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3 Meterregelung NRW

8.9.2019 Thema abonnieren
 Von 
Pianoman85
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
3 Meterregelung NRW

Hallo liebe Community,

ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Es geht um folgenden Sachverhalt:

Meine Frau und ich sind in ein Haus gezogen, dass 1957 erbaut wurde.

1972 erfolgte ein Anbau, in Form einer Garage und eines Kellerraums, der sich unter der Garage befindet.
An dem Anbau bzw. an der Grundstücksgrenze befindet sich ein 3m breiter öffentlicher Gehweg.
Ich möchte besagten Kellerraum als Arbeitszimmer umbauen/nutzen. Jedoch wurde mir von Bekannten erzählt, dass ich dies unterlassen sollte, da ich auf Grund der "3 Meter Regel" Probleme mit dem Bauamt bekommen könnte. Jetzt ist die Frage: Darf ich den Raum trotzdem nutzen?

Eine Google-Suche hat leider keine gewünschten Ergebnisse erzielt. Außer dass zwischen dem eigenen Grundstück, und dem des Nachbarn 3 m Abstand gegeben sein muss, welches ja durch den öffentlichen Gehweg erfolgt.

Ich freue mich auf eure Antworten.

LG

Pianoman

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15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Lehrling
(1969 Beiträge, 673x hilfreich)

Die Garage ist genehmigt worden und die Bebauung bis an den Gehweg (der sicherlich nicht mehr zum Grundstück gehört) auch?

Ich würde es auf einen Versuch ankommen lassen und mich einfach mal beim Bauamt erkundigen. Die geben eindeutigere Auskünfte als ein Nachbar.

Die 3m beziehen sich auf den Abstand zwischen Gebäuden Da die Garage schon steht ist hier hoffentlich eine Genehmigung vorhanden, die die Bebauung bis zu dem öffentlichen Weg zugelassen hat

https://www.bauen.de/a/grenzbebauung-so-viel-abstand-brauchen-haus-und-garage-zum-nachbarn.html

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#2
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6520 Beiträge, 1218x hilfreich)

Zitat (von Pianoman85):
Ich möchte besagten Kellerraum als Arbeitszimmer umbauen/nutzen.
Wenn ich das richtig lese, willst du nur im vorh. Kellerraum etwas umbauen und dann anders nutzen.
Dann betrifft hier gar nichts irgendeine Abstandsregel.

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#3
 Von 
Pianoman85
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für die Antworten.

Ich befürchte allerdings, ich habe mich ungewollt falsch ausgedrückt.

Mit umbauen meinte ich den Kellerraum nach meinen Vorstellungen zu renovieren und einzurichten (z.B. tapezieren, Einbau einer Fußbodenheizung, andere Leuchtmittel, anbringen von Schallschutzwänden innen etc.). Es sollen also keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Ich frage nur deshalb, weil der Raum damals als Lagerraum und nicht als Wohnraum deklariert wurde.

Aber so wie ich dass verstehe, dürfte der Raum als zukünftiges Arbeitszimmer genutzt werden, da die Baugenehmigung in der Vergangenheit erteilt wurde und deshalb die 3 m Regelung nicht greift, richtig?


Liebe Grüße

Pianoman



-- Editiert von Pianoman85 am 09.09.2019 14:27

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#4
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6793 Beiträge, 4686x hilfreich)

Du wirst dafür zumindest eine Nutzungsänderung beantragen müssen, was da dann noch hinterherkommt wirst du dann sehen.

Signatur:Wo lagert die Post eigentlich die ganzen Briefe, die angeblich nie zugestellt worden sind?
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#5
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6520 Beiträge, 1218x hilfreich)

Zitat (von Pianoman85):
und deshalb die 3 m Regelung nicht greift, richtig?
Richtig.

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#6
 Von 
Kissenschlacht
Status:
Schüler
(189 Beiträge, 211x hilfreich)

Hinsichtlich der Nutzungsänderung wäre zu prüfen, ob das Arbeitszimmer dann ein Aufenthaltsraum im Sinne § 2 Abs 7 BauO NRW sein wird.

Aufenthaltsräume sind danach Räume, die zum nicht nur vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt oder geeignet sind.

