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Kfz beim Händler mit neuer HU gekauft. Mängel

 Von 
Dekranaut
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Kfz beim Händler mit neuer HU gekauft. Mängel

Hallo.
Ich habe Anfang Juni ein Auto im Internet entdeckt. Bin zu dem Händler gefahren. War soweit alles gut. Habe TÜV relevante Mängel auf dem ersten Blick feststellen können und mich trotzdem für das Auto entschieden und es angezahlt.
Entschieden, dass Auto trotzdem zu nehmen habe ich mich deshalb, da der Händler mir das Auto mit neuer HU verkauft und dementsprechend die Mängel dann ja behoben sein mussten.
Auto sollte nach einer Woche abholbereit sein. War es aber erst nach 3 Wochen. Habe das Auto dann mit Kurzzeitkennzeichen abgeholt und schon auf dem Weg nach Hause gemerkt das etwas nicht stimmt. Das ist aber nebensächlich. Habe das Fahrzeug in eine Werkstatt gebracht und checken lassen. Das Auto hätte nie die HU bestehen dürfen. Mehrere Mängel, die einzeln schon zur Versagung der Plakette geführt hätten. Auf dem Bericht vom Tüv sind nichtmal leichte Mängel aufgeführt. Ich habe dem Händler eine Mail geschickt und um Rücknahme des Autos gebeten, hat er natürlich abgelehnt. Daraufhin teilte ich ihm mit, dass ich das dann mit meinem Anwalt besprechen werde und er dann von ihm hören wird. Das war Ende Juni. Er antwortete, dass wir keinen Anwalt zwischen und brauchen, er könne das Kfz doch einfach zurücknehmen, allerdings erst nach seinem Urlaub, ab dem 01.08. Okay dachte ich mir. Bevor noch mehr Stress, lieber den einen Monat warten. Nach dem Urlaub schrieb ich ihm wie wir das denn jetzt machen wollen. Er erwiderte, dass er niemals einer Rücknahme zugestimmt hätte. Ich habe ihm dann einen Screenshot der Mail geschickt und er schrieb mir dann, dass er damit meine, dass Auto zurück zu kaufen, nicht aber zug um Zug zurückzunehmen. Jetzt wurde es mir zu bunt. Er schrieb auch noch, dass es nicht sein Problem sei und ich mich beim Tüv beschweren soll. Wenn eine Plakette erteilt wurde, ist das Auto auch in Ordnung.

Wenn das Auto überhaupt vom TÜV begutachtet wurde, wovon ich nicht ausgehe, dann müssen direkt vor Untersuchung sämtliche Fehlerspeicher gelöscht worden sein. Die Fehler die meine Werkstatt ausgelesen hat, hätten ebenso zur Versagung der Plakette geführt sagte mir meine Werkstatt. Ich gehe von vorsätzlicher arglistiger Täuschung aus und möchte das KFZ nur noch los werden. Habe ich da eine Chance?

Es gibt ein BGH Urteil von 2015 zum selben Sachverhalt. Aber das wisst Ihr sicherlich.

Danke schon mal im Voraus für eure fachliche Einschätzung dazu.

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Auto Händler Mangel Tüv


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81536 Beiträge, 34013x hilfreich)

Zitat (von Dekranaut):
sagte mir meine Werkstatt.

Wurde die Meinung der Werkstatt schon durch TÜV / DEKRA / GÜS verifiziert?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Dekranaut
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Dekranaut):
sagte mir meine Werkstatt.

Wurde die Meinung der Werkstatt schon durch TÜV / DEKRA / GÜS verifiziert?

Hallo.
Nein, noch nicht. Was ja aber machbar ist.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81536 Beiträge, 34013x hilfreich)

Dann würde ich das machen.

Ich würde dann ein Schreiben an den Verkäufer senden, mit
– Aufforderung zur Beseitigung des Sachmangels / der Sachmängel (möglichst genau bezeichnen / beschreiben), offiziellen Bericht anheften und auf das BGH urteil verweisen.
– Fristsetzung für die Beseitigung des Sachmangels nach Datum (14 Tage)
– das ganze mit Zustellnachweis
– Ankündigung das nach Fristablauf ohne entsprechende Leistung das ganze als Verweigerung der Erfüllung der gesetzlichen Sachmängelhaftung ansieht, dass das ohne weitere Kommunikation an einen Anwalt geht und man das dann auf seine Kosten per Gericht klären lässt.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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