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Brandschutzwand - wer hat diese zu errichten ?

30.9.2019 Thema abonnieren
Geschlossen Neuer Beitrag 12

#31
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7952 Beiträge, 1397x hilfreich)

Zitat (von Sunrabbit):
In der Quelle steht ausdrücklich, das wenn man den Gastank näher als 3 Meter zur Grenze aufstellen will, man dies mit dem Nachbarn klären soll.
Ich hatte dir empfohlen, unter *Aufstellprüfung* zu lesen. Dort steht : Die Aufstellprüfung ist eine Art erste äußere Prüfung. Hier werden die Ex-Zonen kontrolliert, geschaut, ob der Gastank ordnungsgemäß aufgestellt ist, zum Beispiel in der Waage, und keine Brandlasten in der Nähe sind. Nur mit dieser Prüfung ist eine erste Befüllung des Gastanks möglich.

Das war vor 35 Jahren. Da gabe es den Nachbarn nicht. Er wurde nach Vorschrift aufgestellt, dann befüllt, dann geprüft, befülltbefülltbefüllt --- Kein Prüfer hatte seit ca. 1985 etwas auszusetzen. Ist nicht lesbar. Gibt weder Blech noch Mauer noch irgendeine Umsetzungs-Auflage.

Den Hühnerstall mit Kabelgedöns gibt es erst ganz neu seit 2018/19.

Zitat (von Sunrabbit):
Es gibt genehmigungsfreie Hühnerställe....
Ja, mag sein. Da lese ich oben:
Zitat (von 20Alois02):
1. ...wäre die Alternative, daß dass Nachbar den Hühnerstallzur Einhaltung des Abstands vom sog. Dom des Gastanks versetzen müßte.
und 2. aus Antwort #5.---BRANDLAST.
Zitat (von Sunrabbit):
Nachbar soll den Stall wieder abreissen.
Quatsch. Niemand verlangt das. Es gibt doch ne Alternative, sogar zwei. A) Er versetzt den Hühnerstall, um den lt. Prüfer nötigen Abstand zu erreichen. 2. Er installiert dann eine fachgerechte Stromzufuhr, um auch eine mögliche Gefährdung durch Kurzschluss auszuschließen.
Zitat (von Sunrabbit):
Warum darf dieser das nicht?
Da lese ich oben:
Zitat (von 20Alois02):
1. Lt. Prüfer-Aussage wäre die Alternative, daß Nachbar den Hühnerstall zur Einhaltung des Abstands vom sog. Dom des Gastanks versetzen müßte.
und 2. in Antwort #5. Prüfer und Behörde verlangen es. Ob Schwarz-oder Weißbau, er muss weiter weg vom Dom. Er hat den Stall ohne Genehmigung gebaut, aber hat geduldet.
Zitat (von Sunrabbit):
Der böse Nachbar benutzt sein bisher brach liegendes Grundstück nun selbst
Nein. Dieser Nachbar werkelt schon seit fast 10 Jahren dranrum. Das lese ich hier: https://www.123recht.de/forum/baurecht/Baurecht-__f520954.html
Der Hühnerstall ist also längst nicht der einzige Streitpunkt.

Zitat (von Sunrabbit):
... das der Gastankbesitzer einen Bestandsschutz hat? Hat er vielleicht ja auch... das kann ich nicht wissen.
Warum kannst du das nicht wissen? Der Tank steht korrekt und vorschriftsmäßig errichtet seit 35 Jahren. Nichts ist lesbar von veränderten Grenzen oder neueren Vorschriften für Tanks oder von Verträgen mit diesem Nachbar oder Vorgängern.
Ich kann nirgends auch nur einen Hinweis finden, dass der TE etwas an seinem Tank oder seinem Grundstück zu verändern hätte, weil er damals oder seitdem gegen irgendwas verstoßen hätte. Auch der Prüfer hat sowas nicht gesagt, wird es auch nicht schreiben. Selbstverständlich hat der Tank Bestandsschutz.
Zitat (von Sunrabbit):
von daher wäre ich vorsichtig.
Womit denn überhaupt?
Zitat (von Sunrabbit):
standen keine Details zum Hühnerstall des Nachbar.
1. Prüferaussage und 2. Antwort #5. Eindeutig BRANDLAST.
Wildes Gelände--- wenn schon Brandlast, dann nur in Verantwortung des Nachbarn.

