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EnEv vs. Dunstabzugshaube

 Von 
steschmi
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
EnEv vs. Dunstabzugshaube

Hallo zusammen!
Ich habe eine ETW gekauft, die sich derzeit noch in der Bauphase befindet.

Anlässlich der Planung der Küche hatte ich beim Bauträger angefragt, ob man nicht gleich in der Fassade eine Aussparung für die Abluft der Dunstabzugshaube einplanen könne.
Dies lehnte er ab mit dem Hinweis darauf, dass das Haus insgesamt nach den Vorgaben der EnEV schon sehr knapp gerechnet sei. Ich müsse da wohl oder übel auf eine Umluft-Lösung zurückgreifen.

Ich verstehe, dass durch eine Abluft eine Kältebrücke entsteht und auch geheizte Luft dem Raum entzogen wird.

Meine Fragen:
1. Bei einer Umluft-Lösung muss doch auch das Fenster bei Betrieb des Herdes geöffnet werden, hier ist doch sogar ein Warn-Schalter zu installieren? Auch hierdurch geht aber geheizte Luft verloren.
2. Es gibt ein System, das den Abluftkanal mit Inbetriebnahme erst öffnet, ansonsten aber ist das verschlossen und abgedichtet. Hilft so etwas, KW-Wert ist laut Hersteller 0,95 W/qmK
3. Wie kann ich erfahren, welchen Spielraum ich noch hinsichtlich der durch die EnEV vorgegebenen Werte habe? Wie kann ich erfahren, wie das Haus (oder wird da jede Wohnung einzeln gerechnet?) berechnet wurde und ob ich bei Einbau diesen Wert noch unterschreiten würde?
4. Wir haben gegenüber der ursprünglichen Planung 2 Fenster in der Wohnung eingespart und durch Mauerwerk ersetzt. Könnte man da etwas "verrechnen"? Wird solch eine "Verbesserung" der Wohnung oder dem ganzen Haus zugeschlagen?
5. Falls das energietechnisch darstellbar wäre, müsste ich solch eine Installation genehmigen lassen durch Behörde und letztendlich auch durch die Eigentümergemeinschaft/den Verwalter? Ist das, bei einem Durchmesser von etwa 16cm eine genehmigungspflichtige bauliche Maßnahme, die das Erscheinungsbild der Immobilie verändert?

Ich hoffe, es kann mir hier jemand helfen.

Vielen Dank schon mal an alle, die es versuchen.

-- Editiert von steschmi am 03.09.2019 12:22

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Haus Wohnung Fenster Einbau


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6542 Beiträge, 3199x hilfreich)

Zitat (von steschmi):
1. Bei einer Umluft-Lösung muss doch auch das Fenster bei Betrieb des Herdes geöffnet werden, hier ist doch sogar ein Warn-Schalter zu installieren?

Habt Ihr noch einen Kamin in der Wohnung, oder weshalb soll es da einen "Warnschalter" geben und das Fenster geöffnet werden?
Bei Umluft entzieht man dem Raum eben keine Luft, welche über den Abzug einer Feuerstelle zurück in die Wohnung gelangen könnte.
Bei Abluft sieht die Sache hingegen in der Regel so aus wie Du es beschreibst.

Zitat (von steschmi):
dass das Haus insgesamt nach den Vorgaben der EnEV schon sehr knapp gerechnet sei.

Einfach den Bauträger mal fragen wie das Haus berechnet wurde und welche Werte vorliegen.

Durch den Wegfall von 2 Fensterflächen (U-Wert ~ 1,1) im Austausch zu Wandflächen (U-Wert 0,24) sollte bei eurer Wohnung eigentlich genug Luft nach oben sein.


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#2
 Von 
steschmi
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort!

Nein, wir haben keinen Kamin in der Wohnung. Diese Aussage stammt vom Bauträger. Bei Umluft-Hauben wäre dieser Warnschalter neuerdings Pflicht. Vielleicht wollte er mir aber nur eine "Zusatzleistung" verkaufen..??
Oder gelten da im Vermietungsfall andere Regelungen?


-- Editiert von steschmi am 03.09.2019 13:00

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#3
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6542 Beiträge, 3199x hilfreich)

Zitat (von steschmi):
Bei Umluft-Hauben wäre dieser Warnschalter neuerdings Pflicht.

Ich muss dann gestehen, dass mir eine solche (neue) Pflicht nicht bekannt ist, sollte es sie denn geben.
Vorstellen kann ich mir das allerdings nicht, da eine Abzugshaube im Umluftbetrieb nichts anderes ist als ein Ventilator (mit Filter).

Ich kenne die Vorgabe nur bei Ablufthauben in Zusammenspiel mit raumluftabhängigen Feuerstätten (Kamin, Gastherme, Ofen etc..), da eben bei gleichzeitigem Betrieb die Dunstabzugshaube einen Unterdruck im Raum erzeugt und so die Abgase in den Raum gezogen werden können.

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#4
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6583 Beiträge, 1226x hilfreich)

Zitat (von steschmi):
Ich verstehe, dass durch eine Abluft eine Kältebrücke entsteht und auch geheizte Luft dem Raum entzogen wird.
Eine Wärmebrücke....und warme verbrauchte Kochluft wird hinaus geblasen/gedrückt..., wenn die Haube in Funktion/angeschaltet ist.
Zitat (von steschmi):
Bei einer Umluft-Lösung muss doch auch das Fenster bei Betrieb des Herdes geöffnet werden, hier ist doch sogar ein Warn-Schalter zu installieren?
Wer verlangt das?
Zitat (von steschmi):
Hilft so etwas, KW-Wert ist laut Hersteller 0,95 W/qmK
Von was ist das der k-Wert? Gehts nicht eher um U-Werte für die gesamte Wohnung bzw. das Haus?

Die Fragen, die du stellst, kann dir eigentlich nur der Planer beantworten, der den EnEV-/WS-Nachweis gerechnet hat. Also der vom Bauträger Beauftragte . Der könnte schnell nachrechnen, ob die 2 eingesparten Fenster eine Abluftinstallation für die Küche erlauben würden. Das Rechenprogramm kann das.

Zitat (von steschmi):
Ist das, bei einem Durchmesser von etwa 16cm eine genehmigungspflichtige bauliche Maßnahme, die das Erscheinungsbild der Immobilie verändert?
mM nach nicht, aber manchmal sind Behörde sehr stur. Evtl. wollen das dann andere Bauherren von ETW auch?
Zitat (von steschmi):
schon sehr knapp gerechnet sei.
Ja, das mag sein. Ob man aber deshalb auf Umluft umsteigen muss--- ist die einfachste Alternative.
Zitat (von steschmi):
Bei Umluft-Hauben wäre dieser Warnschalter neuerdings Pflicht.
Das ist mir auch neu. Wovor warnt der denn?

Und was sagt die Planung für eure ETW?
Was habt ihr für einen *Energiestandard*? Steht dort was vom KfW 70 oder KfW 100...?

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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