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Privater Autokauf - Motorschaden verschwiegen, was kann ich tun?

 Von 
msn492682-2
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Privater Autokauf - Motorschaden verschwiegen, was kann ich tun?

Erstmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass nochmals solch eine Frage wieder gestellt wird. Ich lese seit gestern in mehreren Foren alles über das Thema, aber mein aktuelles Problem konnte ich bisher nicht beantworten. Ja ich weiß, ein Anwalt kann mir am besten helfen, aber auch erfahrene Personen, können mir einen sicheren Weg verschaffen.

Zu meiner Problematik:

Ich habe gestern, am 11.06.2018 ein Auto aus Dresden gekauft ( bin extra von Stuttgart hingeflogen). Dort angekommen, wie gewohnt das Auto besichtigt und alles besprochen - laut Verkäufer hat der Wagen kleine Mängel ist aber zu 100% fahrbereit. Da wir schon mit dem Verkäufer seit ungefähr zwei Wochen Kontakt hatten, war für mich eine Probefahrt nicht notwendig, da alles "TipTop" sei. Wir haben uns auf 5000€ geeinigt und er meinte er schickt mir die Unterlagen zu sobald er sein neues Auto anmeldet (heute 11.06.2018, den Wagen abmelden und das neue Auto anmelden). Alles gut und schön. Auf dem Rückweg, nach ungefähr 100 km (ich bin sehr vorsichtig gefahren) hörte ich unter dem Auto laute Geräusche -auf der Autobahn- und fuhr sofort auf die rechte Spur und bemerkte das die Ölwanne aufgerissen war, ADAC;Polizei;Feuerwehr kamen recht schnell alles aufgenommen. Das Auto ließ ich mittels ADAC in einer Werkstatt in der Nähe von Dresden, Empfehlung von der ADAC, um eine Diagnose festzustellen. Den Käufer informierte ich was geschah und er meinte wir schauen mal was dabei rauskommt.

Heute hat es sich herausgestellt, der Pleuel ist zwischen den Kolben zerrissen und durch den Motorblock rausgeschlagen + Ölwanne kaputt - ein wirtschaftlicher Motorschaden, mehr Information kann er nicht geben, da sollte der Gutachter kommen, da er genau feststellen kann ob der Schaden schon viel länger schon war oder nicht. Der Herr aus der Werkstatt meinte, lieber den Anwalt einzuschalten, da der Verkäufer höchstwahrscheinlich den Schaden verschwiegen hat und dies eine arglistige Täuschung ist. Beim Kaufvertrag gab er mir zusätzlich eine Zusatzvereinbarung, von wegen es sei ein Bastlerfahrzeug - ist aber nirgends dokumentiert und auf Nachfrage bekam ich keine Antwort. Aber überall, in den Dokumenten stand, der Wagen hätte kleine Mängel ist aber fahrbereit - solch ein Auto ist kein Baslterfahrzeug. Der Stand heute ist, dass ich versuche İhn anzurufen um ihn zu informieren, dass der Wagen ein Motorschaden ist, aber er meint, er habe heute keine Zeit zum telefonieren, eventuell heute Abend oder Morgen.

Was soll ich jetzt machen, wie soll ich vorgehen, habe ich das Recht auf Ruckabwicklung und die Kosten die entstanden sind, muss ich die übernehmen(bin mit dem roten Kennzeichen hingefahren) mir würde ein Auto verkauft der 100% nicht verkehrsfähig ist und es könnte viel schlimmer enden.




Info's zum Auto: Mercedes-Benz 320 ML Brabus EZ:2000 KM-Stand:235 000

-- Editiert von Moderator am 11.06.2018 22:21

-- Thema wurde verschoben am 11.06.2018 22:21

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
verkauft Motorschaden Mangel Wagen


17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
xmkxx
Status:
Frischling
(42 Beiträge, 7x hilfreich)

Um 'arglistige Täuschung' geltend zu machen, müsstes du Beweisen!, dass der Verkäufer von dem Motorschaden bzw einem Vorschaden der diesen Motorschaden verursachen wird, wusste, was in meinen Augen bei jetzigem Informationsstand seeehr schwierig wird. Meiner Meinung nach wird das wahrscheinlich auf Pech gehabt hinauslaufen.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71066 Beiträge, 32381x hilfreich)

Und die verkehrsrechtliche Frage ist jetzt welche genau?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
Uwe Mettmann
Status:
Schüler
(421 Beiträge, 190x hilfreich)

Zitat (von msn492682-2):
Erstmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass nochmals solch eine Frage wieder gestellt wird. Ich lese seit gestern in mehreren Foren alles über das Thema, aber mein aktuelles Problem konnte ich bisher nicht beantworten.

Wirklich, du hast vorab in den Foren recherchiert, auch in diesem hier? Dann hättest du aber wissen müssen, dass der Forenbereich „Verkehrsrecht" falsch ist und dein Thread logischerweise in den Forenbereich „Auto - Kauf und Verkauf" gehört.

Egal, zum eigentlichen Thema. Der eigentlich wichtige Punkt ist, ob im Vertrag ein rechtwirksamer Ausschluss der Sachmangelhaftung ist. Also was steht dazu im Kaufvertrag wortwörtlich drin?


Gruß

Uwe

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#4
 Von 
msn492682-2
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Erstmal danke für ihr Antwort, ja sie haben Recht, meine Frage sollte nicht hier stehen, aber ich wusste leider nicht genau wie ich die Funktion einstelle.

İn der Zusatzvereinbarung steht: Das Fahrzeug ist unter jeglichem Ausschluss von Gewährleistung, Sachmängelhaftung oder Rückgabe veräussert.

Würde gerne per Screenshot schicken, geht aber wahrscheinlich nicht.

Liebe grüße

IE

-- Editiert von msn492682-2 am 11.06.2018 21:27

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71066 Beiträge, 32381x hilfreich)

Zitat (von msn492682-2):
İn der Zusatzvereinbarung steht: Das Fahrzeug ist unter jeglichem Ausschluss von Gewährleistung, Sachmängelhaftung oder Rückgabe veräussert.

Sofern man kein Unternehmer ist, dürfte das nicht zulässig sein.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#6
 Von 
reckoner
Status:
Unparteiischer
(9499 Beiträge, 3626x hilfreich)

Hallo,

ich pick mir erstmal ein paar Sätze zum Kommentieren und Nachfragen raus:

Zitat:
mir würde ein Auto verkauft der 100% nicht verkehrsfähig ist
Das stimmt ja schon mal nicht. Beim Kauf bzw. bei der Übergabe lief der Motor doch einwandfrei.

Zitat:
Beim Kaufvertrag gab er mir zusätzlich eine Zusatzvereinbarung, von wegen es sei ein Bastlerfahrzeug - ist aber nirgends dokumentiert und auf Nachfrage bekam ich keine Antwort.
??? Wieso ist das nirgendwo dokumentiert? Es steht doch im Kaufvertrag (obwohl ich gar nicht verstehe was das überhaupt ändern sollte).

Zitat:
Aber überall, in den Dokumenten stand, der Wagen hätte kleine Mängel ist aber fahrbereit - solch ein Auto ist kein Baslterfahrzeug.
Was verstehst du denn unter einem Bastlerfahrzeug? Das kann ja "von einem Bastler" oder "für Bastler" bedeuten.
Die Rechtsprechung sagt aber, dass man mit einer solch' pauschalen Bezeichnung keine größeren Mängel ausschließen kann. Wenn dann muss man die Mängel konkret benennen.

Zitat:
da sollte der Gutachter kommen, da er genau feststellen kann ob der Schaden schon viel länger schon war oder nicht.
Und was soll das bringen? Selbst wenn es - was wahrscheinlich ist - auf einen älteren kleinen Schaden oder schon länger vorliegenden Verschleiß zurückzuführen ist heißt das ja nicht, dass der Verkäufer davon wusste (nur dann haftet er dafür).

Zitat:
Dort angekommen, wie gewohnt das Auto besichtigt ...
Was heißt "wie gewohnt"? Machst du das öfter? Gewerblich? Bist du vom Fach?

Zitat:
er meinte er schickt mir die Unterlagen zu sobald er sein neues Auto anmeldet
Welche Unterlagen?

Zitat:
Sofern man kein Unternehmer ist, dürfte das nicht zulässig sein.
Mag sein, ändert aber auch nichts, die Formulierung ist natürlich umzudeuten.

Stefan

-- Editiert von reckoner am 11.06.2018 22:06

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#7
 Von 
Uwe Mettmann
Status:
Schüler
(421 Beiträge, 190x hilfreich)

Zitat (von msn492682-2):
Würde gerne per Screenshot schicken, geht aber wahrscheinlich nicht.

Klar geht das. Du lädst den Sreenshot auf irgendeinen Bildhoster hoch (z.B. abload.de) und verlinkst das Bild anschließen hier.

