Hallo,
ein Kind, 17 Jahre, hat gerade den Führerschein gemacht und nimmt nun am begleiteten Fahren Teil. Kind ist noch Schüler (bisher noch kein Eigenes Einkommen, aber ein Schülerjob mit geringem Einkommen wird in Kürze angestrebt). Kind möchte vom selbst gesparten erstes eigenes Auto kaufen. Kind lebt noch im Haushalt der Eltern. Kann dieses Kind die E-Autoprämie erhalten?
(die Eltern zusammen haben zuviel Einkommen für die Förderung. Aber sie wollen ja auch keine Förderung, sondern das Kind)
Und ja, es ist klar, dass man verhindern will, dass gut verdienende Eltern die Prämie abgreifen, indem sie das Auto "aufs Kind" kaufen. Das Auto soll hier aber wirklich komplett vom Kind gekauft und genutzt werden.
E-Autoprämie für Kind, das noch Zuhause wohnt
Zitat :Kind lebt noch im Haushalt der Eltern. Kann dieses Kind die E-Autoprämie erhalten?
Ich wette man erfährt es durch lesen der Förderbedingungen.
Zitat :Kind lebt noch im Haushalt der Eltern. Kann dieses Kind die E-Autoprämie erhalten?
Aufgrund der unbekannten Faktoren / Unwägbarkeiten ist das in Ermangelung hellseherischer Fähigkeiten nicht seriös zu beantworten. Insofern sollte man erst mal die Veröffentlichung der Förderrichtline abwarten.
Die Grenze - die aus der Gerüchteküche kommt - spricht zumindest von einer Grenze von 85.000 EUR in eurem Falle. Da niemand hier eure Steuerbescheides der letzten Jahre kennt, müsst ihr das selber ausrechnen, ob das passen könnte.
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Zitat :Die Grenze - die aus der Gerüchteküche kommt - spricht zumindest von einer Grenze von 85.000 EUR in eurem Falle.
Selbst wenn es unter der EUR Grenze wäre.
Welche E-Autos sind denn europäisch genug das sie überhaupt gefördert werden?
Zitat :Welche E-Autos sind denn europäisch genug das sie überhaupt gefördert werden?
Kommt halt darauf an, wie schnell das BMUV das ganze umsetzt. Es soll wohl eine Frist von sechs Monaten nach Inkrafttreten des "industriellen Beschleunigungsgesetz" (Industrial Accelerator Act (IAA)) geben ...
Zitat :Ich wette man erfährt es durch lesen der Förderbedingungen
Wenn es daraus hervorgingen, hätte ich nicht gefragt.
Wir haben hier einen Fall, der irgendwie durchs Raster fällt.
Wenn ein Elternteil die Prämie beantragen wollte, dann wäre klar, dass das Einkommen des Partners herangezogen würed und das Kind als förderfähig gilt (Prämie um 500€ höher). Die Beispiele im Netz sprechen auch immer von "gemeinsamen Haushalt" eines Paares, dessen Einkommen zusammen addiert wird, wenn einer davon die Prämie beantragt.
Hier will aber ein Kind ohne Einkommen und Partner die Prämie beantragen. Würde es alleine im eigenen Haushalt leben, hätte es Anspruch auf die Prämie.
Aber lebt es noch bei dem Eltern, wird es für deren zu hohes Einkommen bestraft, obwohl es gar nicht zu diesem Einkommen beiträgt und auch kein Mitspracherechte bei der Verwendung des Einkommens hat.
Zitat :Die Grenze - die aus der Gerüchteküche kommt - spricht zumindest von einer Grenze von 85.000 EUR in eurem Falle. Da niemand hier eure Steuerbescheides der letzten Jahre kennt, müsst ihr das selber ausrechnen, ob das passen könnte.
Aber es ist ja eben gar nicht klar, ob es "unseren Fall" abbildet.
Die Eltern würden die Grenze überschreiten. Aber diese wollen ja die Prämie auch gar nicht beantragen.
Zitat :Aber es ist ja eben gar nicht klar, ob es "unseren Fall" abbildet.
Richtig.
Deshalb bleibt aktuell nur abwarten bis es Fakten in Form der Förderrichtline gibt.
Zitat :Wenn es daraus hervorgingen, hätte ich nicht gefragt.
