Bank verschleppt P-Konto-Eröffnung?

3. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
Laufvogel
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Bank verschleppt P-Konto-Eröffnung?

Moin miteinander,

mich erreichte am 25.03. eine Kontopfändung. Da ich ohnehin beabsichtige bei der Schuldnerberatung vorstellig zu werden, beantragte ich am gleichen Tag ein P-Konto. Wie seitens der Bank empfohlen, übermittelte ich dies per Mail, mit meiner dort registrierten E-Mail-Adresse.

Am 28.03. erkundigte ich mich beim Support, über die Lage. Dort prüfte man den Fall und man teilte mir mit, dass der Antrag nicht ankam. Nach kurzem Schriftverkehr leitete ich die am 25.03. gesendete Mail erneut an die gleiche Support-Email wie zuvor weiter. Der Erhalt wurde mir auch umgehend bestätigt.

Im Zeitraum zwischen 25.03 und 28.03 gingen meine Gehaltszahlungen ein.

Am 29.03. wurde mein Konto kurzzeitig auf ein P-Konto umgestellt und direkt danach wieder als Standardkonto. Auf Nachfrage hieß es zunächst, dass intern noch gerechnet würde, sich dies aber zeitnah klärt. Heute erhielt ich folgende Antwort auf diese Anfrage:
"Wir haben das Überziehungslimit festgelegt und es als "Negativer Saldo" für das P-Konto gemäß Ihrer Anfrage hinzugefügt." - Dies habe ich sicherlich nicht angefragt.

Heute (03.04) wurde mein Konto wieder ein auf P-Konto umgestellt (und diesmal nicht zurück), jedoch befindet es sich weiterhin im Minus und ich kann nicht über die eingegangenen Zahlungen verfügen (in Summe 1065 €), um Miete etc. zu begleichen. Mein verbleibender Freibetrag beträgt 0 €, die Position "mögliche Zahlungen" beträgt 0 €.

Soweit mir bekannt, wird mit Eröffnung eines P-Kontos (bzw. Eingang des Antrags) der vorhandene Soll-Saldo quasi separiert und alle eingehenden Zahlungen stehen bis zum Freibetrag zur Verfügung. Das Konto startet bei 0 € und kann nicht ins Minus gehen.
Mitarbeiter Nummer 1 verneinte mir dies heute und benannte die interne Order, dass eingehendes Guthaben zunächst mit dem Dispo verrechnet würde. Mitarbeiter Nummer 2 stimmte meiner Schilderung später hingegen zu, benannte aber, dass ich darauf achten müsse, dass ich nicht zu viel Geld auf das Konto bekomme, sonst würde mein Freibetrag erreicht. (Wir haben leider viel aneinander vorbei geschrieben)

Nach den gegensätzlichen Aussagen verschiedener Support-Mitarbeiter, wird mein Fall nun erneut geprüft und ich bekomme hoffentlich zeitnah eine brauchbare Rückmeldung bzw. Anpassung. Zwar haben mir die vielen Informationen im Web eine gute Informationsgrundlage gegeben, doch nach der Erfahrung mit dem Support, traue ich dem ganzen aber nicht mehr so recht. Daher wollte ich um euren Rat bitten, um etwas zielstrebiger an die Sache heranzugehen.

Meine Vermutung ist, dass meine Eingänge, auch wenn sie eigentlich eindeutig für den folgenden Monat bestimmt waren, in der das P-Konto greifen soll, nicht herangezogen werden, weil meine Bank sich auf die Mail vom 28.03. beruft, nicht auf die ursprüngliche am 25.03. Mail. Daher wurden sie mit dem Dispo verrechnet.
Nach der Erfahrung mit dem Support, könnte ich mir sogar vorstellen, dass dies System hat.


