Hilfe & Kontakt
Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
564.685
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang

gebrauchtes Kfz gekauft - Rahmenbruch

 Von 
Laberer
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)
gebrauchtes Kfz gekauft - Rahmenbruch

Hallo zusammen,
ich habe letztes Jahr im Sommer einen 8 Jahre alten Renault Clio gekauft. KmStand 116.000, Preis 3.000 €. Das Auto wurde am Vormittag durch den TÜV gebracht und ich habe es am Nachmittag gekauft. Es ist zwar ein Gebrauchtwagenhändler, hat mir aber das Auto privat verkauft weil es von seinem Opa ist. Das Auto hat an der Stoßstange rechts vorne Farbabsplitterungen. Der Verkäufer sagte im bei sein meiner Frau, dass der Opa leicht gegen ein Mauer gefahren sei. Und er wolle dies auch im Kaufvertrag vermerken. Für uns war das o.k. Wir gingen ja auch von einem oberflächlichen Lackschaden aus.
Für mich waren die Lackabsplitterungen weiter nicht wichtig und wir waren auch der Meinung, nach dem der Wagen am Vormittag durch den TÜV die Plakette bekommen hat, dass alles o.k. wäre.
Wie wir nun mit dem Clio in der Werkstatt zum Kundendienst waren, kam die böse Überraschung:
Der Rahmen war vorne und hinten gebrochen und verzogen !! Das konnte ich so beim Kauf nicht feststellen. Auch beim Fahren ist nichts weiter aufgefallen. Nur nach Aussage des Kfz. Meister muss das ein gehörigen Rumps gewesen und man sollte prüfen, was noch alles dadurch defekt ist.
So nun meine Frage: wie komme ich aus der Nummer raus, dass der Verkäufer das Kfz. zurücknimmt und den Betrag erstattet?? Oder muss ich vor Gericht ? Wie stehen die Chancen?


-----------------
""

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Kauf Werkstatt privat Auto


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Schlichter
(7739 Beiträge, 3860x hilfreich)

Hallo,

wie lange ist denn der Kauf genau her, Monate/Tage genau angeben...

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83447 Beiträge, 34342x hilfreich)

Da gibt es mehere Probleme:
1. bei einem Privatverkauf kann man die Gewährleistung ausschließen, das dürfte hier wohlgescheien sein?
Ob man den Verkäufer hier ein Umgehungsgeschäft nachweisen kann? Wer war den der Voreigentümer?

2. Wenn es einPrivatverkauf war, müsste man dem Verkäufer nachweisen, das er von dem Rahmenschaden wusste.

3. Wenn alle diese Hürden überwunden wurden, dann muss man damit rechnen das gesagt bekommt man habe das Auto ja mit einen Unfallschaden gekauft und auf offensichtliche Mängel gibt es keine Gewährleistung.



Man könnte versuchen zu bluffen und dem Händler mitteilen das man das Kfz gegen volle Erstattung zurückgeben möchte oder mit Hilfe der Deckungszusage seiner Rechtschutzversicherung das Umgehungsgeschäft und die arlistige Täuschung gerichtlich aufarbeiten lässt.





-----------------
"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Laberer
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Guten Morgen zusammen,
erst mal besten Dank für Euere Antworten.
Ich habe das Auto im Juli 2014 gekauft. Ich kaufte es bei einem Gebrauchtwagenhändler, der auch selber Reparaturen durchführt bzw. Gebrauchtwagen wieder herrichtet. Er hat auch eine neue rechte Antriebswelle eingebaut. Außerdem stellte sich in meiner jetzigen Werkstatt heraus, dass auch der Radkasten(?) mit Stücken eines Keilriemens festgemacht wurde. Also ein vorangegangener Unfall, davon geht die jetzige Werkstatt aus, stümperhaft repariert wurde. Bei dem Verkaufsgespräch, meine Frau war mit dabei, hieß es nur "der Opa sei gegen eine Mauer gefahren und deshalb ist vorne rechts an der Stoßstange der Lack ab". Für mich ist 100% klar, dass er von dem Rahmenbruch/-riss wusste. Der TÜV-Gutachter muss das auch gesehen haben. Aber das ist wahrscheinlich ein Spezi von ihm, die eventuell gemeinsame Sache machen(??). Auch eine "Dienstaufsichtsbeschwerde" kommt mir in den Sinn. Denn ich kauf doch kein Auto für 3.000 €, wenn ich weis, dass ein Rahmenbruch vorliegt.
Ich habe mir auch schon überlegt, einfach vorbei zu fahren und um Erstattung des Kaufpreises zu fordern. Aber wenn er sich nicht darauf einlässt, stehe ich blöd da. Deshalb wollte hier mal Euere Meinungen hören, ob vor Gericht so etwas Erfolgt hat.

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Rechtsanwalt Marc N. Wandt
Status:
Lehrling
(1169 Beiträge, 620x hilfreich)

Viele Vermutungen in Ihrer Schilderung. Angesichts des Umstandes, dass der Kauf länger als 6 Monate her ist, liegt selbst bei einem Umgehungegeschäft die volle Beweislast bei Ihnen.

Rein mit Vermutungen kommen Sie da nicht weit und ohne durchgreifende Beweise der positiven Kenntnis / des bereits bei Kauf vorliegenden Schadens (je nach Fallkonstellation), wird es schwierig, da irgendwas rauszuholen.

Ohne RSV besser die Finger davon lassen. Das wird teuer.

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4969 Beiträge, 2283x hilfreich)

quote:
Der TÜV-Gutachter muss das auch gesehen haben. Aber das ist wahrscheinlich ein Spezi von ihm, die eventuell gemeinsame Sache machen(??). Auch eine "Dienstaufsichtsbeschwerde" kommt mir in den Sinn.

Nun der Tüv Prüfer ist kein Beamter, da wird es nichts mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde.

quote:
Außerdem stellte sich in meiner jetzigen Werkstatt heraus, dass auch der Radkasten(?) mit Stücken eines Keilriemens festgemacht wurde

Nun was soll der Sachverständige hier sehen oder machen, wenn es nicht der Verkehrssicherheit zum Zeitpunkt der Prüfung im Wege steht, die optische Wertung darf hier keine Rolle spielen, sonst würde mancher Wagen mit hässlicher Lackierung wohl keine Plakette erhalten.
quote:
Es ist zwar ein Gebrauchtwagenhändler, hat mir aber das Auto privat verkauft weil es von seinem Opa ist.

Es war ein Kauf von privat, und der Verkäufer ist wohl nicht verpflichtet hier erst mal alles zu überprüfen, wie wenn er es als Firma verkaufen würde.



-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
Karin33
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo,
schade mein Freund ist gerade nicht da. Aber solch eine Diskusion hatten wir an unserem Stammtisch. Viele Autohändler erzählen etwas von " Auto gehört nen Bekannten" er selber würde nur vermitteln usw... also er, der Verkäufer hat rein gar nichts mit dem Auto zu tun. Weil so muss er auch keine Garantie/Gewährleitungen geben.

Schau im Fahrzeugschein nach, wer der letzte Halter war. Ein Telefonat mit dem Vorbesitzer kann da so manche klären.

Und dann der Rahmenschaden... wie ist das Auto durch den Tüv gekommen??

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
Laberer
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Hi. Dasist ja gerade das thema. Das auto ging vormittag zum tüv und mittags habe ich es gekauft. Vielleicht verdienen beide an dem auto. Ich habe heute von meiner RSV Kostenübernahme zugesagt bekommen. Ich werde mir jetzt einen fachanwalt nehmen. Besten dank


-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 201.791 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
84.467 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen