Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
617.063
Registrierte
Nutzer

Wohnwagen Eigentum Möglichkeiten

3. Juli 2021 Thema abonnieren
 Von 
bauan
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Wohnwagen Eigentum Möglichkeiten

Guten Tag,

mit meinem Expartner habe ich gemeinsam einen Wohnwagen gekauft. Er steht im Kaufvertrag. Nachweislich gemeinsam finanziert. Auf mich zugelassen. Ich persönlich möchte den WW nicht mehr besitzen und hatte ihm angeboten, mir meine Anteile abzukaufen. hat er bislang nicht getan. Wenn er ihn nicht möchte => Verkauf am Markt.

Derzeit verweigert er sich, mir Schlüssel und Papiere zu geben und nutzt weiterhin munter den Wohnwagen.

1. Der WW steht vor unserem Haus, das ich bewohne und ragt dabei in öffentlichen Parkraum hinein. Natürlich wird er nicht alle zwei Wochen bewegt. Steht also unerlaubt. Da ich den WW nicht mehr möchte, möchte ich auch nicht, dass er vor unserem Haus steht. Falls ein Strafzettel kommt, muss ich den zahlen. Wer klagt schon einen Strafzettel über Falschparken ein? Zudem hängt er zettel an die Autos der Nachbarn, damit sie den Platz freihalten. Den Ärger der Nachbarn krieg natürlich ich ab, da ich mit den Kindern das Haus bewohne

2. Heute Nacht der Gipfel: Er übergibt ausdrücklich gegen meinen Willen den Wowa (natürlich inkl. Schlüssel und Schein) an seinen Bruder, der nun damit in Urlaub fährt. Wie sieht es da mit meiner Haftung aus, wenn mit dem Wowa was passiert, also Schaden an fremdem Eigentum oder gar Menschen angerichet wird usw.? Jetzt mal unabhängig davon, wer fährt - sein Bruder oder er selbst.

Welche Möglichkeiten hab ich?
Im ersten Schritt will ich meine Papiere, damit nicht Hinz und Kund unter meinem Namen spazieren fahren und ich den Wowa abmelden kann. Bzgl. Eigentum sagt das ja eh nichts aus.
Im zweiten Schritt will ich den Wowa verkaufen. An ihn oder Markt ist egal. Aber wie sieht hier mein Recht aus?

Danke vielmals!

Problem nach Autokauf?

Problem nach Autokauf?

Ein erfahrener Anwalt im Kaufrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Kaufrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104030 Beiträge, 37585x hilfreich)

Zitat (von bauan):
mit meinem Expartner habe ich gemeinsam einen Wohnwagen gekauft.

Beweisbar wie genau?



Zitat (von bauan):
Ich persönlich möchte den WW nicht mehr besitzen

Der Wunsch ist ja offenbar schon in Erfüllung gegangen.



Zitat (von bauan):
hatte ihm angeboten, mir meine Anteile abzukaufen.

Man möchte also auch das Eigentum aufgeben?



Zitat (von bauan):
hat er bislang nicht getan.

Eventuell weil es gar keine Anteile gibt, da ihm schon 100% gehören.



Zitat (von bauan):
Wie sieht es da mit meiner Haftung aus, wenn mit dem Wowa was passiert, also Schaden an fremdem Eigentum oder gar Menschen angerichet wird usw.?

Man ist Halter und haftet entsprechend - selbst wenn der Papst fahren würde.



Zitat (von bauan):
Im ersten Schritt will ich meine Papiere,

Dann würde ich erst mal prüfen,, ob es nicht eine wirksame vertragliche Vereinbarung gibt, das man Halter sein "muss". Diese wäre dann gerichtsfest zu kündigen und gleichzeitig zur Herausgabe der Papiere auffordern, damit man den WoWa abmelden kann.



Zitat (von bauan):
damit nicht Hinz und Kund unter meinem Namen spazieren fahren

Dafür bedarf es der Papiere aber gar nicht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
bauan
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank!

ja, ich möchte den Eigentum aufgeben. Und richtig, der Besitz wurde mir entzogen.

Bzgl. Beweis: Es gibt Bargeldabhebungen vom gemeinsamen Konto. Da steht natürlich im Verwendungszweck nicht "für Wohnwagen" drin. Damals hat er am Bankautomaten (ing Diba hatte das extra freigeschalten und wir haben hier in der Gegend nur einen Ing Automaten an der Tankstelle) das Geld abgehoben. Das waren sehr viele Vorgänge und hat lange gedauert. Die Frau an der Tankestelle-Kasse wurde auf ihn aufmerksam und hat das der Polizei gemeldet, die dann bei mir vor der Haustüre stand. Ich hatte denen gesagt, dass das Geld für den Wohnwagen-Kauf sei und insofern alles ok. Ob in der Polizeiakte nun tatsächlich "Wohnwagen" steht, weiss ich nicht und ob die die Akte nach 4 Jahren noch haben, ist auch nicht sicher, da es ja keine Straftat war. Aber evtl. zählt das als Beweis auch? Die Bargeldabhebungen können ja theoretisch auch für den Urlaub gewesen sein. Sie waren aber am Tag und Vortag des Kaufs.

