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fehlerhafte Widerrufsbelehrungen im Darlehensvertrag: Zahlen Banken bei Verurteilung durch niedriger

25.4.2017 Thema abonnieren Zum Thema: Bank Widerruf
 Von 
spartakus73
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
fehlerhafte Widerrufsbelehrungen im Darlehensvertrag: Zahlen Banken bei Verurteilung durch niedriger

Hallo,
mich interessiert die Widerrufsthematik von Immobilien-Verbraucherdarlehensverträgen.
Angenommen, es wurde ein Immobilien Darlehensvertrag Ende 2011 abgeschlossen.
Nun habe ich ein Urteil des Landesgerichts Stuttgart aus 2016 gefunden, in welchem die darin verwendete Widerrufsbelehrung gekippt wurde. Die Bank wurde verurteilt. Kann man davon ausgehen, dass die Banken dann nachgeben? Oder bekommt der Kläger noch lange kein Recht, da die Bank in der Regel in Berufung geht und man auf das Urteil des nächst höheren Gerichts warten muss?
Die gekippte Widerrufsbelehrung ist die gleiche, die auch in dem einleitend angenommenen Darlehensvertrag abgedruckt wurde. Es würden lediglich beispielhaft drei andere Pflichtangaben in Klammern zu §492 Absatz 2 genannt.
Sollte man sich bei Vorhandensein eines Urteils trotzdem über einen Anwalt an die Bank wenden, oder kann man dann den Widerruf selber vornehmen und hat dann Aussicht auf Erfolg.
Besteht die Gefahr, dass Verjährungsfristen ablaufen, wenn man einen Widerruf einlegt, der von der Bank abgelehnt werden würde?
Würde mich über eine Einschätzung eines solchen Sachverhaltes freuen!!!



-- Editier von spartakus73 am 25.04.2017 22:34

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Bank Widerruf


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(69663 Beiträge, 32092x hilfreich)

Zitat (von spartakus73):
Kann man davon ausgehen, dass die Banken dann nachgeben?

Nö.



Zitat (von spartakus73):
Oder bekommt der Kläger noch lange kein Recht, da die Bank in der Regel in Berufung geht und man auf das Urteil des nächst höheren Gerichts warten muss?

Korrekt.



Zitat (von spartakus73):
Besteht die Gefahr, dass Verjährungsfristen ablaufen, wenn man einen Widerruf einlegt, der von der Bank abgelehnt werden würde?

Ja.
Entweder man reicht Klage ein um die Verjährung zu unterbrechen oder die Bank gibt eine schriftliche Erklärung ab, das sie auf die Einrede der Verjährung verzichtet.



Zitat (von spartakus73):
Sollte man sich bei Vorhandensein eines Urteils trotzdem über einen Anwalt an die Bank wenden, oder kann man dann den Widerruf selber vornehmen und hat dann Aussicht auf Erfolg.

Wenn man ein Urteil hat, braucht man doch keinen erneuten Widerruf mehr. Denn Anlass der Klage war ja der abgelehnte Wiederruf. Wenn man sein rechtskräftiges Urteil in der Hand hat, kann man vollstrecken.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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