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Eigentümergemeinschaft an Garagengrundstück, kann sich jemand am Bau ausschliessen?

 Von 
Petra333
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 7x hilfreich)
Eigentümergemeinschaft an Garagengrundstück, kann sich jemand am Bau ausschliessen?

Die Mehrheit der Eigentümer möchte das Grundstück erschliessen, nur ein Miteigentümer möchte sich nicht an den Kosten beteiligen.

Reicht für ein solches Problem die Mehrheitsentscheidung, so das die "widerwillige" Partei auch mit zahlen muss?

Anmerkung: Sind etweilige* Klauseln im Notarvertrag bindend.

Wenn z.B. im Notarvertrag steht, dass man mit seinem Grundstück machen kann was man will.

Danke

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Gemeinschaftseigentum Grundstück Teilungserklärung


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Odil
Status:
Student
(2166 Beiträge, 758x hilfreich)

Hallo!
Um hier eine Antwort geben zu können, müßten die Zusammenhänge genauer beschrieben werden.

Was heißt *jeder mit s e i n e m Grundstück machen kann, was er will* ? ?
Ist es eine Eigentümergemeinschaft, so gilt ja
das Grundstück als Gemeinschaftseigentum.

Sollte in der Teilungerklärung das Grundstück
aufgeteilt worden sein und dem Sondereigentum eines jeden ET zugeordnet sein, ist die Lage eine andere.

Handelt es sich um das Gemeinschaftgrundstück, so gilt meiner Ansicht nach der Mehrheitsbeschluss.
Es kann sich keiner vor den Kosten drücken!

Wie heisst es so schön:Mitgefangen - mitgehangen.
Also Wohnungseigentümer muss man sich oft der Meinung und den Beschlüssen der Mehrheit beugen. Und das ist oft sehr ärgerlich.

-- Editiert von Odil am 10.07.2005 23:46:20

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#2
 Von 
Petra333
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 7x hilfreich)

@Odil,

danke.

Ja, es gibt eine Teilungserklärung, dass Grundstück wurde in 13 Teile geteilt und verkauft.

Wenn ich es also richtig deute, ist es also kein Gemeinschaftseigentum. Richtig?

Was kann man in einem solchen Fall machen?

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#3
 Von 
Petra333
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 7x hilfreich)

So, jetzt habe ich mal alles Zusammengesucht.

Die Grundstücke wurden zu je 1/13 als Teileigentum verkauft. Im Kaufvertrag wird auf die Gemeinschaftsordnung hingewiesen.
Achtung: Bevor ich auf diese eingehe, noch was zur Angeschlossenheitsbescheinigung dies es auch gibt, diese sagt aus.
Garagenplatz gleich Teileigentum, der komplette Rest ist Gemeinschaftseigentum!

Jetzt zur Gemeinschaftsordnung: Diese besagt in einem Punkt:
"Kein Eigentümer einer Einheit ist verpflichtet, an der Errichtung einer anderen oder des gesamten Bauvorhabens mitzuwirken.

Jetzt stellt sich mit die Frage, bezieht sich dieser Punkt, nur auf das Teileigentum oder auf das gesamte "Gebiet"?

Hoffe mir kann jemand helfen. Danke

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#4
 Von 
Odil
Status:
Student
(2166 Beiträge, 758x hilfreich)

Hallo Petra!
Eine Teilungerklärung gibt es immer.
die Gemeinschaftsordung ist Bestandteil der Teilungserklärung. (da auf sie verweisen wurde)
______________________
Wenn ein Wohngebäude in Eigentumswohnungen aufteilen werden soll, ist immer eine Abgeschlossenheitserklärung beim Bauamt einzuholen.
Diese Bescheinigung ist Voraussetzung dafür, dass überhaupt eine Eigentumswohnung entstehen kann.
Es wird dabei der Raum genau begrenzt, der zu einer Wohnung gehört. Das können auch Teile außerhalb der eigentlichen Wohnung sein, wie z.B. ein Stellplatz.

Wenn es nun bei Euch heisst, dass alles andere Gemeinschaftseigentum ist, so gehe ich mal davon aus, dass auch das Grundstück
Gemeinschafteigentum ist.

Selbst wenn in Eurer Teilungserklärung ein 13. Teil dem Sondereigentum zugeordnet wurde.(formelle Sache).
Die Frage bleibt für mich: Was heisst hier, dass jeder mit seinem Grundstück machen kann was er will.
Es gibt doch sicher mehrere Stockwerke -oder? Welchen Anteil am Grundstück hat dann ein ET der oberen Etagen?
Also von welchem Grundstücksteil ist da die Rede?
___________________
Zum besonderen Zusatz:
*Kein Eigentümer einer Einheit ist verpflichtet, an der Errichtung einer anderen oder des gesamten Bauvorhabens mitzuwirken.*

Wenn hier von Einheit die Rede ist, so
ist damit zunächst wahrscheinlich doch Eure
Wohneinheit gemeint, also die Wohnung selbst.
Was mit Bauvorhaben gemeint ist, könnte ein Umbau des gesamten Hauses sein. Eigentlich müsste dazu in der Erklärung auch Genaueres stehen.
Ansonsten ist schwer zu sagen, was damit gemeint ist.

Erst einmal mit
sommerlichem Gruß
Odil


________________






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#5
 Von 
Petra333
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 7x hilfreich)

@Odil,

ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor, denn meine gesamten Einlassungen beziehen sich nur!! auf ein Grundstück worauf Garagen entstehen sollen.

Nochmal zum besseren Verständnis, dieses Grundstück wurde mit einer Teilungserklärung und der dazugehörigen Abgeschlossenheitsbescheinigung
verkauft. Diese Abgeschlossenheitsbescheinigung weißt die Teile die der Garagengrundfläche entspricht als Teileigentum, und den kompletten Rest als Gemeinschaftseigentum aus.

Und genau dieser Teil, dass Gemeinschaftseigentum, ist der strittige Teil. Dieser Teil soll gemeinschaftlich
erschlossen werden. (Frostschutz/Pflaster/ Drainage/ Elektroverteilung)

Und da stellt sich ein "Teilinhaber" quer, er möchte sich nur an der Elektroverteilung beteiligen!
Und daraus resultiert meine Frage, kann er sich weigern und sich somit aus der Schuld entlassen?

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