Bzgl. vertragliche Regelung: Zwischen uns gibt es keine vertragliche Regelung.

Bzgl. Halter und Haftung: Kann ich kurzfristig etwas tun, damit ich aus der Haftung raus bin? Ich befürchte nicht.

Ich kann die Papiere also nur gerichtlich einfordern...

Oder mal andersrum: Vielleicht gibt es ja noch weitere Beweismöglichkeiten, an die ich gar nicht denke?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104030 Beiträge, 37585x hilfreich)

Zitat (von bauan):
Es gibt Bargeldabhebungen vom gemeinsamen Konto.

Das war sein Geld, die Frage ist wie man das Gegenteil beweisen könnte.



Zitat (von bauan):
Zwischen uns gibt es keine vertragliche Regelung.

Das dürfte wohl falsch sein.
Aber ok, wenn das tatsächlich so ist, dann muss man sich um Eigentum Deinerseits am Wohnwagen keine Gedanken mehr machen, es gibt nämlich gar keines.
Dann bliebe nur noch die Sache als Halter ...



Zitat (von bauan):
Ich kann die Papiere also nur gerichtlich einfordern...

Ohne Kooperation der Gegenseite, wird es wohl darauf hinauslaufen.



Zitat (von bauan):
Vielleicht gibt es ja noch weitere Beweismöglichkeiten, an die ich gar nicht denke?

Der Verkäufer, den Inhalt des Kaufvertrages, andere Bekannte / Freunde als Zeugen, ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
bauan
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

wieder Danke!

Ich verstehe nicht: Wieso war das sein Geld, wenn er doch von unserem gemeinsamen Konto abgehoben hat?

Und wieso soll es falsch sein, dass es zwischen uns keine vertragliche Regelung gibt? Ich hab an der Stelle hier im Forum kein Interesse daran, die Unwahrheit zu sagen, wenn ich Hilfe erwarte.

Zitat:
Aber ok, wenn das tatsächlich so ist, dann muss man sich um Eigentum Deinerseits am Wohnwagen keine Gedanken mehr machen, es gibt nämlich gar keines.

die Aussage stützt sich aber nur darauf, dass es sein Geld war?

Mir fällt gerade noch ein, dass er mir vor 2 Jahren, damals hatten wir uns getrennt, einen Information übermittelt hat, dass er nicht bereit ist, a.G. des schlechteren Preises den Wowa im Winter zu verkaufen, sondern einen Frühjahrspreis möchte, den wir dann aufteilen. Leider nur ein "kleiner Beweis", aber wäre es einer?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104030 Beiträge, 37585x hilfreich)

Zitat (von bauan):
Wieso war das sein Geld, wenn er doch von unserem gemeinsamen Konto abgehoben hat?

Wie könnte man denn beweisen, das es "euer" Geld bzw. nicht sein Geld war?
Nur weil es auf dem gemeinsamen Konto lag, wird es ja nicht automatisch "euer" Geld.



Zitat (von bauan):
die Aussage stützt sich aber nur darauf, dass es sein Geld war?

Nein, die Aussage stützt sich auch bzw. vorwiegend darauf, das man keine vertraglichen Vereinbarungen habe.



Zitat (von bauan):
Leider nur ein "kleiner Beweis", aber wäre es einer?

Das ist wie beim Mosaik, viele kleine Teile können ein Gesamtbild ergeben.

Grundsätzlich entscheidet aber immer am Ende ein Gericht was ein Beweis ist, weil ein "Beweis" erst durch anerkennen als Beweis durch das Gericht zum Beweis wird. Zuvor ist es korrekterweise eigentlich nur ein "Beweisangebot".


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
bauan
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Wie könnte man denn beweisen, das es "euer" Geld bzw. nicht sein Geld war?


Naja, auch hier gibt es natürlich nichts schriftliches. unser beider Gehälter sind auf das Konto gegangen, welches wir angelegt haben, als das erste Kind kam. Wir sind nicht verheiratet. Davon haben wir gelebt und Einkäufe getätigt. Das Konto deshalb, weil ich beruflich zurückgetreten bin und dies damals für uns beide (!) die einzig gerechte Lösung war, da ich bei 100% Tätigkeit einen höheren Gehalt hatte, als er. Aber wie gesagt auch das nicht schriftlich.

Genutzt haben wir den Wohnwagen beide.

Und mal wieder "wer schreibt der bleibt". Wenn alles noch in Ordnung ist, denkt da halt keiner drüber nach. Und dass er den Vertrag unterzeichnet, war für mich auch kein Ding... Tja, hinterher ist man immer schlauer.

Das alles stimmt mich nicht sonderlich zuversichtlich. Danke Dir!

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104030 Beiträge, 37585x hilfreich)

Zitat (von bauan):
Das alles stimmt mich nicht sonderlich zuversichtlich.

Kommt halt darauf an, wie er sich wehrt und wie viele Puzzleteile vom Mosaik man zusammen bekommt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 234.758 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
96.535 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen