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Aufstockung Nachbarhaus

13. Februar 2009 Thema abonnieren
 Von 
sonric
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)
Aufstockung Nachbarhaus

Hallo,
vor drei Jahren habe ich eine kleine Eigentumswohnung mit großer Sonnenterrasse (4 x 10 m) - hauptsächlich wegen dieser - gekauft. Jetzt wollen die Eigentümer des Nachbarhauses dieses aufstocken, so dass meine Terrasse über die gesamte Breite (10 m) zugebaut würde. Meine jetzt helle sonnige Wohnung würde dann viel dunkler und schattig sein und eine erhebliche Wertminderung erfahren.

Meine Fragen: Dürfen die Nachbarn dies so einfach oder muss unsere Wohnungseigentümergemeinschaft gefragt werden? Welche Möglichkeiten habe ich, dagegen anzugehen. Könnte ich, sollte sich der Ausbau nicht verhindern lassen, auf einen Ausgleich der verringerten Lebensqaulität und Wertminderung erfolgreich klagen?

Danke im voraus und viele Grüße
sonric

Verbaut?

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
nnahoj
Status:
Schüler
(330 Beiträge, 170x hilfreich)

Hallo und servus,
hier werden Sie wohl nix machen können, so hart das auch für Sie ist. Aber niemand hat halt das Recht auf eine helle Wohnung, auf einen Berg- oder Seeblick. Der Nachbar bzw. das Nachbarhaus muss natürlich gesetzlich festgelegte Abstandsflächen zur Grundstücksgrenze und damit auch zu Ihnen einhalten. Diese Abstände richten sich nach der Gebäudehöhe und werden normalerweise vom Bauamt (das den Plan auf Erhöhung des Nachbargebäudes genau prüfen wird vor der Genehmigung) kontrolliert. Ich würde Ihnen empfehlen, direkt beim Bauamt Ihrer Stadt oder Gemeinde vorsorglich anzurufen und konkret danach zu fragen, ob bei diesem Bauvorhaben des Nachbarn die
Abstandsflächen eingehalten sind/werden. Das schadet nicht - wird aber vermutlich auch nix bringen, weil das Amt wie oben erwähnt normalerweise das prüft.
Wenn also dann baurechtlich die Sache in Ordnung ist, ergibt sich daraus, daß Sie gegen niemand Ansprüche (auf Wertminderung etc.) geltend machen können, also sich auch jegliche Klageabsicht in Luft auflösen muss.
Je nach dem Baugesetz des jeweiligen Bundeslandes kann es sein, dass der angrenzende Nachbar über die Pläne vorher im Rahmen der vorgeschriebenen Nachbarbeteiligung informiert wird und er die Pläne als Zeichen des Einverständnisses mit unterschreiben soll. Aber auch wenn die Unterschrift verweigert wird, hat das rechtlich keine große Bedeutung, die nachbarlichen Unterschriftverweigerer erhalten dann lediglich von der Baugenehmigung informativ eine Kopie. Sie können zwar dann wieder gegen die erteilte Baugenehmigung klagen, aber ohne gute und stichhaltige Begründung ist das ziemlich aussichtslos.
Hier gibt es also keine großen Hoffnungen, das Bauvorhaben des Nachbarn zu verhindern, falls die gesetzlichen Abstandsflächen eingehalten sind und das Bauamt keine anderen Hinderungsgründe bzw. Verstöße (Bebauungsplan etc.) sieht.

Sepp aus Oberbayern

-- Editiert von nnahoj am 13.02.2009 14:51

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
sonric
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Sepp aus Oberbayern,

das ist zwar nicht die Antwort, die ich erhofft habe, aber trotzdem vielen Dank für die Aufklärung. Dann muss ich wohl abwarten, wie sich das entwickelt und meine Terrasse im Halbdunkeln wirkt.

Danke und viele Grüße aus dem verregneten Köln sendet
sonric

0x Hilfreiche Antwort

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