Wenn das Arbeitszimmer ein Aufenthaltsraum ist, dann sind die Anforderungen des § 46 BauO NRW zu beachten.

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#9
 Von 
Pianoman85
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die zahlreichen Antworten.

Habe heute beim Bauamt angerufen. Die meinen unter bestimmten Voraussetzungen wäre das kein Problem.

1. Es müssen Fenster eingebaut werden (sind bereits 2x In einer Größe von ca. 50 x 40 cm vorhanden)

Die lichte Deckenhöhe muss min. 2,20m betragen. Habe zwei verschiedene Deckenhöhen. Die eine ist 2,25m und die andere 2,50 m. Habe mit einem Laser gemessen.
Hier ist die Frage, ob ich eine eingehängte Holzdecke mit LED-Leuchten anbringen darf mit dem Ziel, eine gleichmäßige Decke zu haben.

3. Der Nachbar dürfte nicht durch Lärm während meiner Arbeit gestört werden. (Bin von Beruf Komponist für Film und Fernsehen). Dies wäre allerdings kein Problem, da ich den Raum schalldicht und auf -3 Dezibel münzen würde, so das kein Ton nach außen dringt.

Edit: Und es müsste sehr wahrscheinlich ein Nutzungsänderungsantrag gestellt werden mit Gebühr in Höhe von 50 Euro. Wenns dabei bleiben würde, wäre ich sehr zufrieden ☺. Man schaut in die Akte und meldet sich bei mir.


Liebe Grüße

Pianoman


-- Editiert von Pianoman85 am 09.09.2019 18:48

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#10
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6520 Beiträge, 1218x hilfreich)

Zitat (von Pianoman85):
Habe heute beim Bauamt angerufen.
Suuper. So legt man sich selber Eier. War das sooo eilig?
Zitat (von Pianoman85):
Hier ist die Frage, ob ich eine eingehängte Holzdecke mit LED-Leuchten anbringen darf mit dem Ziel, eine gleichmäßige Decke zu haben.
Frag am besten das Bauamt.

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#11
 Von 
Pianoman85
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

"So legt man sich selber Eier. War das sooo eilig?"

Ja, stell dir vor. Ist super eilig. Da es einen gewaltigen Unterschied macht, in einem 10qm Kabuff oder einen 30 qm großen Kellerraum zu arbeiten, der die jeweiligen Vorraussetzungen langfristig erfüllt.

-- Editiert von Pianoman85 am 10.09.2019 12:24

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#12
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6520 Beiträge, 1218x hilfreich)

Ja, natürlich. Verstehe. Eilig über Nacht.
Du hast am Sonntag in der Nacht hier gefragt. Nach der hier absolut nicht zutreffenden 3-m-Abstands-Regel.
Du hast Auskünfte bekommen.
Und hast am Montagvormittag prompt (trotzdem) das Bauamt gefragt.

Nun kann das Bauamt alles mögliche verlangen, prüfen, ablehnen oder bewilligen. Oder auch nicht.
Es gibt vieles, was das Bauamt könnte.

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#13
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6793 Beiträge, 4686x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Du hast Auskünfte bekommen.
Und hast am Montagvormittag prompt (trotzdem) das Bauamt gefragt.
Weil er richtigerweise nicht auf deine Vorschläge gehört hat, doch einfach alles ohne Genehmigung zu machen. Deswegen ist der Beitrag ja auch gelöscht.

Und alle Informationen, die er bekommen hat, beziehen sich auf dir Nutzungsänderung, wo ist also dein Problem?

Signatur:Wo lagert die Post eigentlich die ganzen Briefe, die angeblich nie zugestellt worden sind?
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#14
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6520 Beiträge, 1218x hilfreich)

Zitat (von Flo Ryan):
wo ist also dein Problem?
Ich habe kein Problem.

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#15
 Von 
Pianoman85
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)


Nun kann das Bauamt alles mögliche verlangen, prüfen, ablehnen oder bewilligen.

Wie soll das möglich sein, wenn bisher noch keinerlei Antrag gestellt wurde???

Ich habe mich lediglich telefonisch informiert, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Verstehe ehrlich gesagt die Aufregung nicht. :???:

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