Privat Kfz Kauf - wo fängt grobe Fahrlässigkeit an?

28. Juli 2024 Thema abonnieren
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guest-12310.08.2024 11:29:07
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Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Privat Kfz Kauf - wo fängt grobe Fahrlässigkeit an?

Ich habe einen Gebrauchtwagen für 6300,- EUR am 4.7.2024 gekauft. Die Parameter waren 195000 km (ausschließlich Fernstrecken, Fahrten zur Arbeit und zurück), Baujahr 6/2024. Mehrfache Bereifung (3 Rad Sätze, davon seien die Winterreifen neuwertig); frischer TÜV, Zündkerzen, Zündspulen sowie die Kurbelgehäuseentlüftung seien erneuert worden (Anzeigen Text). Mündlich wurde noch hinzugefügt, dass Bremsflüssigkeit und Motoröl von einem erfahrenen Bekannten von privat gemacht worden wäre, und dass daher die Bordcomputer Hinweise nicht reseted worden wären und daher die Service Meldung sowie überfällige Bremsflüssigkeit und Motoröl Wechsel noch aktiv seien. Desweiteren wurde der Wagen als reparierter Unfallwagen deklariert, mit fachmännischer Instandsetzung bei BMW direkt. Ich habe nach den Dokumenten und Berichten gefragt und will sie haben. Wir haben mündlich vereinbart, dass man mir diese noch zukommen lässt. Die Probefahrt erfolgte nur kurz und mit dem Partner der Verkäuferin. Fahrzeug Inhaber war auf allen Papieren ihr Vater. Es lag keine Vollmacht vor. Auf meine Fragen hin, wann die Batterie gewechselt wurde und wann die Steuerkette erhielt ich keine Antwort, wo ich dann ein „nie" vermutet habe. Man konnte mir dazu nichts sagen. Der Partner, der die gesamte Verkaufskommunikation führte, tat meine Fragen ab mit Bemerkungen wie dass die Steuerkette noch Jahre halten können, er sei ja ordentlich gefahren worden. Sonst wurden keine Mängel angegeben. Als TÜV Bericht lag nur ein Nachbericht vor mit der Angabe dass dieser im Nachtermin bestanden sei. Als einziger Punkt wurden dort die grenzwertigen Bremsklötzchen angegeben die bald erneuert werden sollten. Meine Frage und Befürchtung dass man mir in einer Werkstatt auch gleich aufdrängen würde die Bremsscheiben mitzumachen, wurde lapidar abgetan mit, das würde so nicht passieren.

Ich habe nach dem original TÜV Bericht gefragt, 2 x und die dort aufgeführten Mängel, und dann jedes Mal den Nachbericht mit dem „bestanden" hingeschoben bekommen. Der würde reichen. Der TÜV Prüfer hätte sich dieses Mal über die fehlenden RDKS aufgeregt, sie seien den Wagen seit 6 Jahren ohne gefahren und sei nie ein Problem gewesen.

Die RDKS bei BMW RDC genannt war im Dauerblinken beim Wagen, und wurde damit erklärt dass die Sensoren nicht verbaut seien. Wen das nerve der könne diese ja noch günstig nachrüsten. Das sei aber kein Thema. Bekäme man billig. Der Mann zeigte mir dann auf Google Preise für ein Set von 4 an.

Die Reifen wurden mir alle angeboten , sogar noch 2 weitere Sommerreifen mit angeblich gutem Zustand. Die von den Besitzern neuen gekauften Gebrauchtfelgen waren mit den Fremdreifen am Wagen. Deutliche Abnutzungsspuren an den Seiten. Auch hier wurde mir versichert dass das Profil in der Mitte ja noch sehr gut sei und somit die Griffigkeit noch vorhanden. Die Winterreifen seien top und ich könne die ja aufziehen lassen. Ich vertraute den Aussagen. Habe dann nur den Satz Winterreifen zusätzlich mitgenommen und die 2, nicht aufgezogenen Sommerreifen die der Verkäufer vom Felgenbesitzer dazu bekommen hatte.

Bei der Besichtigung fiel mir nur auf dass es im Motorraum sehr verschmutzt aussah und der Wagen alles andere als wie im Text „pfleglich" behandelt aussah. Da ich Laie bin musste ich alles glauben ich konnte nur bedingt die oberflächlichen Sachen prüfen.

