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Hausverwaltung will Hausgeld der letzten 17 Monate. Erste Mahnung erst jetzt.

 Von 
HERZDANK
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Hausverwaltung will Hausgeld der letzten 17 Monate. Erste Mahnung erst jetzt.

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

ich bin der Eigentümer eines 1-Zimmer-Appartements in Mannheim.

Einige Monate nachdem ich die leerstehende Wohnung Anfang 2005 gekauft hatte,

wurde die Wohnungstür der direkt g e g e n ü b e r liegenden Wohnung (Abstand zu meiner Wohnungstür nur 1m) sehr stark beschädigt.

Es sah aus, als hätte jemand mit voller Wut ziellos mit der Axt
drauf geschlagen, um die Tür zu öffnen. Die Tür hatte mehrere
große Löcher.

(Beim Kauf der Wohnung sah die Wohnungstür gegenüber ganz normal aus, d.h. der Mieter gegenüber hat die Tür erst beschädigt, nachdem ich die gegenüber liegende Wohnung gekauft hatte.)

Die Versuche meine Wohnung zu vermieten, scheiterten Monate lang,

da die Mietinteressenten, bevor sie meine Wohnung betraten,
immer die Wohnungstür gegenüber sahen und sich immer mit den Worten verabschiedeten >>Hier scheint es immer Frieden zu geben.<<

Nachdem ich vergeblich versucht hatte, meine Wohnung zu vermieten, habe ich die Hausverwaltung mehrmals angerufen und klar gemacht,

dass die Vermietbarkeit meiner Wohnung durch die stark beschädigte Wohnungstür gegenüber nicht mehr gegeben ist

und ich als Wohnungseigentümer seit Monaten monatlich ca 110 EURO Hausgeld zahle und immer wieder Mahnschreiben mit Inkassodrohungen erhalte, obwohl meine Wohnung durch die beschädigte Wohnungstür (gegenüber) nicht vermietbar ist.

Da ich am Telefon damals sehr laut wurde, hat die Frau von der Hausverwaltung gesagt,

sie werde alles an den Chef der Hausverwaltung weiterleiten.

Und trotzdem wurde die Tür gegenüber fast weitere 10 Monate lang nicht ersetzt. Obwohl jemand drin wohnte, stand die Tür Tag und Nacht einen Spalt weit offen.

Die Tür sah aus wie nach einem Terroranschlag, dies ist wirklich nicht übertrieben.

Da ich aber nach diesem Telefongespräch kein Mahnschreiben mehr erhielt,habe ich sehr lange Zeit kein Hausgeld mehr überwiesen, da die durchlöcherte Tür gegenüber wie gesagt noch weitere sehr lange Zeit nicht ersetzt wurde

(mit dem Argument, der Mieter sei Hartz IV-Empfänger und könne die Tür nicht bezahlen. Außerdem würde er die Tür wieder beschädigen,wenn er wieder alkoholisiert ankommen und die Schlüssel nicht finden würde. Das sei nicht die erste Tür, die er bis jetzt beschädigt habe.)

In der Zeit, wo ich lange Zeit Hausgeld für eine nicht vermietbare Wohnung bezahlt habe,

habe ich meine jetzigen grauen Haare bekommen.
Vorher waren sie alle dunkelbraun.

Jetzt hab ich nach e x t r e m langer Zeit wieder eien Mahnung erhalten:
Inhalt :Zahlungsrückstand Hausgeldkonto:
Juni 2 0 0 6 bis November 2 0 0 7 jeweils 107 Euro= 1926 Euro + 10 Euro Mahngebühren.

1.Diesen Betrag muss ich doch nicht zahlen?
2.Nach so langer Zeit?
3.Ich denke ich muss nur die letzten Monate zahlen?

Ich habe in dieser Zeit (also Juni 2 0 0 6 bis Nov 2 0 0 7)überhaupt keine Mahnschreiben erhalten.

Normalerweise schickt man bei einem Zahlungsrücksatnd nach kurzer Zeit
die erste Mahnung,
dann etwas später
die zweite
und dann das übliche.

Man kann doch nicht nach fast 17 Monaten eine 1.Mahnung schicken in Höhe
von 1926 Euro + 10 Euro Mahngebühren.
Man muss mich doch früher mahnen.
Bitte helfen Sie mir.

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Hausgeld Mieter Wohnung Zahl


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-2083
Status:
Praktikant
(805 Beiträge, 126x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#2
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7946 Beiträge, 2685x hilfreich)

Das Hausgeld musst du ab dem Moment zahlen, ab dem der Wirtschaftsplan für das Jahr beschlossen wird. Du schuldest das Geld nicht dem Verwalter sondern der Gemeinschaft, also auch dir selber. Hausgeld ist nicht mit Miete zu vergleichen. Du kannst natürlich gegen die Gemeinschaft klagen/Verwalter auf Schadensersatz, weil wegen Untätigkeit eine Vermietung unmöglich ist.
Was ist mit der Eigentümerversammlung, die in den 17 Monaten ja stattgefunden haben muss? Hast du da den Punkt unter "Verschiedenes" angesprochen?
Übrigens - wenn dieser Mieter schon seit langem auffällig ist, könnte das der Grund sein, warum du die Wohnung kaufen konntest - unter Umständen besteht ein Rückabwicklungsanspruch gegen den Verkäufer.
Und Thema Mahnschreiben - dir war bekannt, dass du zahlen musst - Mahnschreiben sind heute nicht unbedingt mehr üblich - und soweit mir bekannt, auch nicht mehr erforderlich.
Wenn du nicht zahlst, darf die WEG-Gemeinschaft zu ihren Gunsten eine Grundbucheintragung machen. Das kann bis zur Zwangsversteigerung führen.

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#3
 Von 
R.M.
Status:
Bachelor
(3328 Beiträge, 2083x hilfreich)

Ach wie ich sie liebe, die Eigentümer, die meinen, sie könnten Druck auf die Verwaltung ausüben, indem sie ihr Hausgeld nicht zahlen. Mensch, ihr seid keine Mieter mehr!

Natürlich kannst Du dem Verwalter vorwerfen, dass er schlampt, wenn er ewig nicht mahnt. Natürlich kannst Du Untätigkeit vorwerfen, weil die Tür nicht repariert wird.

Aber Dein Hausgeld zurückhalten darfst Du nicht. Zahl lieber schnell, bevor es mit Mahnbescheid, Anwalt und Gericht richtig teuer wird. Da kannste mal schnell noch ein paar Hunderter drauflegen.

lg R.M.

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