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Grundstücks Raub - was tun

13.10.2021 Thema abonnieren
 Von 
DumitruKurier
Status:
Praktikant
(513 Beiträge, 141x hilfreich)
Grundstücks Raub - was tun

Ich habe einen alten Weinberg geerbt, der bisher an der Straße neben dem Geh-Radweg lag. Nun hat die Gemeinde die Straße tiefer neu gebaut (20cm tiefer) und den Radweg auf die andere Seite verlegt. Auf meiner Seite endet das Grundstück nun direkt an der Landstraße. Jetzt wollen die ein Stück abhaben.

Mir gehört nun der Hang der langsam auf die Straße bröselt. Wer haftet wenn da nun mehr runter kommt. Muss die Gemeinde das nun absichern. Müssen die Stufen zahlen, Steil war es vorher schon aber ohne den Absatz unten.
Wenn ich das nun abgebe, wie läuft mein Zugang. Da kann ich dann ja zum Beispiel keine "Einfahrt" mehr buddeln.

Was tun

Bild: https://ibb.co/b3QLcfD

-- Editiert von DumitruKurier am 13.10.2021 18:15

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(92588 Beiträge, 35870x hilfreich)

Zitat (von DumitruKurier):
Wer haftet wenn da nun mehr runter kommt.

Der Éigentümer.



Zitat (von DumitruKurier):
Bild: https://ibb.co/b3QLcfD

Wo ist der Weinberg?



Zitat (von DumitruKurier):
Muss die Gemeinde das nun absichern.

Nein, Dein Hang, Dein Problem.



Zitat (von DumitruKurier):
Müssen die Stufen zahlen,

Stufen? Wohin und wofür?
Ich sehe da keine Rechtsgrundlage zur Verpflichtung.



Zitat (von DumitruKurier):
Wenn ich das nun abgebe, wie läuft mein Zugang. Da kann ich dann ja zum Beispiel keine "Einfahrt" mehr buddeln.

Das vereinbart man dann im Kaufvertrag und lässt es entsprechend im Grundbauch eintragen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20419 Beiträge, 4188x hilfreich)

Zitat (von DumitruKurier):
Grundstücks Raub - was tun
Das ist wohl eher eine Frage fürs Unterforum *Strafrecht*, denn du meinst doch, du würdest beraubt... :augenroll:
Ich sehe auch nichts von einem alten Weinberg, nichts von einem Brösel-Hang und vor der Tieferlegung war dort auch keine Einfahrt, seit Jahren nicht und schon gar keine Stufen.

Wie hat der Verstorbene das geerbte Grundstück früher erreicht, als die Straße noch etwas höher lag und der Radweg dort war?

Du könntest ein Stück an die verkaufen. Dann gehört es denen. Dann wäre es eher *Kaufrecht*.

Grundsätzlich aber wohl immer noch Erbrecht.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(92588 Beiträge, 35870x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Grundsätzlich aber wohl immer noch Erbrecht.

Auf die Erklärung bin ich aber jetzt mal gespannt, wo hier das Erbrecht herkommen soll ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
DumitruKurier
Status:
Praktikant
(513 Beiträge, 141x hilfreich)

Der "Weinberg" geht oben 800Meter weiter

Hier mal das vorher Bild https://ibb.co/V38rzSM

Mein Grundstück ging bis zum Weg und war einfach zu begehen.

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#5
 Von 
kalledelhaie
Status:
Praktikant
(731 Beiträge, 133x hilfreich)

Also wenn die öffentliche Hand zum Wohle der Allgemeinheit etwas wegnimmt, dann ist das kein Raub sondern eine Enteignung, die entschädigt werden muss.

Was sagt denn die Gemeinde dazu?

Haben die "einfach gebaut", was sich mir nicht vorstellen kannn und dann ein Kaufangebot unterbreitet?
Haben die vielleicht mit dem Vorbesitzer diesbezüglich Kontakt gehabt oder gar schon eine Vereinbarung getroffen? Wann haben sie denn geerbt?

