Hallo,
ich hab da mal eine Frage. Ich habe eine größere Überweisung per Überweisungsträger ausgefüllt und eingesteckt. Im nachhinein fiel mir auf, das ich die Unterschrift vergessen habe auf den Überweisungsträger. Als nach 3 Tagen nichts überwiesen war, hab ich diese Überweisung online ausgeführt, um eine Frist einzuhalten. Nach exakt 1 Woche wurde diese Überweisung plötzlich doch von der Bank ausgeführt. Ich habe es taggleich gesehen und unmittelbar die Bank informiert per email. Nach 2 Tagen kam eine Antwort das Sie es an die richtigen Stelle weitergeleitet haben und Sie sich mit mir in Verbindung setzten. Dies war vor 1 Woche und bis heute hab ich immernoch keine Rückmeldung. Ich hab den Empfänger des Geldes gebeten dieses Geld zurück zu überweisen,was Ihm aber nicht möglich ist,weil sein Konto gesperrt wurde. Mittlerweile hat sich die Bank wohl bei der Empfängerbank gemeldet das Sie das Geld zurück möchten, jedoch verweigert aufgrund der Pfändung/Sperrung die Empfängerbank dies. Dies wurde dem Empfänger auch mitgeteilt. Ich habe bisher weder was gehört von der Bank,noch die Rückbuchung auf meinem Konto. Durfte das Geld ohne Unterschrift überhaupt überwiesen werden? Habe ich noch eine Chance auf mein Geld? Es geht um fast 2000€. Danke!
Viele Grüße
Danidaggi
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Überweisung ausgeführt trotz fehlender Unterschrif
quote:<hr size=1 noshade>Durfte das Geld ohne Unterschrift überhaupt überwiesen werden? <hr size=1 noshade>
Nein, streng genommen konnte deine Bank nicht wissen, dass die Überweisung von dir ist. Es fehlt an der Legitimation. Insofern könnte §675u BGB gelten und die Bank dir gegenüber haften müssen. Allerdings etwas fragwürdig, denn die Zahlung selbst sollte ja augenscheinlich doch durchgeführt werden.
Ich würde hier argumentieren, dass die Unterschrift fehlt und deswegen diese Zahlung nie autorisiert war. Gar nicht rumdiskutieren, warum sie nun doch eine Woche später ausgeführt wurde oder warum du sie online ausgeführt hast. Regulär hätte die Bank allermindestens nachfragen müssen wegen der fehlenden Unterschrift. Vielleicht bewegt sich deine Bank, wenn man ihr mit dem besagten BGB-Paragraphen etwas vor der Nase herumwedelt.
quote:<hr size=1 noshade> Habe ich noch eine Chance auf mein Geld? <hr size=1 noshade>
Auf jeden Fall hast du, selbst wenn die Bank nicht haften muss, einen Anspruch auf Rückzahlung gegenüber dem Zahlungsempfänger. Wenn das nun weggepfändet wurde, ist das reichlich blöd gelaufen. Wie schauts finanziell beim Zahlungsempfänger aus? Aussicht, dass er das jemals vernünftig wird zurückzahlen können?
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--- editiert vom Admin
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Ganz lieben Dank. Wir haben die Bank schon informiert, sowohl telefonisch, wie schriftlich nachgefragt. Es heißt nur,wir bekommen bescheid. Gestern Abend haben wir vom Zahlungsempfänger nun schriftlich bekommen das wir das Geld von der Kaufsumme abziehen können (es ist ein Bauträger) dies hat er auch dem Notar mitgeteilt. Nun werden wir es also über diesen Weg machen,leider bewegt sich unsere Bank so gar nicht :-(
Nochmals Danke schön,wir hoffen nun das es so klappt.
Liebe Grüße
Danidaggi
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Naja, wenn es verrechnet wird und dir am Ende kein Schaden entsteht, ist das ja OK. Aber ein Bauträger, dessen Konten wegen Pfändungen gesperrt sind? Wollt ihr euch das wirklich antun? Oder ist das die Vorbereitung für den Hauskauf von einem insolventen Bauträger? Aber anderes Thema.
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-- Editiert mepeisen am 19.03.2014 15:56
Ja es ist da wirklich merkwürdig...Aber der Bau ist nun fertig und das Geld wird auch erst ausgezahlt wenn die Eigentumsübertragung stattgefunden hat. Nun ist dort auch hinterlegt und unterschrieben das wir wegen zuviel Zahlungen dieses Geld weniger auf das Notaranderkonto zahlen müssen bzw. das es zurückgebucht wird. Dies ist aber auch erst seit gestern Abend geregelt und ich finde da hätte die Bank mal reagieren müssen,denn laut Aussage der Bank überweisen die nicht,wenn keine Unterschrift drauf ist. Lg
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Dann drücke ich die Daumen, dass das Haus auch so übergeben wird wie beauftragt und dass es keine Baumängel gibt. Dann kann euch ja egal sein, was da im Anschluss mit dem Restgeld passiert :-)
Wegen der Bank: Man kann das nun mal so sein lassen oder man informiert die BaFin über diesen sehr ungewöhnlichen Vorgang. Ich nehme aber an, dass eure Bank diejenige ist, die auch den Kredit gibt, insofern wäre wohl "akzeptieren und in den nächsten 20 Jahren ganz genau aufpassen" die bessere Alternative :-)
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Nein, diese Bank gibt, welch ein Glück,nicht den Kredit :-)
Der Bau wurde gestern übergeben und da haben wir das ins Übergabe Protokoll aufnehmen lassen mit der zu hohen Zahlung. Wir werden einfach mal abwarten ob die Bank sich überhaupt noch zu diesem Vorfall meldet. Wir bekommen nun ja hoffentlich,wenn auch mit verzögerungen, wieder. Lg
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