Hallo,
haben uns letzte Woche einen Gebrauchten VW Golf III mit 150tkm von Privat aus 2. Hand gekauft. Der Preis war ganz Okay für dieses Modell.
Das Auto hatte ein paar kleinere Mängel die ich selber beheben wollte. Unter anderem war im Fahrersitz ein kleineres Loch, Anlasser und Zündschloss defekt, und die Motorhaube hatte 2 kleinere Roststellen. Für den Preis fand ich es in Ordnung und kaufte das Auto.
Wir waren zu zweit beim Verkäufer. Der Verkäufer war alleine.
Auf meine Frage ob das Fahrzeug einen Unfall hatte bekam ich die Antwort das er keinen hatte.
Was uns an der Sache etwas komisch vor kam war das er nicht im Fahrzeugschein eingetragen war. Auf Frage bekamen wir die Antwort, dass das Fahrzeug auf den Vater seiner Freundin lief, und das er ihn gefahren ist.
Heute wollte ich beim Auto den Anlasser tauschen. Dabei habe ich auch die Front abgenommen, da ich einige Stellen mit Wachs behandeln wollte (Rostvorsorge). Dabei viel mir auf das mehrere Teile vom Baujahr her nicht passten.
Frontschürze war von 2003, Einige Plastikverkleidungen waren von 1994, Der Kotflügel der Beifahrerseite ist kein Originaler und ist von Innen wegen fehlender Versiegelung total durchgerostet. Der Fordere Träger wurde erneuert und rostet stark, Die Motorhaube rostet komplett durch. die hinteren Seitenteile müssen komplett neu lackiert worden sein (Naht vom Klarlack ist sichtbar)
Darauf hin habe ich beim Vorbesitzer angerufen. Dieser war doch nicht der Vater von seiner Freundin, und der Typ von dem ich das Auto gekauft hatte ist diesen maximal 2 Wochen selbst gefahren. Die ganze Geschichte von dem war eine Lüge. Er teilte mir mit, das der 1. Besitzer mit dem Auto einen starken Unfall hatte. Angeblich sei er gegen einen Bagger gefahren. Das Auto wäre danach repariert worden (Keine Fachwerkstatt). Dann hätte er es gekauft, und hätte es vor kurzer Zeit an einen HÄNDLER!!! (An die Person die uns den von Privat verkauft hat) als Unfallwagen verkauft. Der Vorbesitzer teilte mir auch mit, das der Händler teile des Autos neu lackiert hätte, da er wohl noch Kratzer hatte.
Nach diesem Anruf war ich stock sauer und rief den Verkäufer an. Dieser stellte sich erst blöd und wusste von nichts. Hinterher fiel es ihm wieder ein das in seinem Kaufvertrag ja doch drin stand, das es ein Unfallwagen sei. Und wo nun mein Problem sei. Der Wagen würd doch gut fahren. Ich zählte ihm die Mängel auf und sagte ihm das ich das Auto so nicht gekauft hätte. Er meinte nur das er für den Preis gut gewesen wäre, und das man dafür keinen vergleichbaren bekommen hätte, und das wenn er in die Anzeige bei Mobile reingeschrieben hätte, das es ein Unfallwagen handelt das gleiche Geld bekommen würde. Ich sagte ihm da drauf nur das er es von mir nicht bekommen hätte.
Als er versuchte zu diskutieren sagte ich ihm nur das es Betrug sei, und das es nur 2 Möglichkeiten gäbe. Entweder ich bekomm 500 € für die Schäden, oder ich würd das Auto zurückgeben. Er meinte zu mir das er das Auto wegen seiner kranken Mutter verkauft hätte. Diese Geschichte stimmt natürlich auch nicht, da er uns beim kauf was ganz anderes erzählte. Nun meint er zu mir das er das Geld dringend bräuchte und das es schon ausgegeben sei. Ich drohte ihm mit Anzeige und rechtlichen Schritten. Nun will er mich gleich gegen 10 - 11 Uhr anrufen.
Ich bin Rechtschutz versichert. Der Kaufvertrag lief jedoch auf meine Freundin, da das Auto für sie gedacht war. Ich habe jedoch die komplette Abwicklung gemacht. Gibt es da Probleme mit der Rechtschutzversicherung?
Was kann ich machen? Bzw. was soll ich ihm gleich am Telefon sagen?
Ein kleinerer Unfallschaden wäre ja nicht so schlimm gewesen. Aber da es sich um einen starken Unfall gehandelt hat wo nun Teile schon durchrosten, und wo viele Teile neu lackiert wurden ist zu viel.
Danke für eure Hilfe!!
Unfallfreies Auto von Privat gekauft - Starker Vorschaden/Rost was nun?
Hab gestern keinen Anruf mehr bekommen.
Ich habe ihn daraufhin heute angerufen. Er bot mir an 300€ zu zahlen, mehr nicht. Ich sagte ihm das ich 550€ haben will oder er bekommt die Kiste wieder. Das wollte er nicht und das Gespräch wurde lauter. Ich hab ihn dabei nicht beleidigt.
Er bot mir dann an das Auto für 1800€ zurück zu nehmen (Bezahlt habe ich 2250€). Er meinte da ich die Front abgenommen habe gibt er mir nur so wenig. Er sagte am Ende nur noch zu mir das ich ihn am A... lecken kann und legte auf.
Bin gerade zur Polizei gefahren und hab ihn wegen Betruges angezeigt. Bei der Überprüfung stellte sich herraus, das es den Namen der auf dem Kaufvertrag angegeben war nicht gibt. Jedoch weiss der Vorbesitzer wer er ist, und wo er wohnt.
Ist der ganze Vertrag nicht somit nichtig?
Was kann ich nun machen?
Eigentlich in der Theorie ganz einfach: fechten Sie Ihre Willenserklärung zum Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung an. Das sollte zum einen wegen des Unfalls möglich sein (oder steht der im Vertrag) zum anderen aber auch mit der Person des Verkäufers. Sollte dieser tatsächlich Händler sein, können Sie ihn auch zur Nachbesserung oder Kaufpreisminderung verpflichten. Blöd ist eben, dass Sie (offiziell) nicht Käufer sind, was Probleme mit der Rechtsschutz bereiten könnte.
Und jetzt?
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