Ein Blech? :???: WAS verlangt der Püfer?
Bier :???:
Kosten teilen :???: Wie kommst du denn nun sogar noch darauf? :augenroll:

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#32
 Von 
20Alois02
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Prüfungszyklen eines o.i. Gastanktanks:
Prüfung erfolgt alle 2 Jahre. Die sog. Genral-oder Hauptprüfung alle 10 Jahre.
Granzabstände: Wie bereits geschrieben, bei uns hier lt. Bauaumt 3 m !!!
Lt. Prüfer ist vom sog. Dom aus ein 5 m-Radius als Brandschutz einzuhalten.
Siehe meine Antwort #17:
Nicht der Tank stellt die Gefahr dar, sondern der aus HOLZ gebaute Hühnerstall. Falls von diesem ein Brand ausgeht, ist der Sicherheits-Abstand zum Tank zu gering - deshalb die Brandschutzmauer-Vorgabe.
Hinweis Antwort # 21:
Bei uns ander Tankstelle mußte der Gastank (LPG) lediglich mit schwer entflammbaren Materiealien abgeschirmt werden. Der Betreiber hat innen an die Umzäunung Eternitplatten angeschraubt, das reichte.
Guter Hinweis. Werde diesen in Erwägung ziehen bzw. als Alternative abklären.
Zur Info:
Der Gastank steht noch nicht einmal entlang der Grenze des Nachbarn mit Hühnerstall. Sondern entlang eines anderen Nachbargrundstücks. Das Grundstück des Nachbarn mit Hühnerstall endet an diesem Nachbargrundstück. Meins dagegen verläuft noch weiter = entlang des anderen Nachbarn. Dort steht der Gastank, ca. 1,5 m bis Beginn Grundstück mit Hühnerstall. Der Hühnerstall-Nachbar hat auch zu diesem anderen Nachbarn nur max. 1 m Grenzsabstand. Der Hühnerstall steht quasi am Rand der beiden Grundstücke. Das bedeutet, insgesamt ist dadurch der 5 m-Dom-Radius im Brandfall (Holz-Hühnerstall) nicht gewährleistet.
Bei Einhaltung der vorgeschriebenen (Bauamt) 3 m wäre es kein Thema !!
Hätte der Nachbar uns angesprochen (den Gastank wissend und sehend), (und das auch noch schwarz), wäre dies Situation vor Bau geklärt werden können.
Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Ich frage mich wohl zurecht, warum alle Restriktionen und Kosten allein zu meinen Lasten gehen sollen.
Deshalb der Kontakt zu „Frage einen Anwalt".
Werde auch o.g.Alternative Morgen mit TÜV-Prüfer besprechen. Natürlich ist Prüfer kein Bauamt oder Anwalt. Wenn Nachbar nicht einsichtig, werde ich wohl oder Übel einen Anwalt beauftragen müssen.
Hiermit beende ich jetzt endgültig das Forum.
Danke – für hilfreiche Hinweise.

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#33
 Von 
20Alois02
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

PS: Sicherheit sollte Priorität haben

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#34
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2178 Beiträge, 593x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Quatsch. Niemand verlangt das. Es gibt doch ne Alternative, sogar zwei. A) Er versetzt den Hühnerstall, um den lt. Prüfer nötigen Abstand zu erreichen.


Den Nachbarn braucht doch ein Mangel an dem Gastank nicht zu interessieren. Das ist alleine das Problem des Anlagenbetreibers.