Ich frage mich nun, ob ich mich auf irgendwas berufen kann, dass der Antrag zum 25.03. wirkt? Ich Depp habe leider keine Eingangsbestätigung zu der Mail eingerichtet, auf die ich mich offiziell berufen könnte. Zwar verrät mir Googlemail, dass diese nach 0 Sekunden zugestellt wurde, aber ich bezweifle, dass ich damit Druck machen kann, sollte sich das Thema nicht klären. Oder gibt die Gesetzgebung möglicherweise Mittel an die Hand, dass es als konkludent angesehen werden kann, dass die Eingänge auf das P-Konto gehören?

Bin für alles dankbar. Liebe Grüße :)




-- Editiert von User am 3. April 2024 13:39

-- Editiert von User am 3. April 2024 13:40

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11 Antworten
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#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32218 Beiträge, 5660x hilfreich)

Zitat (von Laufvogel):
Da ich ohnehin beabsichtige bei der Schuldnerberatung vorstellig zu werden
In solchen Fällen ist mE vor allen Gedanken an Schuldnerberatung das wichtigste, ein P-Konto einzurichten. Den Schritt hast du wohl verpasst.
Zitat (von Laufvogel):
wird mit Eröffnung eines P-Kontos (bzw. Eingang des Antrags) ...
mW nicht schon beim Eingang des Antrages. Erst dann beginnt die Bearbeitung, aber das P-Konto ist noch nicht in Funktion.
Dein Antrag war am (Grün)Donnerstag bei der Bank, dann gab es keine Bankarbeitstage bis einschl. 1.4.
Eine Bank muss innerhalb von 4 Banktagen das P-Konto eröffnen.

Zitat (von Laufvogel):
Am 29.03. wurde mein Konto kurzzeitig auf ein P-Konto umgestellt
Bist du sicher? Der 29.3. war der Karfreitag.
Zitat (von Laufvogel):
Heute (03.04) wurde mein Konto wieder ein auf P-Konto umgestellt
Da hat die Bank schnell gearbeitet.
Das mit dem Verrechnen des Dispo/Minus habe ich auch schon gehört. Vermutlich, weil ein P-Konto ein Guthabenkonto ohne Dispo ist.
Zitat (von Laufvogel):
Daher wollte ich um euren Rat bitten, um etwas zielstrebiger an die Sache heranzugehen.
ICH würde nicht weiter mit der Bank kommunizieren, sondern dein P-Konto ans Laufen und Funktionieren bringen lassen.
Zitat (von Laufvogel):
dass meine Eingänge, auch wenn sie eigentlich eindeutig für den folgenden Monat bestimmt waren,
Das dürfte dem System egal sein. Offenbar hat über Ostern kein Mensch mit deinem Antrag etwas getan.

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Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120207 Beiträge, 39848x hilfreich)

Ein P-Konto im Minus bzw. mit Dispo gibt es so nicht.
Es gibt also die Möglichkeit der (sofortigen) Rückführung des Dispo durch Aufrechnung oder Kündigung mit der sofortigen Rückführung des Dispo bzw. Zahlungsklage.



Zitat (von Laufvogel):
weil meine Bank sich auf die Mail vom 28.03. beruft

Logischerweise - auf welche sollte man sich denn sonst berufen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
Laufvogel
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hi nochmal,

vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich muss mich wohl leider etwas suboptimal ausgedrückt haben.

Zitat (von Anami):
In solchen Fällen ist mE vor allen Gedanken an Schuldnerberatung das wichtigste, ein P-Konto einzurichten. Den Schritt hast du wohl verpasst.


Das ist der Plan. P-Konto Antrag wurde am 25.03. meiner Bank zugesandt und zu nächster Woche, habe ich einen Termin bei der Beratung. Ich hoffe, dass sich die Problematik bis dahin löst.