Die Bremsscheiben sahen nicht so schlimm aus, wieviel Profil runter waren war für mich als Laie nicht erkennbar.

Nach dem Kauf direkt bei ausprobieren des Wagen zu Hause fing der Wagen direkt mit der Elektrik an zu spinnen. Der CD Spieler fing an zu laden und hörte nie wieder auf. Man konnte auch keine CD einführen. Es schien als sei eine drin die nicht ausgeworfen werden würde. Der Wagen lädt seit dem in Dauerschleife. Sobald die Tür geöffnet wird.

Der Partner der Fahrerin will sich nicht erinnern dass da was war.
Nun ist das nicht das Schlimmste.
Bei meinem Reifen Shop des Vertrauens dann der erste Schrecken. Die 2 Sommerreifen waren Schrott und wären explodiert, hätte man sie verwendet. Sie hatten Risse, die ich nicht erkannt hatte. auch seien sie behalt worden damit sie neuer aussehen. Vermutlich vom Vorbesitzer so gemacht worden (Felgen Verkäufer). Die montierten Sommerreifen waren fertig, und extrem einseitig abgenutzt. Der Wagen auf dem die gefahren worden sind, hatte falsche Spureneinstellungen. Die Winterreifen auf den anderen Felgen waren ebenfalls einseitig abgefahren, nicht viel aber doch genug um relevant zu werden. Profiltiefe ok aber nicht mehr neuwertig. Ich wollte sie auf die anderen Felgen wie vom Vorbesitzer vorgeschlagen aufziehen lassen und konnte es nicht, denn was ich nicht überprüft hatte mehr: die Reifen und Felgen hatten unterschiedliche Größen!!!

Ich habe dann einen kompletten Satz neue Allwetterreifen gekauft und die alten alle entsorgen lassen. Die anderen Alufelgen waren so verbraucht und unschön, dass ich sie dort gelassen habe, sie wurden mir mit 20 EUR verrechnet. Der Reifenexperte hat mich dann darüber aufgeklärt, nachdem er alles mit einem Gerät gemessen hatte, dass die Bremsscheiben ebenfalls runter sind und ausgetauscht werden müssten. Beides sei an der Grenze könnten zwar noch etwas gefahren werden (er sprach von ca. 4000 bis maximal 5000 km).


ich hatte auf den Anzeigen Text reagiert weil der Fahrer es so aussehen ließ als sei der Wagen Wartungsfrei und würde „gut dastehen". Zudem hatte man mir direkt am Telefon auch die Information gegeben, die Partnerin, die Fahrerin sei eine Polizistin. Was mich direkt dazu brachte blindlings zu vertrauen. Bis heute weiss ich nicht mal ob das zutrifft. Auch er kommt aus einer angesehenen Familie im Ort mit Gewerbe Betrieb. Er selbst kommt aus dem Verkauf.


Bis hier hin ist noch alles relativ „normal". Dann kam die böse Überraschung. 1 Tag nach der Zulassung war ich das 2. Mal auf einer entfernteren Strecke unterwegs (Entfernung 38 km, einfach) um an dem Ort einen Probearbeitstag einzulegen.

Bei der Heimfahrt fing der Wagen plötzlich wie wild an zu blinken und die Motorleistung wurde gedrosselt und ging in ein Notfall Programm über. „Antrieb ! Gemäßigt weiterfahren!" kam dann sowie eine Grafik des Wagens. Alles in Gelb und mit Warndreiecken versehen.
Noch am selben Abend dann den ADAC kommen lassen zum auslesen.

Ausgelesene Fehlerdiagnose des ADAC Gerätes war:

DTC 130104 Einlass-Nockenwellensteuerung
DTC 120408 Ladedruckregelung
DTC 130108 Einlassnockenwellen-Verstellung

Im Ausdruck wurde: Verdacht auf Nockenwellsteuerungs Problem vermerkt.

Stellt man den Motor aus und startet neu, ist der Fehler auf einmal weg. Der Fehler trat danach dann auch nicht nochmal auf. Bin nur noch Innenstadt gefahren. Am Fahrverhalten ist nichts besonderes zu beobachten.