Dazu findest du oben im Texteditor einen Button oder du verwendest folgende Syntax (die in fast allen Foren funktioniert):

(url)Bilderlink(/url)
(runde durch eckige Klammer ersetzten)

Ach so, noch etwas, in Foren verwendet man als Anrede in der Regel das „Du". Daher habe auch ich dich mit „Du" angesprochen. Ich hoffe, das ist ok?


Gruß

Uwe

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#8
 Von 
msn492682-2
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja der Wagen lief die ersten 100 km gut aber gekauft hab ich es ja für eine längere Zeit und keine 100 km und wenn man mir versichert das, der Wagen super läuft gehe ich ja davon aus, dass es das Geld Wert ist (klar für manche sind 5000€ nichts, aber für mich war das Geld ein Ersparnis)
Bastlerfahrzeug heißt für mich, ein Schrottwagen, der nicht verkehrsfähig ist. Und das Begriff "Bastlerfahrzeug" stand nicht im Kaufvertrag, sondern nur in der Zusatzvereinbarung, KLAR gehört zum Kaufvertrag, aber "einfach mal so" ohne das Amt oder der dafür zuständigen Stelle, kann man ein Auto nicht, nach Laune als Bastlerfahrzeug bennenen um sämtliche Verpflichtungen auszuschließen. Oder?
Weshalb die Erwähnung, das der Verkäufer, den Wagen als Bastlerfahrzeug betitelt ist, meiner Meinung nach, kann er im nachhinein (falls es vor Gericht geht) sagen, dass er schriftlich erwähnt hat, dass der Wagen z.B für zum Zweck von Ersatzteilgewinnung gedacht war...
Genau, da haben Sie auch Recht, konkrete Mängeln wurden erst nach mehrmaliger Nachfrage benannt, z.B. sämtliche Kratzer oder Dellen, was naturlich gar kein Problem für mich wäre. Aber wichtigere Mängel kamen heute in der Werkstatt raus.

So, das heißt für mich, dass ich irgendwie heausfinden soll ob er über den Schaden infomriert war und dies verheimlicht hat, sonst hab ich Pech gehabt in dem ich jemanden vertraut habe, dem es egal war, was auf der Strecke zurück nach Stuttgart, passieren könnte. Super!

Nein ich bin leider nicht vom Fach, damit habe ich nur gemeint, wie üblich bei jedem Privatkauf schaut man sich das Auto an :) Das wäre wahrscheinlich nicht passiert wenn ich vom Fach wäre + mit Erfahrung

Unterlagen wie z.B. Fahrzeugbrief, -schein und Checkheft usw. ja sollte ich mitnehmen ich weiß, aber zu dem Zeitpunkt blieb mir nichts anderes übrig, sonst könnte er nicht Ummeldung machen.

Herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben hat mich wirklich sehr gefreut

Viele Grüße

Evran


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#9
 Von 
msn492682-2
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen lieben Dank für die Information

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#10
 Von 
msn492682-2
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

İch versuchs mal DANKE für die Info.

Nein gar kein Problem mit dem duzen

Liebe grüße

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#11
 Von 
reckoner
Status:
Unparteiischer
(9499 Beiträge, 3626x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
aber "einfach mal so" ohne das Amt oder der dafür zuständigen Stelle, kann man ein Auto nicht, nach Laune als Bastlerfahrzeug bennenen um sämtliche Verpflichtungen auszuschließen. Oder?
Korrekt, hatte ich auch geschrieben, pauschal bringt dieser Begriff nicht viel.
Vielleicht sind damit einige Kleinigkeiten abgegolten (defekte Lampe, angerosteter Auspuff, bald verschlissene Bremsen), aber sicher nicht der beschriebene Motorschaden.
Es bleibt aber dabei das du dem Verkäufer nachweisen musst, dass er von einem Mangel gewusst hat. Und das ist regelmäßig schwierig, außer vielleicht wenn er so blöd war und Rechnungen mitgegeben hat aus denen die Ursache für den jetzigen Schaden hervorgeht (zum Beispiel ein geringfügiger Mangel im HU-Bericht).

Zitat:
dass der Wagen z.B für zum Zweck von Ersatzteilgewinnung gedacht war...
Das sagt der Begriff "Bastlerfahrzeug" ganz sicher nicht. Aber du hast natürlich recht, oft meinen die Verkäufer damit quasi einen Freibrief zu haben.

