Hauskauf 2005 jetzt kommt Rechnung aus 2004

20. April 2007 Thema abonnieren
 Von 
Maus999
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 7x hilfreich)
Hauskauf 2005 jetzt kommt Rechnung aus 2004

Hallo an Alle!

Wir haben 2005 ein Haus gekauft, lt. Erklärung der Verkäuferin bestanden keine Verbindlichkeiten. Jetzt haben wir eine Rechnung des Abwasserverbandes für den Einbau des Wasserzählers aus dem Jahre 2004 erhalten.
Die Verkäuferin ist zwischenzeitlich verstorben.
Dem AZV haben wir mitgeteilt, dass Sie sich bitte an die Erben der Verkäuferin wenden mögen. Haben die aber leider nicht gemacht und die Rechnung wieder an uns geschickt, mit der Begründung, dass wir lt. Grundbuch Eigentümer sind.
Ich sehe es aber so, dass wenn der AZV die Rechnung gleich nach Ausführung der Arbeiten gestellt hätte, wäre Sie ja von der damaligen Eigentümerin bezahlt worden und hätte ja letztendlich auch das Erbe geschmälert, also müßten doch jetzt die Erben zur Zahlung herangezogen werden, oder?

Vielen Dank schon mal im Voraus!

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"M.W."

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22 Antworten
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#1
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 907x hilfreich)

--- editiert vom Admin

2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
baulibauer
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 12x hilfreich)

Ist die "Rechnung" möglicherweise ein Bescheid? Dann ergibt sich vermutlich aus der Satzung des Verbandes, wer persönlich zahlungspflichtig ist.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Ben123
Status:
Schüler
(219 Beiträge, 71x hilfreich)

Hallo,
bei Hauskauf und Verkauf können so einige merkwürdige Verpflichtungen auf beiden Seiten entstehen.Als ich ein Haus verkauft habe,hat der Käufer keine Grunderwerbssteuer sowie den Notar nicht bezahlt,das durfte ich dann übernehmen?!Auch während der Grundbucheintragung-sowas dauert dummerweise immer einige Monate- mußte ich so einige Kosten übernehmen,die ich nun gerichtlich wieder einklagen darf.
Gruß Ben

3x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 907x hilfreich)

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1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
guest123-1542
Status:
Bachelor
(3084 Beiträge, 577x hilfreich)

--Hinsichtlich der Grunderwerbssteuer kann ich das nicht ganz nachvollziehen--

Ich auch nicht. Zumindest- vorausgesetzt, dass sich nichts geändert hat, war es doch so, das die unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes beim Notar vorliegen musste, bevor er den Umschreibungsantrag stellen konnte. Und diese Bescheinigung wird erst ausgestellt, wenn die Grunderwerbssteuer vom Käufer gezahlt wurde.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Maus999
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 7x hilfreich)

Laut Kaufvertrag haben wir das Haus ohne offene Rechnungen o.ä. übernommen. Was können wir jetzt dafür, dass der AZV mehr als 2 Jahre braucht, um eine Rechnung zu schreiben?

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"M.W."

3x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
guest123-1047
Status:
Praktikant
(986 Beiträge, 575x hilfreich)

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#8
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7944 Beiträge, 2931x hilfreich)

Die Grunderwerbsteuer zahlt der Käufer für den Kauf einer Immobilie. Vielleicht meinst du die jährliche Grundsteuer? Die zahlt immer der, der ins Grundbuch eingetragen ist.
Und der Notar kann sich ja sein Geld wohl selber vom Käufer holen. Aber vielleicht handelt es sich hier auch um die normalen Austragungskosten.

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 907x hilfreich)

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2x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8419 Beiträge, 3780x hilfreich)

Wir hatten ein Haus gekauft, dessen Besitzer hoch verschuldet war.
Der Notar hat uns -leider erst nach Abschluss der Kaufvertrages- darauf aufmerksam gemacht, dass evtl. Schulden bei der Gemeinde oder Stadt (für Niederschlagsgebühr, Grundsteuer, Abfall), sofern vom Vorbesitzer nicht bezahlt, auf den neuen Besitzer übergehen. Diese Kosten wandern nicht mit dem Vorbesitzer, sondern bleiben immer auf dem Haus und dem Grundstück und dann auch für den neuen Eigentümer.
Die Kosten der Wasserversorgung gehören aber m. W. nicht dazu.