Ich habe am nächsten Tag beim TÜV, eine andere Prüfstelle als die der Nachprüfung, dann als neue Halterin mit Nachweisen, den original TÜV Bericht zugesendet bekommen:

DF1.2 Betriebsbremse Steuergerät-Bremse interner Fehler (EM)
4.1.6 Scheinwerferreinigungsanlage Wischerblatt verschlissen links und rechts (GM)
5.2.3h Reifendruckkontrollsystem ohne Funktion (EM)
5.3.1b Schwingungsdämpfer Anschlaggummi / Zusatzfeder beschädigt 2. Achse links (EM)
6.1.2a Abgasanlage Wärmeschutz Befestigung mangelhaft hinten links (EM)
Bemerkung: vor ESD
7.5 Verbandkasten unvollständig (GM)
D107.5 Warnweste fehlt (GM)
7.5 Verbandkasten Inhalt überaltert (HW)

10) Bemerkungen:
AU im Rahmen dieser Prüfung durch TÜV Hessen durchgeführt. Ergebnis: Bestanden.
Allgemeiner Korrosionsansatz an Unterboden / Rahmen und Fahrwerkteilen.* Bremsbelagstärke an Achse 1+2 - Bitte Verschleißgrenze beachten.* Bremsscheibenstärke an Achse 1+2 - Bitte Verschleißgrenze beachten.* 

Bei der Prüfung an Ihrem Fahrzeug wurden leider summarisch erhebliche Mängel festgestellt. Bitte beachten Sie, dass der Halter und Fahrer beim Weiterbetrieb des Fahrzeuges gegen den §23 StVO und §31 StVZO verstößt, solange Sie diese nicht vorher abgestellt haben. Nach Beseitigung aller Mängel ist eine Wiedervorführung bis zum oben angegebenen Termin erforderlich. Bei Überschreitung der obigen Wiedervorführfrist muss eine erneute Hauptuntersuchung durchgeführt werden.

Dass es also nicht nur die Bremsbeläge waren, wussten die Verkäufer und haben mich nicht informiert, auch nicht als ich nach der Mängelliste des nicht bestandenen TÜVs gefragt habe. Einige der weiteren Punkte wurden bewusst nicht erwähnt. Die Schwingungsdämpfer Ansschlagsgummi / Zusatzfeder, die mangelhafte Abgasanlage Wärmeschutz Befestigung, der interne Fehler mit der Betriebsbremse. Auch auf die Korrosion wurde bewusst nicht hingewiesen. Etwas dass ich bei der Probefahrt und Besichtigung nicht ersehen kann, da der Wagen sehr tief liegt.

Der Verkäufer hatte sich darüber beschwert, dass seine Partnerin einfach zum TÜV gefahren sei ohne es vorher mit ihm abzusprechen und dass sie deswegen nicht bestanden hätte, weil er das immer machen würde und wüsste was zu machen sei. Den Herren von der Nachprüfungsstelle würde er kennen.

Ich habe dann bei ADAC einen Gebrauchtwagen Check terminiert und war 2 Tage später vor Ort und habe den gesamten Wagen prüfen lassen. Der Prüfer war sichtlich entsetzt, sagte zwar der Wagen sei nicht gänzlich verkehrt gewählt aber er hätte ihn so niemals über den TÜV gelassen. Wollte mir nichts näheres dazu sagen bis der Bericht und die Bilder fertig seien. Er wollte mir eine Kostenaufstellung machen damit ich eine Übersicht hätte was auf mich zukäme.
Dazu kam es dann nie. Der Herr hatte kurz darauf einen Arbeitsunfall und hat sich verhoben, da er Stahlimplantate am Rücken hat, fiel der erstmal aus und war nur noch sporadisch erreichbar und auf der Arbeit. Ich erhielt dann eine sehr abgespeckte Version von dem was eigentlich geplant war. Dort sind nun folgende Mängel aufgelistet mit Bildern:
Die angeblich ausgetauschte Bremsflüssigkeit weißt einen Wassergehalt von satten 7,1% und liegt somit weit über jeglichen zumutbaren Grenzwert. Es sind Fotos vom Messwert vorhanden. Die Motor Öldichtheit ist nicht in Ordnung. Der Wagen verliert Öl. Motorgeräusch ist angekreuzt und ein Bezug zur Fehlermeldung die der ADAC ausgelesen hatte hergestellt/vermutet. Ich selbst habe nichts raushören können. Kühl-System ist unter Minimum. Das habe ich auf Anraten des Prüfers dann mit etwas destilliertem Wasser aufgefüllt erstmal. Der Reparatursatz für Pannen ist seit 2018 abgelaufen. Ich hatte nicht danach geschaut weil ich sowas gar nicht kenne. Ich bin 19 Jahre ein analoges Auto mit Ersatzreifen gefahren. Die Hauben hinten (was auch immer das ist) sind ok aber haben Korrosion. Erkennbare Nachlackierung.

Soweit die Feststellung vom ADAC Prüfingenieur ohne weitere Hinweise und Erklärungen wegen Krankheit.

Laut BMW Historie die ich angefordert habe, sind lediglich 2 Service bei BMW direkt gemacht worden, beim letzten mit Überfälligkeit. Etwaige Fahrzeug Instandsetzungen und Unfallhistorien waren dort nicht vermerkt.

Eine Rückrufaktion stand offen und wurde nicht in Anspruch genommen über defekten Fahrerairbag.

Im Moment befindet sich der Wagen bei BMW zum Auslesen der Fehlerhistorie auf meinen Wunsch. Nur das. Und den Austausch des Fahrerairbags.
Auf dem Weg zum Termin am Donnerstag, den 25.7.24 hatte ich einen kurzen Moment indem die Bremsen an der Ampel sehr zögerlich reagiert haben. Bis dahin hatte ich den ADAC Bericht noch nicht erhalten. Und konnte mir keinen Reim machen. Dachte es läge an der Hitze oder sonstige moderne Technik die mir nicht geläufig ist. Start Stop… usw.

Am Folgetag kam dann der ADAC Bericht per Email. Der Wagen war bei BMW noch nicht fertig.

Nach einem langen Telefonat mit einer erfahrenen Bosch Werkstatt die es seit 1904 gibt, habe ich nun erfahren dass sich die Reparatur der Nockenwellenproblematik auf mindestens 2500 bis 3000 EUR belaufen wird. Mindestens. Denn, in der Regel wird mit den Nockenwellen Artikeln auch stets die Steuerkette fällig. Diese Kosten variieren sehr stark fragt man in anderen Werkstätten nach. Meistens liegen sie wesentlich höher. Diese Werkstatt arbeitet anständig und ist relativ kostengünstig. Bremsscheiben und Beläge neu belaufen sich hier auf ca. 400 bis 500 EUR. In anderen Werkstätten verlangt man allein für die Bremsbeläge soviel. Bei BMW kostet es viel mehr. Dort kostet ein Ölwechsel mit Filter für meinen Wagen zum Beispiel satte 400 EUR.

Alles in allem werde ich diese Werkstatt jetzt damit beauftragen bei dem Wagen die Bremsflüssigkeit neu machen zu lassen und eine Grundinspektion und Untersuchung was alles zu machen ist, auch die Mängel des TÜVs. Eine Reparatur des grossen Postens wäre ohnehin jetzt auch gar nicht möglich, die Wartezeiten sind lang - vor Ende September wird nichts möglich sein, selbst wenn man es jetzt reserviert.

Desweiteren habe ich nun auch erfahren, dass der Wagen mit seinem Zulassungsdatum genau an der Grenze der Pflichteinführung von RDKS liegt. Unklar ist hierbei ob er noch befreit ist davon oder ob er doch bereits unter die Regelung fällt.

Sollte dies der Fall sein. Wurde beim TÜV Bericht bei der Nachprüfung betrogen. In welcher Art auch immer. Ob der Prüfer ein Auge zugedrückt hat, weil ein Bekannter des Verkäufers oder ob er eigens dafür von einem anderen Fahrzeug andere Reifen mit BMW RDC verwendet hat bleibt unklar.
Was klar ist, ist dass sie im vollen Wissen mir einen Wagen angedreht haben, der wesentlich mehr
Es bleibt die Frage wie der 2. Prüfer den Wagen hat bestehen lassen können.

Das heisst ich wurde in gleich mehreren Punkten nicht nur nicht informiert, sondern eiskalt belogen.

Auch bleibt nun die Auslesung der Fehlerhistorie im Raum: was wird diese aufzeigen - eigentlich sollten ca. 10 Fehlerposten zu lesen sein. Ist dies nicht der Fall wurde darin herumgebastelt und Löschungen vorgenommen. Falls nicht, könnte es sein, dass der nach der Zulassung aufgetretene Fehler mit etwas Glück doch schon da war und ich somit einen Beweis in Händen halten würde.

Ich bin von der ganzen Situation überwältigt. Ich bin seit Wochen krankgeschrieben. Und habe mehrere Schwerbehinderungen. War eigentlich darauf angewiesen bald einen Wagen zu finden. Das Jobangebot, war das erste seit über einem Jahr. Ich hatte nach dem Probetag die Zusage für 3 Wochen als Urlaubsvertretung zu arbeiten, als Freelancerin. Da es mit öffentlichen Verkehrsmitteln viel zu lange dauern würde und ich das mit schwerem Gepäck (Computer und Festplatten), nicht wuppen kann, habe ich schweren Herzens absagen müssen, gleich am nächsten Tag.

Ich bin seit kurzen Bürgergeld Empfängerin und habe mit viel Mühe und Not das Geld leihen können. Hatte in wesentlich niedrigeren Preislagen gesucht gehabt und aufgrund der immer dreister werdenden Händler die fast alle gar keine Gewährleistung geben möchten, bei älteren Autos, dann dieses hier gewählt. Weil es zwar hohe km Zahl hatte, aber im Schnitt ca. 7 Jahre jünger war und es aussah als wäre es sehr gut erhalten.

Mit dem Kauf der Neureifen und die aufgekommenen weiteren Kosten Zulassung, Versicherung und ADAC Prüfung bin ich nun endgültig am Ende meiner Kapazitäten.

Natürlich bin ich bereit weiter mein Konto zu belasten wenn normale Wartungen anstehen… aber doch keine Riesensachen. Dafür bin ich ja vom Preissegment hoch auf die 5000 bis 6500er Autos.

Bis dato wurde meine 2x gestellte Frage nach dem genauen Zeitpunkt des Ölwechsels und des Bremsflüssigkeitstauschs nicht beantwortet. Auch die Unterlagen wurden nie zugesendet. Letzter Stand ist, dass man mir die Unterlagen noch vor dem Urlaubsantritt schicken möchte. Ich hatte angegeben, dass ich vielleicht den Wagen wieder verkaufen möchte und dazu natürlich alles brauche um Auskunft usw. Weitergeben zu können. Die anderen Details zum Flüssigkeiten Wechsel wurden nicht angesprochen!!!

Was diese Situation für psychischen Stress zu den ohnehin schon bestehen Existenzproblemen mit sich bringt - kann man sich denken.

Kann es wirklich sein, dass diese Menschen damit durchkommen??
Gibt es nichts was ich tun kann? Ich weiss nicht ob ich die Inspektionsergebnisse oder den Werkstattmenschen dazu bringen kann mir das alles dann schriftlich geben zu lassen.
Und kann ich mit dem was da ist, denn schon meinen Vertrag anfechten??

Die Verkäufer sind ab Mitte der Woche im Urlaub erstmal.

Und ich weiss nicht wo ich anfangen soll. Der Unfall vom Prüfer war auch ein Schock.

Kann man sowas als Betrug bezeichnen? Und was ist überhaupt mit der Tatsache dass man mir den Wagen verkauft hat er aber eigentlich einem anderen gehört hat. Also dem Vater der Dame im Verkaufsvertrag.


Können diese Leute wirklich einfach nicht verantwortlich sein? Auch für die extrem mangelhafte Bremsflüssigkeit??? Gerade wenn mir mündlich zugesichert wurde sie sei neu???

Ist sowas nicht grob fahrlässig?? Ist mein Leben nicht auf dem Spiel - jedes Mal wenn ich den Wagen fahre?? Was kann ich tun? Ich bin überfordert. Hat jemand sowas auch schon mal erlebt? Ist man denn ganz ausgeliefert?




5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Unparteiischer
(9902 Beiträge, 2081x hilfreich)

Das tut mir leid, dass Sie reingefallen sind. Aber bei der ganzen Story und den Ausflüchten hätte ich den Wagen NICHT gelkauft. Wenn man einen am Rand abgefahrenen Reifen sieht, Vorsicht - Und die Ausrede war auch Banane...dass die Mitte ja noch gut ist.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(130026 Beiträge, 41467x hilfreich)

Da wurde man wohl eiskalt abgezockt.
Bei dem ganzen gebaren des Mannes mit den irrwitzigen Aussagen wäre ich wieder gegangen ohne zu kaufen.



