Grz Überschreitung

10. Oktober 2020 Thema abonnieren
 Von 
katuscha
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 2x hilfreich)
Grz Überschreitung

Hallo zusammen,

wir haben nun ein Grundstück, wo die grz 1 0,25 beträgt.

Wir möchten ein Bungalow bauen, da ich schwerbehindert bin. Gdb 70 und gehbehinderung.

Leider reicht die grz für unser Vorhaben nicht aus. Wir benötigen 0,3.

0,275 also 10 Prozent mehr sind laut Gemeinde aus alten Fällen problemlos möglich.

Kennt sich jemand mit der Rechtslage aus? Bekommen wir 0,3 durch?

Unser Architekt ist nicht gerade motiviert...

Gibt es evtl Gerichtsurteile mit der Thematik?

Vielen Dank

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33453 Beiträge, 5805x hilfreich)

Zitat (von katuscha):
Bekommen wir 0,3 durch?
Das kann hier so pauschal wahrscheinlich niemand beantworten.
Die Rechtslage ist, dass die im B-Plan festgelegte GRZ quasi das Gesetz darstellt.
Abweichungen und Ausnahmen und Einzelfallentscheidungen gibt es fast immer.

Wenn du aber bereits die behördliche Auskunft hast, dass 10% Überschreitung nicht problematisch für die Baugenehmigung sind--- wo liegt die Schwierigkeit, die gewünschte Bebauung auf GRZ 0,275 zu *schrumpfen*?
Es geht bei der GRZ nicht nur um die Bungalow-Grundfläche...
Zitat (von katuscha):
Gibt es evtl Gerichtsurteile mit der Thematik?
Vermutlich etliche. Aber was willst du damit? Willst du dich dann auf die irgendwo und irgendwann im Bundesgebiet getroffenen Entscheidungen beziehen?
Oder willst du klagen?

Bei der Grundstücksvergabe ging es doch auch ohne Klage, oder ?

Zum Nachlesen:
https://www.dabonline.de/2020/03/20/bebauungsplan-ausnahmen-befreiungen-abweichungen-bauen-im-innenbereich-paragraf-34-planungsrecht#einzelfall

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
die wölfin
Status:
Schüler
(329 Beiträge, 140x hilfreich)

Moin!

Da die angestrebte GRZ-Überschreitung von 0,5 hier insgesamt 20% betragen, ist sie nicht mehr als geringfügig anzusehen und daher wohl bestenfalls mit einer individuell ausgehandelten Befreiung durchsetzbar.

Einen dazu gut passenden Bericht findest Du übrigens z.B. hier: https://www.simoneit-skodda.de/de/recht_im_fokus/planungsrecht_natur_und_umweltrecht/d/ueberschreitung_der_zulaessigen_grundflaechenzahl

Die womöglich geplante Argumentation mit der Behinderung wird dabei übrigens nichts helfen, da wohl kaum das Gebäude abgerissen wird, sobald dort keiner mehr mit Behinderung lebt.

Aus eigener Erfahrung (arbeite in einem Architekturbüro) kann ich aber empfehlen, einfach zunächst eine schriftliche Bauvoranfrage nur bzgl. der GRZ-Überschreitung zu stellen und im Zuge dessen persönlich mit dem Sachbearbeiter, der das beim Bauamt prüft, zu besprechen.
Mach Dich aber darauf gefasst, dass bei denen Begründungen wie: "nur so ist das Haus für mich als Behinderter wirklich nutzbar" auf taube Ohren stoßen, zum einen wg. der bereits o.g. Argumentation und wahrscheinlich wird es auch schlichtweg andere Lösungsmöglichkeiten geben, z.B. durch Grundriss-Umplanungen, auch wenn es dann nicht mehr der "absolute Traumgrundriss" ist.

Aber eigentlich lassen die Sachbearbeiter vom Bauamt immer mit sich reden und wenn trotzdem leider keine Zustimmung in Aussicht gestellt werden kann, nennen sie gerne auch mal eigene anderweitige Lösungsvorschläge.

Viel Erfolg!

wölfin

Signatur:

"Der unzufriedene Mensch findet keinen bequemen Stuhl." (Benjamin Franklin)

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#3
 Von 
die wölfin
Status:
Schüler
(329 Beiträge, 140x hilfreich)

Zitat (von die wölfin):
Da die angestrebte GRZ-Überschreitung von 0,5 ...
Upps, gemeint war natürlich eine Überschreitung in Höhe von 0,05

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