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Rücktritt vom Kfz-Kaufvertrag unter besonderer Bedingung

 Von 
pa508544-30
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Rücktritt vom Kfz-Kaufvertrag unter besonderer Bedingung

Hallo, ich habe folgendes Problem:

ich habe einen PKW gekauft und wegen Mängel mit dem Verkäufer direkt den Rücktritt vom Kaufvertrag erklärt, beide Parteien haben zugestimmt. Da der Verkäufer jedoch auf sein Nachbesserungsrecht verzichtet hat, haben wir vereinbart, dass er das Fahrzeug erst an einen neuen Kunden weiterverkauft und uns dann erst das Geld erstattet. Nun wurde das Fahrzeug auch tatsächlich weiterverkauft aber, wer hätte es gedacht, der neue Käufer hatte auch Motorschäden und hats direkt wieder zurückgebracht.

Nun spielt das für meine Rückerstattung doch keine Rolle ob beim nächsten Käufer Sachmängel auftraten, schließlich liegt das doch überhaupt nicht in meiner Verantwortung, nur der Weiterverkauf bzw. der Abschluss eines neuen Kaufvertrages zählt. Da ist doch keine Logik hinter, was wäre wenn der neue Käufer erst nach 3 Monaten das Auto wegen Mängel zurückgibt? Das macht doch keinen Sinn meiner Meinung nach.

Meine Frage wäre ob ich beim gerichtlichen Verfahren relativ einfach recht bekäme. Aus meiner Sicht ist die Sache relativ klar, es kann auch alles belegt werden.

Wie seht ihr die Sache?
Vielen Dank



-- Editiert von pa508544-30 am 14.03.2019 18:53

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Auto Mangel Käufer Fahrzeug


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(66831 Beiträge, 31531x hilfreich)

Zitat (von pa508544-30):
beide Parteien haben zugestimmt.

Zitat (von pa508544-30):
haben wir vereinbart, dass er das Fahrzeug erst an einen neuen Kunden weiterverkauft und uns dann erst das Geld erstattet.

Mit welchem Wortlaut?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
pa508544-30
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Wortlaut des Rücktritts:

Hiermit trete ich [Mein Name] vom KFZ Kaufvertrag, abgeschlossen am 26.01.2019, zurück. Es handelt sich um folgendes Fahrzeug: [Fahrzeugdetails].

Der Verkäufer [Autohaus] verpflichtet sich, nach Erlös des Fahrzeuges, dem Käufer [Mein Name] den Kaufpreis in Höhe von [Betrag] zurück zu erstatten.

-- Editiert von pa508544-30 am 14.03.2019 19:18

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(66831 Beiträge, 31531x hilfreich)

Zitat (von pa508544-30):
nach Erlös des Fahrzeuges

Also wenn das Fahrzeug erlöst wurde? Was bedeutet denn erlöst? Gnadenschuß? Einschläfern? Schrottpresse?



Ich würde jetzt erstmal ein Schreiben an den Verkäufer senden, mit
– Aufforderung zur unverzüglichen Überweisung des offenen Betrages
– Fristsetzung für die Überweisung nach Datum (14 Tage)
– das ganze mit Zustellnachweis
– Ankündigung das nach Fristablauf ohne Leistung das ganze als Verweigerung der Erfüllung der gesetzlichen und vertraglichen Pflichten ansieht, dass das ohne weitere Kommunikation an einen Anwalt geht und man das dann auf seine Kosten per Gericht klären lässt.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
pa508544-30
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von pa508544-30):
nach Erlös des Fahrzeuges

Also wenn das Fahrzeug erlöst wurde? Was bedeutet denn erlöst? Gnadenschuß? Einschläfern? Schrottpresse?



Ich würde jetzt erstmal ein Schreiben an den Verkäufer senden, mit
– Aufforderung zur unverzüglichen Überweisung des offenen Betrages
– Fristsetzung für die Überweisung nach Datum (14 Tage)
– das ganze mit Zustellnachweis
– Ankündigung das nach Fristablauf ohne Leistung das ganze als Verweigerung der Erfüllung der gesetzlichen und vertraglichen Pflichten ansieht, dass das ohne weitere Kommunikation an einen Anwalt geht und man das dann auf seine Kosten per Gericht klären lässt.




Genau so habe ich es bereits gemacht, letzter Schritt wäre dann zeitnah das gerichtliche Verfahren falls es nicht klappt. Erlös mag etwas schlecht gewählt sein, den Rücktritt habe ich per Hand beim Händler geschrieben, aber ich schätze der Begriff reicht aus und beschreibt das Ziel genau genug. Vielen Dank für die Antwort aber meine Frage ging eher in eine andere Richtung bezüglich der Sachmängel des nächsten Käufers und ob dies meine Rückerstattung hinauszögert.

-- Editiert von pa508544-30 am 14.03.2019 22:00

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#5
 Von 
fb367463-2
Status:
Junior-Partner
(5613 Beiträge, 2521x hilfreich)

Ich würde schon denken, daß die Bedingung für die Auszahlung erfüllt ist. Der Wagen sollte weiterverkauft werden - würde er und damit ist die Bedingung erfüllt. Daß der Käufer dann die Kiste wieder zurück gebracht hat, muß Sie meiner Meinung nach nicht mehr interessieren.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#6
 Von 
Guruhu
Status:
Lehrling
(1266 Beiträge, 365x hilfreich)

In eine ganz andere Richtung gedacht: Wie gedenkt man zu beweisen, dass der Wagen wirklich erneut verkauft wurde? Sollte sich der Händler plötzlich unwissend stellen.

Für die Zukunft sollte man mitnehmen, dass solche mehr oder weniger diffusen Regelungen mehr Fallstricke bieten können, als Lösungen.

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#7
 Von 
pa508544-30
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Guruhu):
In eine ganz andere Richtung gedacht: Wie gedenkt man zu beweisen, dass der Wagen wirklich erneut verkauft wurde? Sollte sich der Händler plötzlich unwissend stellen.

Für die Zukunft sollte man mitnehmen, dass solche mehr oder weniger diffusen Regelungen mehr Fallstricke bieten können, als Lösungen.

Das stimmt tatsächlich. Glücklicherweise hat der Händler dies schon selbst bestätigt, auch gegenüber meinem Anwalt, dass das Fahrzeug bereits weiter veräußert wurde.

Bezüglich der Formulierung ist einiges falsch gelaufen, da habe ich auf jeden Fall dazu gelernt.

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#8
 Von 
pa508544-30
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

.

-- Editiert von pa508544-30 am 15.03.2019 14:18

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(66831 Beiträge, 31531x hilfreich)

Zitat (von pa508544-30):
Genau so habe ich es bereits gemacht,

OK, dann würde ich die Frist abwarten, eine Woche dazu rechnen und dann klagen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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