Zitat (von Anami):
Zitat (von Zitat (von Laufvogel):):

wird mit Eröffnung eines P-Kontos (bzw. Eingang des Antrags) ...

mW nicht schon beim Eingang des Antrages. Erst dann beginnt die Bearbeitung, aber das P-Konto ist noch nicht in Funktion.
Dein Antrag war am (Grün)Donnerstag bei der Bank, dann gab es keine Bankarbeitstage bis einschl. 1.4.
Eine Bank muss innerhalb von 4 Banktagen das P-Konto eröffnen.


Ich hab mich bei der Info auf einen anderen Beitrag hier im Forum gestützt, welcher besagt:
Zitat (von Anderer Thread):
Weil § 901 ZPO Anwendung findet.
Zitat:
Verlangt eine natürliche Person von dem Kreditinstitut, dass ein von ihr dort geführtes Zahlungskonto, das einen negativen Saldo aufweist, als Pfändungsschutzkonto geführt wird, darf das Kreditinstitut ab dem Verlangen nicht mit seinen Forderungen gegen Forderungen des Kontoinhabers aufrechnen oder einen zugunsten des Kontoinhabers bestehenden Saldo mit einem zugunsten des Kreditinstituts bestehenden Saldo verrechnen, soweit die Gutschrift auf dem Zahlungskonto als Guthaben auf einem Pfändungsschutzkonto nicht von der Pfändung erfasst sein würde




Ganz allgemein sei zu der Bank zu sagen, dass es sich hierbei um ein FinTech-Unternehmen handelt, welches anscheinend zu großen Teilen ihren Kundenservice ins Ausland verlagert hat. Daher war es auch kein Problem, über die Feiertage Kontakt aufzunehmen und wohl auch nicht, um mein Anliegen zu bearbeiten. Leider kommt es aber so auch immer wieder zu Kommunikationsschwierigkeiten und Missverständnissen, was das Ganze nicht leichter macht :/.

Zitat (von Anami):

ICH würde nicht weiter mit der Bank kommunizieren, sondern dein P-Konto ans Laufen und Funktionieren bringen lassen.

Bitte nicht falsch verstehen, ich weiß es leider nicht besser, aber wo sollte ich denn sonst mein P-Konto zum Laufen bringen, wenn nicht bei der Bank, wo ich das Konto führe?

Es gab zudem eine weitere Rückmeldung, die diesmal etwas genauer auf das weitere Vorgehen seitens der Bank eingeht.
Zitat (von Bank):

Wie versprochen habe ich die Fachabteilung gefragt, ob wir einen Rückzahlungsplan anbieten können.
Leider war die Antwort negativ, da es nicht möglich ist, einen Rückzahlungsplan zu erstellen, solange auf dem Konto eine aktive Pfändung vorliegt.

Das bedeutet, dass das Konto im Minus bleibt und jedes Mal, wenn ein Betrag gutgeschrieben wird, dieser zunächst zur Deckung des ausstehenden Betrags verwendet wird. Nachdem der ausstehende Betrag gedeckt ist, wird jeder gutgeschriebene Betrag gemäß den P-Konto-Bestimmungen verwendet.

Dies ist somit schlichtweg falsch nach der aktuellen Gesetzgebung? Die P-Konto Bestimmungen greifen ja spätestens, sobald ich ein P-Konto führe?

Zitat (von Harry van Sell ):

Ein P-Konto im Minus bzw. mit Dispo gibt es so nicht.
Es gibt also die Möglichkeit der (sofortigen) Rückführung des Dispo durch Aufrechnung oder Kündigung mit der sofortigen Rückführung des Dispo bzw. Zahlungsklage.


Dementsprechend kann ich wohl nur auf die Gesetzeslage verweisen und auf Umsetzung pochen, oder mit einer Zahlungsklage drohen? Das muss denen doch eigentlich bewusst sein? Andernfalls handelt es sich dabei doch um arglistige Täuschung? Ich hab so ein bisschen die Sorge, dass ich denen dann nur halbgares Wissen aufstelle, welches in dieser Konstellation aber nicht greift.