Zitat:
So, das heißt für mich, dass ich irgendwie heausfinden soll ob er über den Schaden infomriert war und dies verheimlicht hat, sonst hab ich Pech gehabt in dem ich jemanden vertraut habe, dem es egal war, was auf der Strecke zurück nach Stuttgart, passieren könnte. Super!
Leider ja.
Der Klassiker: Ein Mangel der ihm hätte bekannt sein müssen kann es nicht sein, denn den hättest du ja auch bemerkt (nicht erst nach 100 km).
Besonders blöd ist, dass der Schaden ganz sicher das erste mal aufgetreten ist, ein gebrochenes Pleuel hatte der Vorbesitzer ja sicher noch nicht. Anders wäre es z.B. wenn der Motor immer bei hohen Drehzahlen ausgeht, das hätte ja schon mal aufgetreten sein können (da könnte man dann z.B. bei Vorvorbesitzern recherchieren).

Fazit: Juristisch sieht es imho nicht gut aus. Daher würde ich eher die Kulanzschiene wählen und freundlich um einen Nachlass bitten (der Verkäufer sollte eine gerichtliche Außeinandersetzung auch scheuen, ganz auf der sicheren Seite ist er natürlich nicht). Vielleicht findest du ja einen Ersatzmotor und eine günstige Werkstatt die diesen einbaut (ja, ist auch nicht leicht, die bauen ungern gebrauchte Teile ein), und wenn ihr euch die Kosten dann teilt ist das vielleicht die beste Lösung für alle.
Um was für ein Fahrzeug handelt es sich denn? Ich tippe auf etwas außergewöhnliches (für einen Golf fliegt/fährt man ja nicht durch halb Deutschland), und dann kann es auch schnell ein kompletter Totalschaden sein.

Zitat:
Unterlagen wie z.B. Fahrzeugbrief, -schein und Checkheft usw. ja sollte ich mitnehmen ich weiß, aber zu dem Zeitpunkt blieb mir nichts anderes übrig, sonst könnte er nicht Ummeldung machen.
Das stimmt so nicht, dafür braucht man nur den Fahrzeugschein und die Kennzeichen. Aber egal, kannst du ja nicht mehr ändern und ist auch jetzt nicht das Problem.
Aber waren die Kennzeichen eigentlich nicht noch in Betrieb? [dann könnte er nämlich gar nicht ab- oder ummelden]

Stefan

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#12
 Von 
little-beagle
Status:
Student
(2174 Beiträge, 1203x hilfreich)

Und mir sei der Hinweis gestattet, dass Du sehr blauäugig an die Sache rangegangen bist.

Zitat:
Da wir schon mit dem Verkäufer seit ungefähr zwei Wochen Kontakt hatten, war für mich eine Probefahrt nicht notwendig, da alles "TipTop" sei.

ist immer eine schlechte Idee. Vor allem wenn man extra anreisen muss. Und wenn der VK dann noch

Zitat:
Beim Kaufvertrag gab er mir zusätzlich eine Zusatzvereinbarung, von wegen es sei ein Bastlerfahrzeug

aus dem Hut zaubert, rennt man - so schnell man kann! Da müssen wirklich ALLE Alarmglocken angehen.

Hast Du die Zusatzvereinbarung unterschrieben? Steht im Kaufvertrag drin, dass es eine solche Zusatzvereinbarung gibt? Oder hat der VK halt noch einen Zettel dazugelegt?

Wenn die Ölwanne defekt ist, sollte eigentlich - eher früher als später - die Ölwarnleuchte im Fahrzeug Kirmes spielen. War das der Fall? Kannst Du ausschließen, dass die Ölwanne auf der Fahrt von Dir kaputtgegangen ist? Ist schnell passiert, dass man irgendwo drüberratscht.

Meine Erfahrung mit Werkstätten und Gebrauchtteilen ist übrigens ganz gut; selbst Vertragswerkstätten haben kein Problem damit (übernehmen natürlich aber keine Garantie für das Ersatzteil).

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#13
 Von 
fm89
Status:
Lehrling
(1635 Beiträge, 649x hilfreich)

Zitat:
wenn man mir versichert das, der Wagen super läuft gehe ich ja davon aus, dass es das Geld Wert ist

Was soll der VK auch sagen? Der will natürlich seine Kiste loswerden

Zitat:
Bastlerfahrzeug heißt für mich, ein Schrottwagen, der nicht verkehrsfähig ist.

Warum lässt du dann zu, dass diese Vereinbarung in den KV aufgenommen wird?

