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Baulasten im Kaufvertrag mit Bauträger

 Von 
go504501-61
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Baulasten im Kaufvertrag mit Bauträger

A will ein zu errichtendes Reihenmittelhaus von Bauträger B kaufen.

Bauträger B baut 2 hintereinanderliegende Einheiten mit jeweils 5 Reihenhäusern. Das Gesamtgrundstück wird anschließend in 10 Grundstücke (1 pro Haus) geteilt!
A interessiert sich für ein Mittelhaus in der 1. Reihe - Baubeschreibung, Zeichnungen etc liegen A schon vor. Zudem hat A schon Einsicht in das Baulastenverzeichnis des Gesamtgrundstücks genommen - ohne Eintragung! Im Kaufvertragsentwurf will Bauträger B sich aber für 2 Jahre nach Übergabe des Hauses an A das Recht einräumen lassen, beliebige Baulasten und Dienstbarkeiten eintragen zu dürfen ohne erneute Zustimmung!

Dazu die Frage: Ist solch eine Klasuse üblich? Benachteiligt diese Klausel Käufer A nicht deutlich? Wozu braucht der Bauträger diese Klausel?

Vielen Dank,

Lars

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Bauträger Frage Käufer


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(78630 Beiträge, 33555x hilfreich)

Zitat (von go504501-61):
Ist solch eine Klasuse üblich?

Nein.



Zitat (von go504501-61):
Benachteiligt diese Klausel Käufer A nicht deutlich?

Ja.



Zitat (von go504501-61):
Wozu braucht der Bauträger diese Klausel?

Entweder weil er nicht kompetent genug ist es sauber zu formulieren oder um den Käufer über den Tisch zu ziehen - oder beides.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12792 Beiträge, 1957x hilfreich)

Zitat (von go504501-61):
Zudem hat A schon Einsicht in das Baulastenverzeichnis des Gesamtgrundstücks genommen - ohne Eintragung!
Jetzt ist nichts drin. Es ist noch eins und noch nicht durch 10 geteilt. Vor allem wahrscheinlich noch nicht (komplett) erschlossen.
Zitat (von go504501-61):
Im Kaufvertragsentwurf will Bauträger B sich aber für 2 Jahre nach Übergabe des Hauses an A das Recht einräumen lassen, beliebige Baulasten und Dienstbarkeiten eintragen zu dürfen ohne erneute Zustimmung!
Beliebige und ohne erneute Zustimmung wären ganz sicher nicht üblich bzw. nicht zulässig.
Zitat (von go504501-61):
Benachteiligt diese Klausel Käufer A nicht deutlich?
Der Käufer A hat noch nicht gekauft. Es liegt ein Entwurf zum Kaufvertrag vor. Der Interessent/pot. Erwerber A kann den Verkäufer B befragen. Zu empfehlen ist, nicht den Hausverkäufer, sondern den Planer zu befragen.

Denkbar wäre:
- Die 2., hintere Reihe, soll/kann nur über die erste Reihe erschlossen werden. zB nur Leitungen und Kabel.
- Die 2.Reihe soll erst nach vollständigem Verkauf der 1. Reihe gebaut werden.

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#3
 Von 
spatenklopper
Status:
Schlichter
(7897 Beiträge, 3531x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Denkbar wäre:

Richtig.
Aber kein Grund dem Bauträger quasi eine blanko Vollmacht auszustellen.
Wenn für solche Planungen Grunddienstbarkeiten benötigt werden, kann er Diese eigentlich auch problemlos benennen.

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