Ich bin sicher wenn sie fertig ist wird es daraus hervorgehen.
Bei dem ganzen Gemoralisiere...
Mal eine praktische Frage:
Woher hat das Kind bitte mit 17 Jahren (und zudem beschränkt geschäftsfähig) das Geld, das Auto zu kaufen?!? Neue, momentan verfügbare E-Autos sind jetzt ja auch nicht gerade besonders günstig...
Also woher hat das Kind mit 17 Jahren und bisher ohne eigenes Einkommen ca. 30-40k, um ein solches Auto zu kaufen?!?!
Das dürfte auch für Behörden nach Umgehungstatbestand stinken, nicht nur riechen...
-- Editiert von User am 15. März 2026 23:45
Wo war die Rede davon, dass das Auto 30 bis 40k kosten soll?
Auch wenn ich mich hier nicht rechtfertigen muss, dennoch die Erklärung:
Es gibt einen französischen Hersteller dessen kleinstwagen in der minimalausstattung mit kleinster Batterie aktuell bei ca. 20.000 liegt.
Davon der Abzug der Prämie von 5K, sowie eine Aktion dieses französischen Herstellers, der die Prämie verdoppelt - also noch mal 5k.
Preis fürs Auto ca 10k.
18 Jahre lang wurde Weihnachts/ Geburtstags/Konfi-geld von Omas/Opas/sonstigen Verwandten emsig gespart. Da können gerne sämtliche Behörden drüber schauen, alle kontoauszüge lückenlos vorhanden.
Ich meine, mittellose/einkommenslose Personen werden nicht gefördert.Zitat :Hier will aber ein Kind ohne Einkommen und Partner die Prämie beantragen.
Wenn dieses Kind für sich einen Förderantrag stellt und die notwendigen Angaben macht, wird die Förderstelle antworten.
Zitat :Kind lebt noch im Haushalt der Eltern....
(die Eltern zusammen haben zuviel Einkommen für die Förderung.
Die Berechnungsgrundlage der Förderung ist das Haushaltseinkommen und das Kind gehört zum elterlichen Haushalt.
Zitat :Kann dieses Kind die E-Autoprämie erhalten?
Die Antwort darauf lautet also, nein, aufgrund des zu hohen Haushaltseinkommens (durch die Eltern).
Zitat :Ich meine, mittellose/einkommenslose Personen werden nicht gefördert.
Mittellose Personen werden sich kaum ein Auto kaufen können, einkommenslose hingegen würden sogar die maximale Förderung bekommen.
-- Editiert von User am 17. März 2026 10:03
Zitat :Die Berechnungsgrundlage der Förderung ist das Haushaltseinkommen
Zumindest ist es mal so vorgesehen.
Zitat :Die Antwort darauf lautet also, nein, aufgrund des zu hohen Haushaltseinkommens (durch die Eltern).
Die Schlussfolgerung kann ich nicht nachvollziehen?
Ist Dir die Höhe des Haushaltseinkommen durch die Eltern bekannt?
Zitat :Ist Dir die Höhe des Haushaltseinkommen durch die Eltern bekannt?
Nicht auf den Euro genau, aber die Aussage des TE reicht mir für meine Schlussfolgerung.
Zitat :die Eltern zusammen haben zuviel Einkommen für die Förderung.
Hmmm, schade. So wird ja nicht nur jungen Menschen, die noch Zuhause leben, der Zugang zur Prämie verwehrt, sondern auch anderen evtl. im Haushalt lebenden Personen (z.b. Großeltern bei Mehrgenerationenhaushalten etc...)
Zitat :So wird ja nicht nur jungen Menschen, die noch Zuhause leben, der Zugang zur Prämie verwehrt, sondern auch anderen evtl. im Haushalt lebenden Personen
Es handelt sich um eine Subvention mit sozialer Indikation. Dabei liegt es in der Natur der Sache, das Leute mit ausreichend finanzieller Stärke ausgeschlossen werden.
Das klingt interessant. Wo kann ich das nachlesen?Zitat :einkommenslose hingegen würden sogar die maximale Förderung bekommen.
Mittellos ist das Kind zur Zeit nicht, die Mittel würden für den Autokauf genutzt.
Einkommenslos wäre das Kind evtl. weiterhin, aber hier gehts ja nur um die Mitnahme der Förderung.
Oder nicht schade?Zitat :Hmmm, schade.
Oder auch nicht ?Zitat :der Zugang zur Prämie verwehrt,
Wenn das Haushaltseinkommen mit einem U-18- Kind im elterlichen Haushalt über 85.000,- liegt, gäbe es ab Rechtskraft der Förderrichtlinien wohl keine Förderung.
Oder man wartet ab, ob die vorgesehene sog. soziale Staffelung für diese Familie/Haushalt in Frage käme.
Genaueres weiß man voraussichtlich ab Mai 26, nichtsdestotrotz könnte man die Förderung schon beantragen. Oder eben erst beantragen, wenn man genauere Fakten hat. Rückwirkend beantragen wäre dann auch möglich.
Wenn natürlich das jetzt 17jähige Kind den Anspruch auf ein eigenes neues E-Auto mit staatl. Förderung erhebt, klappts evtl. nicht...
https://www.bundesumweltministerium.de/foerderung/fragen-und-antworten-zur-e-auto-foerderung
Zitat :Wo kann ich das nachlesen?
Irgendwo in der Gerüchteküche.
Denn wie schon geschrieben fehlt es aktuell noch an der validen Rechtsgrundlage.
Zitat :nichtsdestotrotz könnte man die Förderung schon beantragen.
Ach echt?
Dann erklär doch mal wo und wie ... ?
..aber behauptet wird es hier schon.Zitat :Irgendwo in der Gerüchteküche.
Ich würde zunächst zum Händler gehen, wo es diesen ausgewählten frz. Kleinwagen geben könnte und dort nachfragen. Ich würde ihn ja auch nicht morgen kaufen wollen.Zitat :Dann erklär doch mal wo und wie ... ?
Dieser Händler würde mir hoffentlich das erklären, was ich inzwischen weiß... und evtl. noch Details geben.
Denn Händler werden nicht mit verschränkten Armen sitzen und abwehren, die wollen verkaufen... mit und mitohne Förderung.
Da die Aktion des Herstellers nur bis Ende März geht, und die förderfähigkeit des Kindes bis dahin nicht geklärt werden kann, da die endgültigen Bedingungen wohl erst noch festgelegt werden, hat sich das Thema für das Kind auch erledigt. Im worst Case Stünde es am Ende ohne Förderung und Herstellerzuschuss da und würde für das Auto 20k hinlegen müssen. So viel hat es nicht und würde es für ein erstes Auto auch nicht ausgeben....
-- Editiert von User am 17. März 2026 18:07
Zitat :..aber behauptet wird es hier schon.
Ja, behaupten kann man vieles.
Zitat :Denn Händler werden nicht mit verschränkten Armen sitzen und abwehren, die wollen verkaufen...
Korrekt.
Die verkaufen jetzt schon sehr fleißig E-Autos und vielen Kunden ist noch gar nicht bewusst, das sie aktuell auf einer finanziellen Zeitbombe sitzen.
Das wird eventuell noch einige interessante Prozesse geben.
Zitat :Das klingt interessant. Wo kann ich das nachlesen?
Mit etwas Nachdenken, ist es in dem von Dir geposteten Link unter dem Punkt "Wer kann die Förderung beantragen?" nachzulesen.
Für die Förderung wurden Einkommenshöchstgrenzen, aber kein Mindesteinkommen definiert.
Zitat :Irgendwo in der Gerüchteküche.
Naja, das Bundesumweltministerium ist zwar ein Mysterium, aber als Gerüchteküche würde ich es nun nicht ansehen.
Zitat :Naja, das Bundesumweltministerium ist zwar ein Mysterium, aber als Gerüchteküche würde ich es nun nicht ansehen
Das hast Du grundsätzlich meine Zustimmung.
Nur in diesem Falle schreibt das Minysterium so, als sei schon alles fix und fertig in trockenen Tüchern und nur an wenigen Stellen ein mehr oder weniger versteckter Hinweis das es die Förderrichtline noch gar nicht gibt.
Die Förderrichtline als Rechtsgrundlage ist aber elementare Voraussetzung. Aktuell ist unklar ob die Förderung überhaupt kommt und falls doch, ob da aufgrund des IAA mehr als 2 Autos gefördert werden können.