Zitat:
İn der Zusatzvereinbarung steht: Das Fahrzeug ist unter jeglichem Ausschluss von Gewährleistung, Sachmängelhaftung oder Rückgabe veräussert.

Hier wäre der einzige Ansatzpunkt: Wenn dies so alleine dort steht, dann ist die Klausel womöglich unwirksam.
Dann müsstest du "nur" noch beweisen, dass der Mangel schon bei Übergabe vorhanden war. Das ist nicht unmöglich (z.B. wenn ein Lagerschaden schon nachweislich länger vorgelegen hat)

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#14
 Von 
fb367463-2
Status:
Senior-Partner
(6614 Beiträge, 2734x hilfreich)
Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#15
 Von 
msn492682-2
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Erstmal vielen lieben Dank, an alle die sich so genau die Zeit für mich genommen haben.
Ja, es stimmt. Ich bin echt Blind hingegangen und verstehe nicht, weshalb mir nichts aufgefallen ist - ohne Erfahrung freut man sich halt nur auf das Auto. Vorsichtig bin ich auf jeden Fall gefahren, vorallem bei solch einer Strecke mit einem "fremden Wagen" (da war ich dann doch nicht mehr blind vor Freude)
Im Kaufvertrag steht nur, siehe Zusatzblatt.

Aktueller Stand ist: der Verkäufer meint, ich krieg 1000€ und den Wagen, aber ich meinte, dass das nicht geht und ich 3000€ vorgeschlage + das Auto + die restlichen Kosten. Er meint, dass geht auf gar keinem Fall, er würde mich später nochmal anrufen. Wie sollte ich jetzt am sinnvollsten vorangehen???

Mit herzlichen Grüßen

Evran

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#16
 Von 
Jule28
Status:
Schüler
(228 Beiträge, 156x hilfreich)

Es verwundert schon das der VK überhaupt Kontakt mit dir zulässt.
Fakt ist aber eins-solch ein Schaden:

Zitat:
der Pleuel ist zwischen den Kolben zerrissen und durch den Motorblock rausgeschlagen + Ölwanne kaputt

ist am Ende schlicht & einfach nur Pech. Niemand kann einen Pleuabriss vorhersagen und damit verschweigen denn in das Pleul kann keiner "reinschauen". Da etwas konstruieren zu wollen dürfte nahezu unmöglich werden.
Du bist ja selber noch ~100km mit dem Wagen gefahren was nunmal eindeutig belegt das er lief als du ihn abgeholt hast. Deine einzige Chance wäre nun etwas über die vielleicht nicht korrekt ausgeschlossene Sachmängelhaftung zu erreichen. Dafür würde ich aber mit dem Kaufvertrag sofort zum Anwalt.
Sollte diese doch korrekt augeschlossen sein heißt es schlicht -->Dumm gelaufen.
Das ist eben das Risiko was man trägt & es hätte dir auch einem 50.000 Gebrauchtwagen passieren können.

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#17
 Von 
reckoner
Status:
Unparteiischer
(9499 Beiträge, 3626x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Wenn die Ölwanne defekt ist, sollte eigentlich - eher früher als später - die Ölwarnleuchte im Fahrzeug Kirmes spielen. War das der Fall? Kannst Du ausschließen, dass die Ölwanne auf der Fahrt von Dir kaputtgegangen ist? Ist schnell passiert, dass man irgendwo drüberratscht.
Ich hatte es so verstanden, dass die Ölwanne erst durch die Pleuel-Trümmer aufgerissen ist.

Wenn es hingegen wirklich Ölverlust und in Folge dessen erst der Bruch des Pleuel war, dann könnte der Verkäufer doch etwas gewusst haben (eben eine undichte Ölwanne), aber auch das muss ihm nachgewiesen werden.
Zudem wäre eine leuchtende Ölwarnlampe wiederum ein erhebliches Mitverschulden.

Frage: Gab es eine längere Ölspur, oder beginnt die erst an der Stelle an der auch die Geräusche begannen?

Zitat:
Aktueller Stand ist: der Verkäufer meint, ich krieg 1000€ und den Wagen, aber ich meinte, dass das nicht geht und ich 3000€ vorgeschlage + das Auto + die restlichen Kosten.
So weit seit ihr da doch gar nicht auseinander (hört sich zwar noch viel an, ist es aber gar nicht, eher sind das gute Einstiegsangebote).
Was meinst du mit "die restlichen Kosten"?

Stefan

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