Zitat (von Harry van Sell):

Zitat (von Zitat (von Laufvogel):):

weil meine Bank sich auf die Mail vom 28.03. beruft


Logischerweise - auf welche sollte man sich denn sonst berufen?


Mich wurmt das mit dem Datum leider enorm. Der Antrag wurde der Bank erstmalig am 25.03. zugesendet. Dass diese die Mail "nicht erhalten" haben, finde ich dann doch sehr dubios, wenn man bedenkt, dass es sich bei der Mail, wo der Eingang bestätigt wurde, schlicht um eine Weiterleitung desselben Inhalts, an die gleiche E-Mail handelt. Es scheint mir so, als würde die Bank noch, um jeden Preis, mein Monatsauskommen einkassieren wollen und sich mit der nicht erhaltenen Mail ein Hintertürchen offen halten wollen, sollte ich den Klageweg gehen wollen.

Moral aus der Geschicht' ist für mich jedenfalls, dass ich mir im weiteren Verlauf und in Absprache mit der Beratung eine neue Bank suchen möchte.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120207 Beiträge, 39848x hilfreich)

Zitat (von Laufvogel):
Ganz allgemein sei zu der Bank zu sagen, dass es sich hierbei um ein FinTech-Unternehmen handelt, welches anscheinend zu großen Teilen ihren Kundenservice ins Ausland verlagert hat.

Mein Beileid ...


Das handeln solcher "Banken" hat die BaFin schon in diverseren Fällen zu drastischen Maßnahmen bewogen.


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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32218 Beiträge, 5660x hilfreich)

Zitat (von Laufvogel):
Das ist der Plan.
Du hast mE am falschen Ende begonnen.
Dein Geldeingang vom 25.3 und 28.3. war quasi *vogelfrei*. Konnte a) mit dem Minus verrechnet werden und b) Gläubiger konnten bedient werden, falls Kontopfändung vorliegt.

Die Bank ist also berechtigt, ein von ihr geführtes Girokonto in ein P-Konto umzuwandeln. Und Direktbanken haben 24-Std-Hotlines, weswegen man das mit Ostern wohl vergessen kann. Der frdl. Hotliner ändert aber vermutlich nicht sofort das Konto um. Evtl. ist es keine böseböse fin-tech-abzock-bank.
Zitat (von Laufvogel):
Bitte nicht falsch verstehen,
NÖ, kein Problem. Schilderungen wie hier bringen dich nicht schneller voran.
Nächste Woche bist du klüger.
Zitat (von Laufvogel):
Dies ist somit schlichtweg falsch nach der aktuellen Gesetzgebung?
NÖ. Du hast auch heute, 4.4. noch kein P-Konto. Die Bestimmungen greifen frühestens ab ...
Zitat (von Laufvogel):
Ich hab so ein bisschen die Sorge, ...
Also lass es lieber.
Zitat (von Laufvogel):
Mich wurmt das mit dem Datum leider enorm.
Fazit:
1. Du hast zu spät begonnen, dein Geld zu retten/vor Pfändung zu schützen.
2. Deine Bank kassiert nichts ein.


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Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#6
 Von 
Laufvogel
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo nochmal,

danke auch wieder für die Rückmeldungen.

@Anami, kannst Du bitte etwas genauer ausführen, warum das alles nicht greift?
Ich war mittlerweile ziemlich optimistisch, dass ich die Eingänge wieder erhalte, wenn ich mich auf § 901 ZPO berufe. Dass Du das gerade so arg verneinst, wundert mich. Daher würde ich gerne um etwas detaillierte Aufklärung bitten, woran es denn konkret scheitert, sofern Du diese bieten kannst und möchtest.

Wie oben bereits zitiert, besagt 901 ZPO Absatz 1, dass ein Auf- und Verrechnungsverbot herrscht, ab Zeitpunkt des Verlangens des Schuldigers, sofern der Freibetrag nicht überschritten wird. Der Zeitpunkt des Verlangens ist für mich ja ein Knackpunkt gewesen, eben wegen der Zahlungseingänge, die mit dem 28.03. nicht erfasst würden.

Absatz 2 des Paragraphen führt jedoch ferner aus, dass das Auf- und Verrechnungsverbot bereits ab dem Zeitpunkt der Kenntnis des Kreditinstituts von der Pfändung gilt. Diese Regelung würde entfallen, hätte ich kein P-Konto beantragt.

Da mir die Bank die Info über die Pfändung am 25.03. zustellte und ich ohne schuldhaftes Zögern den entsprechenden Antrag auf ein P-Konto stellte, gehe ich davon aus, dass die verrechneten Eingänge eigentlich auf mein P-Konto gehören.

Ich gehe im übrigen davon aus, dass ich ein P-Konto besitze. Anders kann ich mir nicht erklären, warum mir die Bank dies gestern bestätigt hat, dass mein Konto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt wurde und ich "ab nun" über den Freibetrag verfügen kann.

Liebe Grüße!

-- Editiert von User am 4. April 2024 14:40

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#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32218 Beiträge, 5660x hilfreich)

Zitat (von Laufvogel):
@Anami, kannst Du bitte etwas genauer ausführen,
Nö. Geht nicht.
Zitat (von Laufvogel):
warum das alles nicht greift?
Bitte nicht falsch verstehen. Ich schrieb: nächste Woche bist du klüger. Ob das scheitert, was du begehrst, erfährst du von der Bank. Ich habe mich noch nie auf § 901 ZPO bezogen :smile: .
Zitat (von Laufvogel):
dass die verrechneten Eingänge eigentlich auf mein P-Konto gehören.
NÖ. Nach § 901(2, Satz 2) ZPO gilt dein Antrag als am 28.3 gestellt. Und dein P-Konto existiert ab 3.4.

Zitat (von Laufvogel):
warum mir die Bank dies gestern bestätigt hat, dass mein Konto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt wurde und ich "ab nun" über den Freibetrag verfügen kann.
Das ist neu. Ich lese lediglich in #3 von 19.50 Zitat (von Bank): ...da klingt das anders.
Dann erübrigt sich aber evtl. der Beratungstermin nächste Woche? Und die Bank hat auch nichts verschleppt, kassiert nichts ein, hat das P-Konto kurzfristig trotz Heckmeck-Kommunikation eingerichtet und... sofern du Geldeingänge hast und weitere Pfändungen laufen, bleibt der Freibetrag geschützt.


btw. Ich schreibe hier nur meine Meinung. Schreibe ich Falsches, hängen sich iaR andere User mit mehr Wissen und deutlichen bis drastischen Berichtigungen dran.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#8
 Von 
Laufvogel
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ein erneutes Hallo miteinander,

@Anami, ich danke Dir ja absolut für die aufgewendete Zeit, die du in diesem Thread verbracht hast. Allerdings sind deine Beiträge für die Klärung der Frage nicht dienlich. Im Gegenteil. Wenn man auf die Frage, die Antwort etwas detaillierter auszuführen, nur knapp (und wie so oft) mit "Nö" antwortet, spricht das nicht gerade für fachliche Kompetenz und Hilfsbereitschaft.

Zum anderen widersprichst Du dir in Teilen selbst. Zunächst rätst Du mir, vor dem Beratungstermin bei der Schuldnerberatung ein P-Konto einzurichten. Als ich deinen Gedanken bestätigt habe, indem ich das genau so vorhabe und anwende, antwortest Du mir jedoch, dass das Thema vom falschen Ende aus aufgerollt wird..
Wie denn dann?


Ich geb's ja gerne zu. Ich bin mit der Thematik wenig vertraut und habe Sorge, weitere falsche Schritte zu unternehmen. Darum suche ich mir hier professionellere Hilfe, als ich sie mir selbst bieten kann. Da bist Du ja auch vollkommen richtig, mit der Aussage, indem Du nur deine Meinung, aber keine rechtskräftige Aussage tätigst. Ich will hier keine rechtssichere Beratung, sondern nur Zustimmung bzw. Ablehnung, ob ich richtig deute. Und wenn nein, warum ich falsch liege, sofern das Wissen entsprechend umfangreich ist. Und wenn es nur vage ist..

Wenn ich über mein Einkünfte verfügen könnte, würde ich für diese Leistung sogar bezahlen. Aber darf ich eigentlich darüber verfügen? Ich meine ja, die Bank nein. Ha-Ha. Klär mich gerne auf, wer warum richtig liegt.


Dass meine Frage zunächst schwammig und wohl auch missverständlich formuliert war, sehe ich mittlerweile ein. Ich wusste nicht genau welche Informationen, in welchem Maße, dienlich sind.

Aber eigentlich ist sie doch recht einfach?:
Mein Konto war im Dispo und mir wurde, seitens der Bank, eine Pfändung angekündigt. Im gleichen Zuge wurde, logischerweise, mein Dispo gekündigt. Daraufhin beantragte ich per Mail ein P-Konto. Diese Mail kam, warum auch immer, nicht an. Daraufhin schickte ich den Antrag erneut, dessen Eingang mir umgehend bestätigt wurde. Jedoch gingen zwischen den beiden Anträgen Einkünfte ein, die mit dem Dispo verrechnet wurden.
Ist das rechtens?
Ich denke, für die meisten, die in diesem Metier tätig sind, ist diese Frage einfach zu beantworten.

Ich als Laie versuche mir dann halbwegs stichfestes Wissen anzueignen und hoffe, dass ich § 901 richtig deute, indem ich daraus ableite, dass ab dem Verlangen des P-Kontos keine Einkünfte auf- und verrechnet werden dürfen, sofern diese den Freibetrag nicht überschreiten. Dieser Zeitraum des "Verlangens auf ein P-Konto" wird jedoch "erweitert", sollte der Bank eine Pfändung angekündigt werden - und zwar bis zu dem Zeitpunkt, wo die Bank von der Pfändung erfährt.
Somit würde ich daraus schließen, dass die Bank die Einkünfte nicht mit dem Dispo hätte verrechnen dürfen.
Ja, oder nein?

Etwas schwieriger, aber hoffentlich weniger relevant, wird es dann bei der Frage, ob man in meinem Fall von schuldhaftem Zögern sprechen kann, die Bank darüber zu informieren, ein P-Konto zu eröffnen?
Ich meine nein, da die Bank mir am 4. Tag nach der Bekanntmachung über die Pfändung (einschließlich des Tages der Bekanntmachung), den Eingang des Antrags bestätigt hat. Sollte es dabei zum Härtefall kommen, würde ich gerne wissen, wie man dies lösen kann, denn Lesebestätigungen kann man seitens des Mailservers umgehen und auch der Postweg wäre nicht relevant schneller, oder?

Sich dann aber dann an den Geschäftszeiten während der Feiertage und der Bearbeitungszeit (an dessen ich nichts auszusetzen habe) aufzuhängen, ist jedoch fernab der eigentlichen Frage.

Profilieren sollte man sich daher bitte nicht mit dem Beitragszähler, sondern mit der Qualität der Antworten.


Btw: Knappes Update zu der Sache: Nachdem ich gestern erneut mit dem Support chatten konnte (keine Hotline - Zudem soll, seitens Kunden, vorrangig der Chat benutzt werden), scheint dieser mein Problem richtig aufgefasst zu haben. Dieser leitete das an die Fachabteilung weiter, diese kümmern sich schnellstmöglich darum. Sofern sie mir dies, ohne genauere Erläuterung, wieder verneinen, werde ich, auch wenn ich evtl. vollkommen falsch liege, ein Einschreiben anfertigen mit dem Verweis auf §901. Diese sollen mir dann erklären, warum ich falsch liege. Im gleichen Zuge werde ich androhen eine Zahlungsklage vorzubereiten, sowie Verzugszinsen nach dem üblichen Satz zu verhängen.
Darüber hinaus kündige ich dort an, das Geschäftsgebaren als unlauter und arglistig zu deklarieren und dies an die Bafin zu melden. Dass diese ausländische Supporter engagieren, die den Sachverhalt nicht verstehen und falsche (vorgefertigte) Anweisungen geben, wird, glaube ich, nicht fruchten, da dies alles per Chat und nicht über offizielle Schreiben verlief.
Um es richtig peinlich zu machen, sofern ich falsch liege, kündige ich zudem noch an, dies an ein bundesweit bekanntes Medium zu geben, damit diese sich der Sache annehmen und ggf. darüber publizieren, sodass sich Einzelne selbst ein Bild drüber machen können, ob sie dieser Bank vertrauen. Ich meine, ich hab ja eh nicht mehr viel zu verlieren und ob die Bank die Reputation mit dem einbehaltenen Geld aufwiegen möchte? Ich hoffe damit einfach nur genügend Druck aufzubauen, dass ich hoffentlich zeitnah über meine Einkünfte verfügen kann, bzw. Klarheit habe, um meine Situation nicht noch weiter zu verschärfen.


//Edit: Textfehler korrigiert.

-- Editiert von User am 4. April 2024 23:00

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120207 Beiträge, 39848x hilfreich)

Zitat (von Laufvogel):
Profilieren sollte man sich daher bitte nicht mit dem Beitragszähler, sondern mit der Qualität der Antworten.

Ein kleiner Hinweis:
Es darf hier fast jeder schreiben, Kompetenz ist kein Zulassungskriterium. Da bleibt nicht aus, das man Beträge liest, die mit einer Mischung aus Bauchgefühl, Hausfrauenforum der „Bäckerblume", mangelnder Vorstellungskraft, unverständlicher Ausblendung der Realität, völliger Unkenntnis der Rechtslage, … verfasst wurden.
Die Beiträge geben daher oft keinen Hinweis auf die Realität bzw. die tatsächliche Rechtslage, es ist mitunter sinnvoller, die sie einfach zu ignorieren oder zumindest mit Vorsicht zu betrachten, da sie bei befolgen in (massiven) Nachteilen enden könnten.



Zitat (von Laufvogel):
Jedoch gingen zwischen den beiden Anträgen Einkünfte ein, die mit dem Dispo verrechnet wurden.
Ist das rechtens?

Ja, das ist rechtens.
Ging der Antrag zum 28. um 12:41:39 ein, wären Aufrechnungen bis zum 28. um 12:41:38 durchaus zulässig.

Böse Leute würden nun behaupten, genau deshalb ging der erste Antrag auch verloren bevor er die Bank erreichte, denn Banker wissen ja ganz genau, dass am Monatsende Zahlungen eintrudeln.

Aber eventuell findet die Fachabteilung ja noch die Mail, weil es einen "Softwarefehler" gab ...



Zitat (von Laufvogel):
werde ich, auch wenn ich evtl. vollkommen falsch liege, ein Einschreiben anfertigen mit dem Verweis auf §901

In diesem Land darf jeder soviel Blödsinn machen, wie er mag.
Ob es vorteilhaft ist, wenn einen keiner mehr ernst nimmt, muss jeder für sich selber entscheiden.




-- Editiert von User am 4. April 2024 23:03

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#10
 Von 
Laufvogel
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Zitat (von Laufvogel):):

Jedoch gingen zwischen den beiden Anträgen Einkünfte ein, die mit dem Dispo verrechnet wurden.
Ist das rechtens?


Ja, das ist rechtens.
Ging der Antrag zum 28. um 12:41:39 ein, wären Aufrechnungen bis zum 28. um 12:41:38 durchaus zulässig.

Böse Leute würden nun behaupten, genau deshalb ging der erste Antrag auch verloren bevor er die Bank erreichte, denn Banker wissen ja ganz genau, dass am Monatsende Zahlungen eintrudeln ...


Riesigen Dank für die schnelle Info. Je mehr ich mit der Bank in Kontakt stehe, umso mehr teile ich diesen Gedanken. Wobei ich den Hintergedanken ja verstehen kann, schließlich möchten diese auch, dass negative Salden beglichen werden.

Dass ich mich damit vermutlich zum Clown mache, ist klar. Jedoch mache ich mich lieber, selbst mit geringen Chancen auf Erfolg, zum Clown, als dass ich wehrlos meine lebensnotwendigen Verpflichtungen nicht zahlen könnte. Auch wenn der Vergleich etwas hinkt: In der Not frisst der Teufel Fliegen.

Ich möchte deine Mühen nicht überstrapazieren, aber kannst Du evtl. dahingehend erläutern, wie man dann Absatz 2 des Paragraphen 901 ZPO deuten kann? Ich dachte zunächst, dass dieser genau dafür da wäre, um Schuldner vor solchem Verhalten zu schützen.



-- Editiert von User am 4. April 2024 23:25

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32218 Beiträge, 5660x hilfreich)

Zitat (von Laufvogel):
Allerdings sind deine Beiträge für die Klärung der Frage nicht dienlich.
Ja, so sieht das aus. Klären wird sich das wohl nicht im Forum.
Zitat (von Laufvogel):
"Nö" antwortet, spricht das nicht gerade für fachliche Kompetenz und Hilfsbereitschaft.
Das allerdings sehe ich völlig anders. Manches lässt sich sehr verkürzen, statt zu wiederholen.
Aber ich wiederhole gern: Wer am 25.3. über eine Kontopfändung informiert wird, am 25.3. per Mail- einen P-Konto-Antrag stellt, der hat viel zu spät an die Einrichtung eines P-Kontos gedacht.

Zitat (von Laufvogel):
Darum suche ich mir hier professionellere Hilfe,
Ein User aus dem Metier, also ein Profi--- ist hier nicht aufgetaucht. Was schließt du daraus?
Wenn du Wunschantworten haben willst, dann frag das möglichst am Anfang. Dann wüsste sogar ich, was ich kurz und knapp antworte. Da reicht oft Nein oder Ja.

Zitat (von Laufvogel):
Aber eigentlich ist sie doch recht einfach?:
Ja, und eigentlich auch ausreichend beantwortet.
btw: Was RECHTENS ist, entscheidet im Streitfall ein Gericht und nicht ein Forum.

Zitat (von Laufvogel):
Profilieren sollte man sich daher bitte nicht mit dem Beitragszähler, sondern mit der Qualität der Antworten.
Wie kommst du zur irrigen Annahme, ich wolle mich profilieren? Wer selbst mit absolut schwammigen, suboptimalen, verwirrenden Texttapeten beginnt, aus denen man sich evtl. Faktenlage herauspulen kann--- bekommt entspr. Antworten. Von mir solche, von @HvS andere. Such dir raus, was dir hilft.

Zitat (von Laufvogel):
Knappes Update zu der Sache:
Ja, dann mach. Das ist dein gutes Recht.
Zitat (von Laufvogel):
Dass ich mich damit vermutlich zum Clown mache, ist klar.
NÖ. Bei der Bank nicht. Du bist nicht der einzige Bankkunde, der auf diese Weise seine Sicht auf das Recht sichtbar macht, sie wird es einordnen können. Die Bank hat auch eine *Rechtsabteilung*.
Nochn Laien-Tipp? Beweise der bösen Bank, dass dein Antrag vom 25.3. der ausschlaggebende ist, statt sie mit halbgaren Drohungen zu überziehen. Bringt evtl. mehr Erfolg?

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