Daher sehe ich das in dem Falle dann doch eher als Gerüchteküche.
Für mich ein kommunikatives Versagen. Wenn die Förderung nicht oder nur nur abgespeckt kommt, wird das vermutlich ein Image-Desaster, ähnlich dem was bei "Habecks Heizungsgesetz" passiert ist.
Denn es gibt sehr viele Bürger welche die Problematik - anders als Schalkefan - überhaupt nicht realisiert haben.
Zitat :Für mich ein kommunikatives Versagen. Wenn die Förderung nicht oder nur nur abgespeckt kommt, wird das vermutlich ein Image-Desaster, ähnlich dem was bei "Habecks Heizungsgesetz" passiert ist.
Oder die Cannabis Legalisierung....
Man darf kiffen, kann es aber legal nirgends kaufen.
So untergräbt man den Schwarzmarkt effektiv. (<- War Ironie, falls nicht klar.)
Zitat :Hmmm, schade. So wird ja nicht nur jungen Menschen, die noch Zuhause leben, der Zugang zur Prämie verwehrt, sondern auch anderen evtl. im Haushalt lebenden Personen (z.b. Großeltern bei Mehrgenerationenhaushalten etc...)
Du hast total recht und ich war so ein leidgetragener. Nach der Trennung meiner Eltern waren wir (Mutterseite) plötzlich Leistungsempfänger. Weil mein Vater hoch verschuldet war (wegen Selbstständigkeit), kaum Geld hatte, aber sein Einkommen damals bei 3k Brutto lag, war ich NUR 70€ Bafög berechtigt. Meine Mutter bekam glaub um die 300€, meine jüngere Schwester 220€.
So wie lebt man sich als Schüler, der von Hauptschule auf Abi hocharbeitet mit 70€. Musste damit auch Zugticket zahlen. Klassenfahrt? Musste ich auslassen. Ausflüge? Musste ich auslassen, denn ich hab kein Zuschuss bekommen. Ich wollte so gern an dem Skikurs teilnehmen. Konnte ich nicht. Ich weiß noch wie die Frau sagte damals beim Jobcenter "Ah ja alles super, dann kannst du das bezahlt bekommen.. oh Moment. Du bekommst 70€ Bafög? Dann geht das nicht". Super...
Aber die anderen, die bei Bafögstelle für Ausflüge beantragt haben, haben das ganze bezahlt bekomme, weil sie ja "reich" sind und keine Leistungsempfänger. Bei mir hieße ich bekomme ja schon 70€ Euro. "Bezahle doch selber die 400€ Ausflug damit."
Das ging so weiter bis damals zum Studium was pro Semester 800€ gekostet hat.. ich hab das Geld geliehen bekommen, und konnte für den nächsten Semester nicht zusammen kriegen., denn egal ob ich arbeite für bisschen Geld. Man ist ja ein "Haushalt" und wird dann eh am Ende abgezogen. Durch das Pendeln hatte ich eh kaum Zeit dafür. Ich brach ab und hab dann wie die meisten die Karriere als "Geringverdiener" gemacht.
Man muss hier mal checken, dass Kinder und Eltern unabhängig betrachtet werden sollte, weil Eltern eben nicht immer ihren Kindern alles finanzieren können und mal so eine Prämie echt aus "Armut" mal heraus helfen kann.
Und das lustige ist. Ich wohne immer noch mit meiner Mutter und Schwester zusammen spare Geld und merke, ich brauch E-Förderungsantrag gar nicht stellen (heute sind wir keine Leistungsempfänger, aber wieder sind wir 'Kinder' benachteiligt...). Außerdem haben die beide nie Steuererklärung gemacht. Hoffnungsloser Fall.
Dann eben doch ein günstigen Verbrenner kaufen und fahren.
Zitat :Man muss hier mal checken, dass Kinder und Eltern unabhängig betrachtet werden sollte
Passiert doch.
Du hast dich für den anderen Weg entscheiden. Deine Entscheidung ist dein Problem.
Zitat :aber sein Einkommen damals bei 3k Brutto lag, war ich NUR 70€ Bafög berechtigt.
bei 3k Brutto wäre er unterhaltspflichtug gwesen. Hätte man eintreiben sollen. Du hast dich für anderen Weg entscheiden. Deine Entscheidung ist dein Problem.
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