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Ein Autohaus macht Werbung für ein Kfz,Angesteller verkauft in seinen Namen das Kfz unter Ausschluss

3.7.2019 Thema abonnieren
 Von 
tobla
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
Ein Autohaus macht Werbung für ein Kfz,Angesteller verkauft in seinen Namen das Kfz unter Ausschluss



Ein Autohaus macht Werbung für ein Kfz,Angesteller verkauft in seinen Namen das Kfz unter Ausschluss der Gewährleistung das Auto und Firma streicht das Geld ein und quittiert-ist das ok?


Hallo!
Da mein Anwalt doch sehr überlastet ist und sich doch sehr viel Zeit lässt mit der Bearbeitung meines Falles, habe ich mal eine Frage bzgl. zum Erfolg zur Gewährleistungerbringung für den an mich "privat verkauften Pkw" zu erfahren.
Ich kenne solche Umgehungsgeschäfte, die waren bis vor wenigen Jahren üblich und zu offensichtlich, aber ich kenne die Rechtssprechung nicht .
Fakt:
Ein Wagen wird über alle Onlinebörsen beworben und über die Firmaadresse genannt.
Der Preis wird um ca. 2.000.-€ gesenkt und ich trete mit Verkaufsleiter telefonisch in Kontakt und vereinbare Termin und event. Kauf, da Historie des Wagens stimmt.
Es ist kein Vermerk und Kennzeichnung in den Anzeigen vorhanden, dass "Nur für Export und Gewerbetreibende der Wagen abgeben wird." Das wurde auch im Gespräch so wieder gegeben.

Bei Besichtigung und Probefahrt war soweit bis auf Kleinigkeiten(ich bin ja nicht so) alles ok. Nur wurde mir nun ein Vertrag zur Unterschrift gegeben, der vom ADAC Privatverkauf eines PkW war. Da ich in den Dingen nicht bewandert bin , habe ich diesen unterzeichnet. Den Betrag bar bezahlt mit dem Namen des Verkaufsleiters als Verkäufer und die Summe wurde mit Stempel und Unterschrift des Verkaufsleiter i.A unterzeichnet. Die Kasse des Autohauses hat das Geld sofort verbucht und mir die Unterlagen übergeben.

Nach ca. 7 Wochen trat ein kapitaler Motorschaden ein. Das Alter des Wagens ist über 8 Jahre. Aber er hatte erst 178.000 km gefahren und die Wartung und Inspektionen waren penibel erfolgt. Ich hätte noch bis Nov. 2019 Zeit gehabt bis zur nächsten Inspektion.

Ich habe das Autohaus sofort informiert und seither nichts mehr gehört. Dass der Vertrag ein Umgehungsgeschäft war , ist mir nun klar, aber wie stehen nun die Aussichten für eine Rückabwicklung bezw. Kostenübernahme aus ?

Mein Anwalt meint ja gut und auch ja besch.... .

Das Autohaus ist 400 km von mir entfernt.

Bitte seit so nett und informiert mich sachlich-ich bin ein Freund der Netiquette- so dass ich mich doch etwas ausrichten kann.

Danke
Thomas


-- Editiert von tobla am 03.07.2019 17:41

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(72022 Beiträge, 32521x hilfreich)

Zitat (von tobla):
Dass der Vertrag ein Umgehungsgeschäft war , ist mir nun klar,

Mir nicht.

Auch Angestellte eines Autohauses dürfen grundsätzlich ihr KfZ privat über das Autohaus in dem sie arbeiten ohne ihre Rechte zu verlieren.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2133 Beiträge, 715x hilfreich)

Der ADAC Vertrag wurde mit dem Stempel des Autohauses und der Unterschrift des Verkäufers gestempelt?
Dann ist meiner Meinung nach KEIN Privatkauf erfolgt sondern ein Kauf über das Autohaus

Der Vertrag ist dann faul - wenn man dir einen Privatverkauf unterjubeln wollte. Ich frage mich auch, was dieses Geld dann in der Kasse des Autohauses zu suchen hat.

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(72022 Beiträge, 32521x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Ich frage mich auch, was dieses Geld dann in der Kasse des Autohauses zu suchen hat.

Das der Vermittler auch die Zahlung abwickelt, ist ja jetzt nicht ungewöhnlich.



Zitat (von cirius32832):
und der Unterschrift des Verkäufers gestempelt?

Nö, mit
Zitat (von tobla):
Unterschrift des Verkaufsleiter i.A unterzeichnet



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11491 Beiträge, 4928x hilfreich)

Ist der Verkäufer evtl. der letzte Halter des Wagens?

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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#5
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2133 Beiträge, 715x hilfreich)

Hallo Harry,
mir geht es auch um den Stempel. Ich sehe es kritisch, wenn der Verkaufsleiter zwar i.a. unterzeichnet aber dann noch den Firmenstempel draufdrückt.

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#6
 Von 
tobla
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo!
Ich werde es etwas genauer schildern:
Der Vertrag wurde nicht gestempelt. So weit scheint man dort schon Erfahrung gesammelt zu haben.

Die Quittung wurde gestempelt, mit Namen und Adresse des Autohauses und der "Privatverkäufer", also Angestellter und Vertriebsleiter hat mit "i.A. Name xxx" unterzeichnet.

Der Wagen wurde regulär in Zahlung genommen. Der Alteigentümer hat einen neuen Volvo gekauft.

Ich habe den Kontakt herstellen können, und er ist sauer, dass er den Wagen fast verschenkt hat. Nun gut-sein Problemchen. Ein bisschen Polemik darf sein.
Dass Mitarbeiter privat Autos verkaufen können ist mir klar, soweit bin ich rechtserfahren.
Aber wie ist es mit der Ust.,wie wurde die verrechnet und ich bin mir sicher, dass dies auf jeden Fall zu verfolgen ist. Denn ich habe auf meinen Namen die Quittung erhalten.

Gruß
Thomas

-- Editiert von tobla am 04.07.2019 10:42

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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(72022 Beiträge, 32521x hilfreich)

Zitat (von tobla):
Die Quittung wurde gestempelt, mit Namen und Adresse des Autohauses und der "Privatverkäufer", also Angestellter und Vertriebsleiter hat mit "i.A. Name xxx" unterzeichnet.

Soweit in Ordnung, wenn der Zahlungsdienstleister das Geld entgegennimmt.



Zitat (von tobla):
Aber wie ist es mit der Ust.,wie wurde die verrechnet

Das dürfte sich aus dem Vertrag bzw. der Quittung erschließen, ob da welche angefallen ist?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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