Außenbereich - Anfechtungsgrundlage gegen eine bestandskräftige Baugenehmigung

15. April 2018 Thema abonnieren
 Von 
littlemarley
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 14x hilfreich)
Außenbereich - Anfechtungsgrundlage gegen eine bestandskräftige Baugenehmigung

Wertes Forum,
gerne würde ich folgendes Scenario erörtern.
A ist seit kurzem Eigentümer eines bebauten Hinterliegergrundstückes im Außenbereich ( Splittersiedlung ). Sein Gebäude wurde in den 60´er nach § 35/2 genehmigt (gewerbliche Hühnerfarm). A ist zugleich auch Eigentümer von ca 70% der Zuwegung, die ua auch von Eigentümer B genutzt wird. B ist Eigentümer des auf der anderen Seite des Weges gelegenen Hinterliegergrundstückes, welches mit dem Wohnhaus von B bebaut ist, sowie mit diversen Nebengebäuden und einer reinen Hobbytierhaltungsanlage von beträchtlichem Ausmaß. Das Grundstück von B ist mehrfach pazelliert und die Pazellen mittelbar zu Lasten des Grundstückes von A verpachtet. Auf einer dieser Pazellen wurde in den 90´er die Hobbytierhaltungsanlage ebenfalls nach § 35/2 genehmigt und errichtet. Als neuer Nachbar duldete A bislang die Benutzung der Zuwegung durch B und seinen Pächtern - eine Grunddienstbarkeit oä gibt es jedoch nicht. Nun verhält sich B gegenüber A in mehrfacher Hinsicht unfair und auch die Frequentierung des Weges von A durch die Pächter von B nimmt derart zu, dass A nicht selten massiv eingeschränkt ist. B und seine Pächter verhalten sich insgesamt "wenig nachbarfreundlich". Das Grundstück von B liegt allerdings näher an öffentliche Verkehrsfläche wie das Grundstück von A, so das A davon ausgeht, dass B sich nicht auf ein Notwegerecht berufen kann. Die Beanspruchung des Weges durch B und seinen Pächtern begründet sich letztlich mit deren Unbereitschaft , einen störenden Einfluß auf das bisherige Pazellierungskonstrukt in Kauf zu nehmen, welches sodann ja umstrukturiert werden müßte, wenn A die Benutzung des Wege fortan unterbindet. B möchte aber weiterhin die Vorteile ( auch in finanzieller Sicht ) der Pachtverhältnisse in unveränderter Form genießen, dies zu Lasten des Grundstückes von A. Sofern aber B weiterhin keine Verhandlungsbereitschaft erkennen läßt, ist von der Verfestigung eines klassischen Nachbarschaftsstreites auszugehen, in dessen Zuge sich ggf auch die Frage stellt, wie es überhaupt möglich war, dass die fragwürdige Hobbytierhaltungsanlage des Pächters von B errichtet werden durfte und ob es nun nach ca 20 Jahren noch möglich ist, dagegen etwas zu unternehmen. Nach Ansicht von A ist diese Anlage in jeder Hinsicht des materiellen Baurechts rechtswidrig.

MfG Alex

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