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Fahrzeug inklusive Winterräder ohne RDKS Sensoren verkauft, Käufer will jetzt RDKS bezahlt haben

18.11.2019 Thema abonnieren
 Von 
fb531183-68
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Fahrzeug inklusive Winterräder ohne RDKS Sensoren verkauft, Käufer will jetzt RDKS bezahlt haben

Hallo in die Runde,

ich habe mein Fahrzeug Baujahr 12/2016 Privat verkauft und dazu auch noch einen Satz Winterräder. Die Winterräder stammen von einen anderen Fahrzeug und passen laut Fahrzeugschein auch drauf.( Habe diese auch einen Winter auf den gekauften Fahrzeug gefahren) Diese hatten jedoch keine RDKS Sensoren. Jetzt will der Käufer von mir die RDKS Nachrüstung bezahlt haben. Wie soll ich mich jetzt verhalten?

Danke

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
NaibaF123
Status:
Lehrling
(1569 Beiträge, 218x hilfreich)

Zitat (von fb531183-68):
ich habe mein Fahrzeug Baujahr 12/2016 Privat verkauft und dazu auch noch einen Satz Winterräder
Waren die Winterräder Teil des Kaufs, oder eine kostenlose Dreingabe als nettes Gimmick?

Zitat (von fb531183-68):
Die Winterräder stammen von einen anderen Fahrzeug und passen laut Fahrzeugschein auch drauf.
Wusste der Käufer das?

Zitat (von fb531183-68):
Diese hatten jedoch keine RDKS Sensoren.
Wusste der Käufer das?

Zitat (von fb531183-68):
Wie soll ich mich jetzt verhalten?
Grundsätzlich: Verkauft man ein Fahrzeug, welches RDKS Sensoren benötigt und verkauft explizit bzw. konkludent die Winterräder mit, kann der Käufer natürlich davon ausgehen, dass die notwendigen Sensoren im Reifen sind.
Verkauft man hingegen ein Fahrzeug und gibt netterweise noch "von einem anderen Auto, aber passender Lochkreis etc." die Räder hinzu, dann wäre es das Vergnügen des Käufers.

Natürlich kann man jetzt über aus-/eingeschlossene Sachmängelhaftung, Beweislast und Arglist diskutieren, würde ich aber bereits aus moralischen Aspekten sein lassen. Dass die Sensoren bei Kauf nicht vorhanden waren, der Verkäufer dies wusste war ja faktisch klar.

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#2
 Von 
fb531183-68
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Also in der Verkaufsanzeige stand mit drin, das Winterräder mit verkauft werden. Das die Räder vorher wo anders drauf waren, war für mich nicht wichtig mit an zu geben, da es sich ja um Räder handelt, die auf dem Fahrzeug gefahren werden dürfen und nicht extra für das Fahrzeug angeschafft wurden.
Es wurde nicht ausdrücklich darauf hingewiesen das die Räder keine Sensoren haben. Da hab ich auch selbst beim Verkauf nicht mehr daran gedacht. Beim Verkauf waren Sommerräder mit RDKS verbaut.

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#3
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8709 Beiträge, 2821x hilfreich)

Du erklärst zwar ergänzend, gehst aber auf den wesentlichen Punkt nicht ein.

Zitat (von NaibaF123):
Verkauft man ein Fahrzeug, welches RDKS Sensoren benötigt

Also Butter bei die Fische: sind die Sensoren bei dem Fahrzeug optional oder zwingend?

Berry

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#4
 Von 
fb531183-68
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Das Fahrzeug besitzt von Werk aus ein Reifenkontrollsystem, war ja ab 2014 glaub ich Pflicht. Im Kaufvertrag steht eben auch unter Zubehöhr/Extras - 1 Satz Winterräder. Da hätte man dies wahrscheinlich ausführlicher angeben müssen.

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#5
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4459 Beiträge, 2207x hilfreich)

Zitat (von fb531183-68):
Also in der Verkaufsanzeige stand mit drin, das Winterräder mit verkauft werden.
Zitat (von fb531183-68):
Es wurde nicht ausdrücklich darauf hingewiesen das die Räder keine Sensoren haben.
Zitat (von fb531183-68):
Das Fahrzeug besitzt von Werk aus ein Reifenkontrollsystem, war ja ab 2014 glaub ich Pflicht. Im Kaufvertrag steht eben auch unter Zubehöhr/Extras - 1 Satz Winterräder.

