Die vereinbarte Ausstattung ist ebenfalls die, die im Kaufvertrag steht.

Übrigens, wenn der Verkäufer schon in der Anzeige an Händler oder Export verkaufen will, ist auch dem technischen und juristischen Laien klar, daß das Fahrzeug erhebliche Mängel hat.

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#3
 Von 
little-beagle
Status:
Student
(2175 Beiträge, 1204x hilfreich)

Zum Motorschaden ist ja alles gesagt - aber VIELLEICHT gibt es eine GANZ KLEINE Chance den Wagen zurückzugeben, wenn wirklich wesentliche vertraglich zugesagten Eigenschaften fehlen. Aber den Kampf bzgl. des Motors ist das völlig falsche Schlachtfeld....

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#4
 Von 
guest-12311.06.2018 09:37:31
Status:
Bachelor
(3694 Beiträge, 1379x hilfreich)

Es würde mich sehr wundern, wenn der Verkäufer Dinge im Vertrag zugesichert hätte, die das Fahrzeug nicht hat. Warum sollte er das tun, außer wenn der Käufer drauf bestanden hätte? Der aber hat wohl den Vertrag nicht mal gelesen vor der Unterschrift.

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