Dieser ist für den Schutzbereich der Anlage verantwortlich. Wenn er ungefragt das Gründstück des Nachbarn mit einbezieht, muss er für eventuelle Folgen die sich aus seinem unbedachten Handeln ergeben aufkommen.

Und ob Hühnerstall oder nicht ist doch egal. Der Nachbar könnte an der Grenze auch sein Holz aufschlichten. Und das soll er jetzt nicht dürfen, weil sein Nachbar ungefragt sein Grundstück als Schutzbereich für seine Anlage verwendet?


Alternative 3.

Der Betreiber versetzt seinen Gastank damit der Schutzbereich auch auf seinem Grundstück liegt, den der
Grund und Boden seines Nachbarn geht ihn nichts an.



gruß charly

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#35
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2178 Beiträge, 593x hilfreich)

Zitat (von 20Alois02):
Ich frage mich wohl zurecht, warum alle Restriktionen und Kosten allein zu meinen Lasten gehen sollen.

Weil du für den Schutzbereich deiner Anlage verantwortlich bist. Warum hast du den Tank nicht auf deinem Grundstück so gesetzt, das du die Auflagen erfüllst?


gruß charly

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#36
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7952 Beiträge, 1397x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Den Nachbarn braucht doch ein Mangel an dem Gastank nicht zu interessieren
Sag mal bitte, hast du noch nicht gelesen, dass der Tank keinerlei Mangel hat und auch niemals hatte?
Zitat (von charlyt4):
muss er für eventuelle Folgen die sich aus seinem unbedachten Handeln ergeben aufkommen.
Der TE handelt überhaupt nicht, auch nicht unbedacht.
Zitat (von charlyt4):
weil sein Nachbar ungefragt sein Grundstück als Schutzbereich für seine Anlage verwendet?
Nein, weil ein Nachbar den Schutzabstand zum vorhandenen Gastankes zu beachten hat, wenn er nach 34 Jahren dort bauen will.
Zitat (von charlyt4):
Warum hast du den Tank nicht auf deinem Grundstück so gesetzt, das du die Auflagen erfüllst?
Was für ein Witz! :bang:
Zitat (von charlyt4):
Alternative 3.
Der größte Witz--- :grins:

@TE
Du kannst den Thread selbst schließen.
Oben rechts in deiner Anwort gibt es *AKTIONEN*--- anklicken und Ende.
(Aber dann erfahren wir nicht, was dein Nachbar sagt...)
Oder du machst NEU

Viel Erfolg morgen!

Zitat (von 20Alois02):
Ich frage mich wohl zurecht, warum alle Restriktionen und Kosten allein zu meinen Lasten gehen sollen.
Das ist ja definitiv nicht zu erwarten.

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#37
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2178 Beiträge, 593x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Was für ein Witz!

Was meinst du? Deine Argumentation? :)

Der TS hat sich nicht an die allgemeinen Anforderungen zum Betrieb von Druckgasbehälter gehalten - Punkt.



Und auf welcher rechtlichen Basis besteht dein Bestandsschutz? Wäre nett wenn du dazu noch was sagen könntest.


-- Editiert von charlyt4 am 03.10.2019 17:02

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#38
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7952 Beiträge, 1397x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Der TS hat sich nicht an die allgemeinen Anforderungen zum Betrieb von Druckgasbehälter gehalten
Seit wann soll das so gewesen sein?
Zitat (von charlyt4):
...besteht dein Bestandsschutz
Ich hab ja keinen Bestandsschutz.
uU lesen wir, was der Prüfer zu Papier bringt.