Irgendwie ist die "Story" nicht vollständig.

-- Editiert von kalledelhaie am 14.10.2021 04:30

Signatur:

Die von mir vertretenen Meinungen sind rein private Einschätzungen und ersetzen keine professionelle

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#6
 Von 
DumitruKurier
Status:
Praktikant
(513 Beiträge, 141x hilfreich)

Die Gemeinde hat einfach umgebaut, wie haben das Grundstück 3 Jahre nicht betreiten. Das erste Foro ist neu, ds zweite aus 2019 Es gab vor 30 Jahren den Wunsch das Stück (die 4 Pfosten) zu kaufen, die haben es auch ausmessen lassen. Aber dazu kam es nie. Das zwischenzeitlich geerbt wurde ist egal, Erblasser und Erbe wurden nie informiert (hatten gleiche Adresse)
Die Gemeinde ist "Gesprächsbereit". Die werden wohl anbieten das kleine Stück abzukaufen. Nur kann ich dann nie wieder eine Einfahrt buddeln. Jedoch lassen kann man das nun auch nicht, Daher die öffentliche Frage hier

Ich dachte ursprünglich das die mein Grundstück bebaut hätten, jedoch haben sie an unserem nur die Erde "geraubt"

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#7
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20419 Beiträge, 4188x hilfreich)

Zitat (von DumitruKurier):
Die werden wohl anbieten das kleine Stück abzukaufen. Nur kann ich dann nie wieder eine Einfahrt buddeln.
Dann warte auf das Angebot der Gemeinde. uU kannst du so verhandeln/verkaufen, dass du dort eine Einfahrt (??) bauen kannst. Woher soll die Gemeinde jetzt wissen, dass du als Erbe nach 30 Jahren dort plötzlich eine Einfahrt machen willst

Das mit dem Raub oder Erde weg-buddeln solltest du gegenüber der Gemeinde vergessen.

Zitat (von DumitruKurier):
Jedoch lassen kann man das nun auch nicht,
Doch, kann man.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#8
 Von 
DumitruKurier
Status:
Praktikant
(513 Beiträge, 141x hilfreich)

[quoteDoch, kann man.]

Nein, kann man nicht. Am "Hangende", also dem Ende an der die abgegraben haben, ist die Erde offen und 20cm senkrecht. Bei Regen und Schnee oder wenn Steinchen von der Straße dort abbrallen wird sich die Erde lösen. Die fliegt dann auf die Straße. Da es meine Erde ist wäre ich natürlich verantwortlich. Beflanzen kann man eine Senkrechte auch nicht, vor allem wenn darunter die Straße liegt.

Mein Mindesforderung wäre eine durchgehende Schräge (auf meinem Grundstück) und Rasensamen drauf.

Die Gemeinde muss nicht wissen was ich mit meinem Gundstück vorhabe. Jedoch ist ein Gundstück an einer Straße wertvoller als einen neben einer Straße nach einem Stück Hang der der Gemeinde gehört. Dann am besten noch ein Wegerecht ohne einen Weg.

Kaum anzunehmen das man mir das ausgleichen würde wenn ich denen das verkaufe.

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#9
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20419 Beiträge, 4188x hilfreich)

Zitat (von DumitruKurier):
Nein, kann man nicht.
Doch, natürlich kann man.
Ich wünsch dir viel Glück bei den Verhandlungen mit der Gemeinde.
Zitat (von DumitruKurier):
Beflanzen kann man eine Senkrechte auch nicht, vor allem wenn darunter die Straße liegt.
Doch, auch das geht, wenn man will. Aber du willst ja gar nicht. Du willst, dass die Gemeinde dir eine Einfahrt für deinen Urwald baut. Vermutlich wirst du der Gemeinde erstmal erklären, wozu du in 2021 und später eine Einfahrt dort benötigst. Seit >30 Jahren gabs dort keine.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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