6x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 907x hilfreich)

--- editiert vom Admin

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Maus999
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 7x hilfreich)

Der Vertrag sagt folgendes:
..sofern also für bis heute stattgefundene Erschließungsmaßnahmen noch Kostenbescheide erhoben werden, gehen diese zu Lasten des Verkäufers und sind mit diesem abzurechnen...

Wir haben jetzt jedenfalls einen Anwalt beauftragt. Mal sehen, was dabei rauskommt.
Ich werde dann berichten.

Schönes, sonniges WE...


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"M.W."

1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
guest123-1047
Status:
Praktikant
(986 Beiträge, 575x hilfreich)

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1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 907x hilfreich)

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#15
 Von 
Maus999
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 7x hilfreich)

Der AZV ist doch aber selbst schuld, wenn er nicht in der Lage ist, zeitnah seine Rechnungen zu stellen.
Sollen wir jetzt unserem Geld bei den Erben hinterherlaufen?

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"M.W."

-- Editiert von maus999 am 30.04.2007 15:03:45

1x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 907x hilfreich)

--- editiert vom Admin

1x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
guest123-1047
Status:
Praktikant
(986 Beiträge, 575x hilfreich)

--- editiert vom Admin

1x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Commodore
Status:
Lehrling
(1521 Beiträge, 464x hilfreich)

Hallo,

die Versorgungsunternehmen können nach geltendem Recht und gängiger Rechtsprechung immer den Immobilien-Eigentümer in Anspruch nehmen. Sie müssen also zunächst die Zahlung erbringen. Falls Sie nicht zahlen, kommt die kostenpflichtige Mahnung, nach 30 Tagen maximal kommt die kostenpflichtige Androhung der Versorgungssperre.

Teilen Sie den Erben mit, dass trotz der vertraglichen Vereinbarung die Inanspruchnahme des Versorgungsunternehmens gegen Sie erfolgte und das Sie kurzfristig um die Erstattung bitten. Falls keine angemessene Reaktion erfolgen sollte, können Sie mit Ihrem Anwalt andiskutieren, ob eventuell eine Vollstreckung aus einem Urkundenprozess angestrengt werden kann.
:wipp:

MfG

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"Der Beitrag ist keine Rechtsberatung, lediglich eine qualifizierte Äusserung im Laien-Forum !?!"

1x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Maus999
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 7x hilfreich)

Na Super!

Nur leider können wir nicht nachvollziehen, ob die Leistungen überhaupt erbracht wurden bzw. ob der AZV die Rechnung vielleicht damals schon gestellt hat und diese auch von der damaligen Eigentümerin bezahlt wurde!!!
Der Rechnung lag ja nicht einmal eine Kopie des unterschriebenen Auftrages bei.

Wir können doch auch nicht Arbeiten am Haus ausführen lassen, dieses mal eben verkaufen und der Käufer bezahlt dann die Rechnung.

Naja warten wir mal die Reaktion des AZV ab, unsere Anwältin hat denen ja bereits geschrieben.



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"M.W."

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Commodore
Status:
Lehrling
(1521 Beiträge, 464x hilfreich)

Hallo,

@Maus999

Nach meiner Einschätzung treten Sie in Vorleistung. Aus der von Ihnen zitierten Vertragspassage haben Sie ein uneingeschränktes Erstattungsrecht gegenüber den Rechtsnachfolgern der verstorbenen Verkäuferin.

Bitte zum Abschluss dann mal eine EHRLICHE umfassende Rückmeldung. Das wäre sehr nett !

Für das Verständnis zur Rückmeldung von Ihrer Seite verbindlichsten Dank.
:wipp:

MfG

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"Der Beitrag ist keine Rechtsberatung, lediglich eine qualifizierte Äusserung im Laien-Forum !?!"

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#21
 Von 
Maus999
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 7x hilfreich)

Hallo an alle Interessierten!

Gute Nachricht, der AZV hat die Rechnung an uns zurückgenommen und sich an die Erben gewandt. D. h. einer der Erben hat die Originalrechnung erhalten und die anderen wurden durch Übersendung einer Kopie informiert.

Jetzt müssen die halt sehen, wie sie klarkommen :grins:

Wir wünschen allen einen schönen (vielleicht ja auch sonnigen) Feiertag.



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"M.W."

1x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Commodore
Status:
Lehrling
(1521 Beiträge, 464x hilfreich)

Hallo,

ein herzliches Dankeschön für Ihre Rückmeldung.

Es baut dann doch etwas auf, wenn man(n) im Forum unterstützend informieren kann.

Alles Gute für den Erfolg. Jetzt haben die lieben Erben auch noch die Kosten für Ihre Anwältin.
:dance:

MfG


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