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Hausverwaltung pleite ?

12.10.2008 Thema abonnieren
 Von 
Karabi
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 23x hilfreich)
Hausverwaltung pleite ?

Ein Miteigentümer hat mich darauf hingewiesen, das es ein Gerücht gibt, das unsere Hausverwaltung, die
etwa 20 oder 30 Objekte betreut, kurz vor der Insolvenz steht.
Für mich als Beirat gab und gibt es bisher keine Anhaltspunkte, das irgend etwas nicht stimmen könnte.

Für uns stellt sich jetzt natürlich die Frage: Wie sicher ist unser Geld (Rücklagen), wenn es wirklich zur Insolvenz kommt.

Da ich weder hier im Forum noch bei Google bisher was konkretes dazu gefunden habe, wäre ich für Tipps / Meinungen oder Links zu entsprechenden Webseiten dankbar.

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Thorsten D.
Status:
Student
(2189 Beiträge, 1343x hilfreich)

Nun, da eine HV die Gelder der von ihr verwalteten Objekte laut Gesetz vom eigenen Vermögen getrennt anzulegen hat, dürfte euer Geld sicher sein.
Als kleine Rückversicherung würde ich der HV einen Besuch abstatten und mir genau ansehen auf welchen Namen eure Konten laufen.
Idealfall ist, wenn die Konten auf Wohnungseigentümergemeinschaft XY laufen

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"Wer nicht bereit ist für sein Recht als Eigentümer einzutreten , sollte besser zur Miete wohnen"

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#2
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6301 Beiträge, 2375x hilfreich)

Man könnte eine Versammlung einberufen und dem Verwalter die Konten wegnehmen. Denn der kann ja aufs Geld zugreifen, sich was nehmen. Ist zwar ne Straftat aber damit kann man sich sicher noch ein zwei schöne Jahre in Brasilien machen.

Jemandem zu erzählen das der Konkurs geht würde ich aber lassen.

Übrigen sind Verwalter mit 30 Objekten eher ein Nebenjob, wenn es nicht 30 Hochhäuser sind.

Klaus



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"----
Mein Lieblingsforum www.nachbarschaftsstreit.de da gehts ab"

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#3
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3328 Beiträge, 2088x hilfreich)

Übrigen sind Verwalter mit 30 Objekten eher ein Nebenjob, wenn es nicht 30 Hochhäuser sind.
---

Woher hast Du denn diese Weisheit? Wenn diese 30 Objekte nicht gerade alles 3-WE-Objekte sind, ist das durchaus ein Vollzeit-Job für einen Ein-Mann-Unternehmen. Und 30 Versammlungen im Jahr macht man auch nicht nebenher.

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#4
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6301 Beiträge, 2375x hilfreich)

Pro Haus eine Versammlung an einem Abend, oder treffen die sich öfters.

30*10 Wohnungen mal 20 Euro = 6000 im Jahr, davon lebt sich sowieso nur rund um den Bankrott.

Aber schon klar. Wer für sowenig Arbeit den ganzen Tag braucht, der ist sicher auch sonst kein guter Kaufmann.

Bei der Auswahl des Verwalters sollte man eben etwas darauf achten wer das wird.


K.

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#5
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7946 Beiträge, 2692x hilfreich)

Handelt es sich um eine private oder um eine Geschäftsinsolvenz?
Wir haben mal gehört, dass der privat die Insolvenz angemeldet hat.
Da haben den Verwalter aufgesucht (als Beirat) und uns unterschreiben lassen, das er nicht mehr alleine ans Konto konnte.
Dann haben wir zu einer außerordentlichen Sitzung eingeladen und dort einen neuen Verwalter gewählt - vorher natürlich den alten Vertrag aufgehoben per...
Dies alles in Abstimmung mit dem alten Verwalter - es läuft halt besser, wenn man versucht, da friedlich rauszukommen.
Und es kann sich tatsächlich um ein Gerücht handeln und selbst wenn, kann es trotzdem die Qualität des Verwalters nicht betreffen. Wir haben z.B. gerade eine Verwaltung gewählt, die auch schon mal Insolvenz für eine Tochter angemeldet hatte.

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#6
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7946 Beiträge, 2692x hilfreich)

Handelt es sich um eine private oder um eine Geschäftsinsolvenz?
Wir haben mal gehört, dass der privat die Insolvenz angemeldet hat.
Da haben den Verwalter aufgesucht (als Beirat) und uns unterschreiben lassen, das er nicht mehr alleine ans Konto konnte.
Dann haben wir zu einer außerordentlichen Sitzung eingeladen und dort einen neuen Verwalter gewählt - vorher natürlich den alten Vertrag aufgehoben per...
Dies alles in Abstimmung mit dem alten Verwalter - es läuft halt besser, wenn man versucht, da friedlich rauszukommen.
Und es kann sich tatsächlich um ein Gerücht handeln und selbst wenn, kann es trotzdem die Qualität des Verwalters nicht betreffen. Wir haben z.B. gerade eine Verwaltung gewählt, die auch schon mal Insolvenz für eine Tochter angemeldet hatte.

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#7
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6301 Beiträge, 2375x hilfreich)

Normalerweise passiert auch bei einer Insolvenz des Verwalters nichts mit dem Geld der WEG. Nur fragt man sich ob jemand der Insolvenz geht mit fremden Geld besser umgeht als mit seinem eigenen. Und ob es sich aus Not nicht auch bedient hat.

Klaus


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#8
 Von 
Karabi
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 23x hilfreich)

Danke erst mal für die Antworten.
Habe mich bei der Anzahl der Verwaltungsobjekte vertan.
Das sind doch bedeutend mehr.
Die Verwaltung ist zwar nur ein 1 Mann-Betrieb (+ Aushilfskraft), aber die macht das seit über 20 Jahren.
Wir haben natürlich eigene Konten und alles wird 1 x jährlich von einer gelernten Buchhalterin geprüft.
Bisher war ja auch alles in Ordnung.
Nur macht man sich natürlich schon Gedanken um die 1 Mio. Rücklagen*, auch wenn es erst mal nur ein Gerücht ist.

* war ein Scherz

Was mich mal interessieren würde:
Unsere Verwaltung nimmt knapp 13,00 EURO + MwSt. je Wohneinheit / Monat bei 30 WE.

Ist das normal / billig / teuer?

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#9
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3328 Beiträge, 2088x hilfreich)

30*10 Wohnungen mal 20 Euro = 6000 im Jahr
---
Wer für 20€ pro Wohnung und Jahr ne Verwaltung machen wöllte, MUSS pleite gehen. Ich denke, 20€ pro Monat sind da realistischer. Und von 6000 € monatlich lässt es sich auch nach Abzug der Kosten durchaus leben.

@Karabi: 13,00 € netto halte ich schon für ausgesprochen günstig. Hängt aber sicher auch davon ab, WO das Objekt liegt. Zwischen Stuttgart und Buxtehude wird wahrscheinlich auch ein preislicher Unterschied liegen.

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#10
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6301 Beiträge, 2375x hilfreich)

Ups da hab ich mich wohl vertan.

30 * 10 * 20 * 12 Monate, also 72000 im Jahr, Stimmt davon lässt sich leben.

13 Euro sind durchaus normal, aber auch 30 Euro.

Klaus

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