Zitat (von sunrock):
Und was ist überhaupt mit der Tatsache dass man mir den Wagen verkauft hat er aber eigentlich einem anderen gehört hat. Also dem Vater der Dame im Verkaufsvertrag.

Wenn der Mann nur im Auftrag des Vaters verkauft hat, dann wäre der Vater der Verkäufer und erst mal der Ansprechpartner für alles.



Zitat (von sunrock):
Können diese Leute wirklich einfach nicht verantwortlich sein?

Ja, das kann passieren.



Zitat (von sunrock):
Auch für die extrem mangelhafte Bremsflüssigkeit??? Gerade wenn mir mündlich zugesichert wurde sie sei neu???

Als erstes wäre mal nachzuweisen das sie nicht neu ist und das dem Mann dies bekannt war.



Als erstes sollte man hier man mal sortieren, welche Mängel überhaupt an dem Auto zum Zeitpunkt des Kaufes vorhanden waren.

Diese Mängel sollte man dann in 3 Gruppen unterteilen

1. Offene Mängel, also die welche sichtbar waren (abgefahrene Reifen, schlechter Zustand der Felgen)
2. Mängel die bestimmungsgemäßer Verschleiß sind
Bei diesen Mängeln kann man sich den Versuch das dem Käufer anzulasten in der Regel sparen.

3. der Rest
Da kommt es dann mal als erstes darauf an, ob es einen wirksamen Ausschluss der gesetzlichen Mängelhaftung gibt.
Liegt der vor, muss man nicht nur beweisen, dass der Mangel bereits bei Kauf / Gefahrenübergang vorhanden war, sondern auch, das der Verkäufer arglistig getäuscht hat.

Das ist im normalen Fall schon kein kleines Problem, hier kann es deutlich schwieriger werden, wenn tatsächlich ein Verkauf im Auftrag vorliegen sollte.



Zitat (von sunrock):
Ich habe dann bei ADAC einen Gebrauchtwagen Check terminiert

Das macht man eigentlich vor dem Kauf ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5941 Beiträge, 2617x hilfreich)

Zitat (von sunrock):
Was kann ich tun? Ich bin überfordert.


Dann beauftrage jemanden deine Rechte wahrzunehmen.
Wobei das schon schwierig wird, weil das Auto ja bereits in der Werkstatt bearbeitet wird.

Ansonsten gilt halt, dass man als Laie von privat kein Auto kaufen sollte, ohne jemanden mit Ahnung hinzu zu ziehen oder das Geld vollständig abschreiben zu können.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Wurstsemmel
Status:
Schüler
(463 Beiträge, 75x hilfreich)

Was für eine Textwand, mit so viel belanglosem Müll...

Ob man als Bürgergeldler einen BMW fahren muss, sei mal dahingestellt.

Kernaussage: Sie haben ohne jegliche Fachkenntnis einen Gebrauchtwagen mit preistypischen Mängeln gekauft. Dank fehlender Fachkenntnis sind Sie natürlich ein ideales Opfer für die "Fach"werkstätten - die VANOS-Problematik bei BMW ist bspw. bekannt und für 1/10 des von Bosch genannten Preises reparierbar.

Die Krönung ist der ADAC, denn damit...

Zitat (von sunrock):
Das habe ich auf Anraten des Prüfers dann mit etwas destilliertem Wasser aufgefüllt erstmal.


...haben Sie mit etwas Glück den Motor - genauer den Zylinderkopf - geschrottet.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
9elfer
Status:
Praktikant
(657 Beiträge, 96x hilfreich)

Zitat (von Wurstsemmel):
Ob man als Bürgergeldler einen BMW fahren muss, sei mal dahingestellt.


Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

Zitat (von Wurstsemmel):
Die Krönung ist der ADAC, denn damit...

Zitat (von sunrock):
Das habe ich auf Anraten des Prüfers dann mit etwas destilliertem Wasser aufgefüllt erstmal.



...haben Sie mit etwas Glück den Motor - genauer den Zylinderkopf - geschrottet.


Und warum sollte das so sein?

Zitat (von Wurstsemmel):
die VANOS-Problematik bei BMW ist bspw. bekannt und für 1/10 des von Bosch genannten Preises reparierbar.


Dann nennen Sie doch dem Hilfesuchenden eine Fachwerkstatt, die die Vanos Probleme für 250-300€ beseitigt.

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