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#39
 Von 
aspergius
Status:
Schüler
(369 Beiträge, 136x hilfreich)

Folgender Vorschlag zur Güte. Die beiden Nschbarn gehen ein Bier trinken und beschließen, das der Tankbesitze ein paar Fermacell Platten kauft.
1.5 x 1 m² kosten unter 10 €. Der Hühnerstallbesitzer verkleidet die Hühnerstallwände mit diesen Fermacellplatten und streicht sie wasserfest an.
Beide Seiten sparen sich 2 Rechtsanwälte und möglicherweise ein Gerichtsverfshren.

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#40
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2178 Beiträge, 593x hilfreich)

Zitat (von Anami):
uU lesen wir, was der Prüfer zu Papier bringt.

Da können wir nur lesen, was ein sachverständiger Fachmann zum jetzigen Zeitpunkt an der
Anlage des Betreibers moniert. Und da kann dann nur stehen, dass die Sicherheitsabstände nicht
den Richtlinien entsprechen.


Zitat (von Anami):
Ich hab ja keinen Bestandsschutz.



In Post 31 hast du gesagt, dass:


Zitat (von Anami):
Selbstverständlich hat der Tank Bestandsschutz.



Darum würde mich interessieren, warum du hier einen Bestandsschutz siehst.


Zitat (von Anami):
Zitat (von charlyt4):
Der TS hat sich nicht an die allgemeinen Anforderungen zum Betrieb von Druckgasbehälter gehalten



Zitat (von Anami):
Seit wann soll das so gewesen sein?



Schon immer.

Die technische Richtlinie besagt, " Der Schutzbereich darf sich nicht auf Nachbargrundstücke oder öffentliche Verkehrsflächen erstrecken".



Interessant wäre die Frage, ob man dies mit einem Überbau vergleichen könnte.

Ich glaube nicht. Die Folgen wären aber dann ganz neu zu bewerten.



gruß charly

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#41
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2178 Beiträge, 593x hilfreich)

Zitat (von aspergius):
Folgender Vorschlag zur Güte. Die beiden Nschbarn gehen ein Bier trinken und beschließen, das ................................................

Keine Frage - so sollte es sein! :cheers:


gruß charly

-- Editiert von charlyt4 am 03.10.2019 18:50

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#42
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7310 Beiträge, 2564x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Eine mögliche Gefährdung geht NUN nur von der neuen Massnahme aus, die ausschliesslich der Nachbar zu verantworten hat.

Falsch: die Gefährdung geht unverändert vom Gastank aus. Nur die Gefährdungslage hat sich durch den Bau verändert. Vor dem Bau waren die Sicherungsmaßnahmen entbehrlich, jetzt sind sie erforderlich.

Der Gastankbetreiber hat u.U. einen Beseitigungsanspruch des Stalles aus Baurecht oder Nachbarschaftsgesetz, diesen hätte er aber auch unabhängig vom Gastank.

Hier die rechtlichen Grundlagen des einen Vorganges (Betriebsgenehmigung) mit denen des anderen Vorgangs (Baurecht/Nachbarschftsgesetz) zu vermischen füht zu nicht durchsetzbaren Ergebnissen.

Berry

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#43
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(10520 Beiträge, 7477x hilfreich)

Die Wogen gehen hier doch deshalb so hoch, weil der Fragesteller eine (milde gesagt) befremdliche Erwartungshaltung hat:
"Weil ich auf meinem Grundstück einen Gastank habe, erwarte ich ganz selbstverständlich von meinem Nachbarn, dass er auf seinem Grundstück auf meinen Gastank Rücksicht nimmt."
Und das ist eben nicht selbstverständlich ...

@Anami:

Zitat:
2. Er installiert dann eine fachgerechte Stromzufuhr, um auch eine mögliche Gefährdung durch Kurzschluss auszuschließen.
Wenn sich der Hühnerstall innerhalb der Ex-Zone befindet, wäre auch eine fachgerechte Stromzufuhr nicht erlaubt. (innerhalb der Ex-Zone dürfen sich - vereinfacht - überhaupt keine elektrischen Einrichtungen befinden.)

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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