Unter diesen Umständen darf der Käufer davon ausgehen, dass die Sensoren verbaut sind, und du wirst die Nachrüstung zahlen müssen.

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#6
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Schlichter
(7656 Beiträge, 3839x hilfreich)

Hallo,

also ich sehe das auch so, das RDKS war seitens des K zu erwarten.

Zitat:
Jetzt will der Käufer von mir die RDKS Nachrüstung bezahlt haben.
Wurden die Sensoren schon nachgerüstet? Wenn ja, sehe ich dich nicht in der Pflicht zahlen zu müssen. Der K hätte dir zuerst die Möglichkeit der Mangelbeseitigung gewähren müssen.

Wenn noch nicht nachgerüstet wurde, dann kannst du aber auch darauf bestehen den Mangel selber beheben zu lassen. Du kannst dann die Räder bei ihm abholen und selber die Sensoren nachrüsten lassen...



-- Editiert von lesen-denken-handeln am 18.11.2019 13:22

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#7
 Von 
radfahrer999
Status:
Richter
(8079 Beiträge, 4595x hilfreich)

Zitat (von hiphappy):
Unter diesen Umständen darf der Käufer davon ausgehen, dass die Sensoren verbaut sind, und du wirst die Nachrüstung zahlen müssen.
Die Ansicht teile ich.

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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#8
 Von 
NaibaF123
Status:
Lehrling
(1569 Beiträge, 218x hilfreich)

sehe ich auch so. Ich würde den Käufer fragen, ob dieser in Werkstatt XY (Wahl des Verkäufers) fährt, und auf dessen Rechnung Zubehörsensoren einbauen lässt. Da kann er drauf eingehen. Alternativ würde ich ihm anbieten die Räder zur Abholung bereitzustellen und eine Nachbesserung binnen 14 Tagen vorzunehmen. Das könnte u.U. dazu beitragen, dass der Verkäufer aufgrund der******rungsverhältnisse sogar die erstere Variante bevorzugt ;)
Darüber hinaus kann man ja mal versuchen sich in Geld zu einigen (z.B. Preis der Sensoren + angemessener Betrag zum Einbau) oder Sensoren zuschicken plus angemessener Betrag zum Einbau,...

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#9
 Von 
Basti-SPN
Status:
Beginner
(141 Beiträge, 21x hilfreich)

Baujahr 12/2016 heißt vlt. erster TÜV in 12/2019?

Dieser dann wahrscheinlich mit Winterreifen weil Winter....Winterreifen haben aber kein RDKS, also Fehler im System = was zur Verweigerung des TÜV's führen wird, da seit Mai 2018 erheblicher Mangel.

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79798 Beiträge, 33747x hilfreich)

Zitat (von fb531183-68):
da es sich ja um Räder handelt, die auf dem Fahrzeug gefahren werden dürfen

Nein, dürfen sie nicht, wenn die Sensoren fehlen. Denn
Zitat (von fb531183-68):
Das Fahrzeug besitzt von Werk aus ein Reifenkontrollsystem, war ja ab 2014 glaub ich Pflicht.


Da sich auch aus dem Angebotstext nichts anderes ergab, wird man um eine Nachhrüstung nur herum kommen, wenn der Käufer bereits nachrüsten lies, ohne eine gute Begründung liefern zu können.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#11
 Von 
Felidate
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Es ist gesetzlich nicht erlaubt, mit Reifen OHNE Sensor zu fahren, wenn das Auto die Sensoren hat. Einigt euch halt auf die Mitte. Schön find ich es nicht, wenn man so ein Auto mit solchen Reifen verkauft bekommt. Man freut sich über ein tolles Auto und dann kommt diese Verärgerung. Bitte sei so nett, und erstatte ihm das Geld. Ich hab selbst gerade ein Auto mit diesem Jahrgang gekauft und sowas würde mich echt wütend und gleichzeitig traurig machen. Sowas verkauft man nicht...

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