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Nachbar nimmt öffentlichen Raum in Besitz

21.9.2018 Thema abonnieren Zum Thema: Nachbar Frage Haus
 Von 
ratatouille
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 3x hilfreich)
Nachbar nimmt öffentlichen Raum in Besitz

Hallo!

Ich habe eine Frage zum Verhalten eines Nachbarn hier in unserer kleinen Gemeinde. Der Raum vor seinem Haus und den anderen Häusern gehört der Gemeinde und ist öffentlich. Der Nachbar hat jetzt den Raum vor seinem Haus eingegrenzt und beansprucht ihn als sein Eigentum für Fahrzeuge und allgemein als zum Haus dazu gehörend.

Meine Frage ist nun. Geht das einfach so, insbesondere ist sein Verhalten verbunden mit üblen Beschimpfungen und Drohungen bis hin zu Morddrohungen, weil man mich als unliebsamen Nachbarn vertreiben will.

Wer kann Auskunft darüber geben und wie geht man in solchen Fällen vor. Eine Flurauszugskarte liegt mir vor und aus der geht hervor, das der in Besitz genommene Raum nicht zu seinem Eigentum gehört.

Danke für jeden Hinweis!

Andreas

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Nachbar Frage Haus


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(62868 Beiträge, 30732x hilfreich)

Zitat (von ratatouille):
Meine Frage ist nun. Geht das einfach so

Komische Frage - man macht es doch schon, da ist die Frage geht das doch überflüssig?



Zitat (von ratatouille):
wie geht man in solchen Fällen vor.

Man informiert den Eigentümer über den Verdacht des Missbrauch.



Zitat (von ratatouille):
Eine Flurauszugskarte liegt mir vor und aus der geht hervor, das der in Besitz genommene Raum nicht zu seinem Eigentum gehört.

Was ja nicht bedeutet, das er nicht doch besitz- / nutzungsberechtigt sein könnte.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
fb367463-2
Status:
Master
(4653 Beiträge, 2304x hilfreich)

Könnte es sein, daß man Sie loswerden möchte, weil Sie sich gerne um Sachen kümmern, die Sie eigentlich gar nichts angehen? Ich meine, es ist doch nicht Ihr Grundstück, welches da einverleibt werden soll - was kümmert es Sie denn.... Gerade in "kleinen Gemeinden" herrscht - zumindest meiner Erfahrung nach - oft eine "Leben und leben lassen"-Einstellung vor und diese wird durch Blockwarte sehr empfindlich aus dem Gleichgewicht gebracht.

Aber wenn es Sie so stört, dann folgen Sie Harrys Ratschlag.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#3
 Von 
Anami
Status:
Lehrling
(1219 Beiträge, 558x hilfreich)

Gehört diese Frage nicht eher zum Nachbarschaftsrecht? Oder will der böse Nachbar bauen?

Zitat (von ratatouille):
Der Raum vor seinem Haus und den anderen Häusern gehört der Gemeinde und ist öffentlich.
Moin, die vorliegende Flurauszugskarte ist von wann?
Was ist gemeint mit Raum? Beschreiben wäre ganz nett. Und wie hat der Nachbar diesen Raum (Fläche?) abgegrenzt? Mauer, Stacheldraht, Zaun, Flatterband, Schilder? Vieles ist möglich und vorstellbar.
Wie wurde dieser Raum denn bisher genutzt? Wer hat ihn gepflegt, gewartet, verwaltet, usw?

Zitat (von ratatouille):
weil man mich als unliebsamen Nachbarn vertreiben will.
Gegen Beschimpfungen bis zu Morddrohungen sollte man sich ganz unabhängig von irgendwelchen Abgrenzungen zur Wehr setzen. Da steht die Polizei bereit. :fight:
Ich kann leider nicht so recht herauslesen, ob die Beschimpfungen wegen der störenden Abgrenzungen erfolgen oder weil der Nachbar Sie von dort vertreiben will. Oder kommt das eine von dem anderen?

Was sagt eigentlich der Bürgermeister oder Ortsvorsteher? :???:

-- Editiert von Anami am 22.09.2018 12:38

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#4
 Von 
ratatouille
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von Anami):

Warum verschwinder in der "Zitieren"-Funktion der Text, auf den man sich beziehen will? Ist hier keine Antwort möglich ohne dass der alte Text verschindet?

Ich habe das leer stehende Haus hier vor drei Jahren gekauft. Die Flurasuzugskarte dürfte ca. 4 Jahre alt sein. Schon in den ersten Tagen wurde ich massiv attackiert. Man konnte es nicht fassen, dass hier ein Wessi einzieht. Seit dieser Zeit erlebe ich eine unsägliche Hetze, Bedrohungen, Beschimpfungen. Indirekt, nie offensichtlich, hintenrum. Das geht dann soweit, dass mein Hauseingang mit mehreren Fahrzeugen zugeparkt wird usw. Nach Meinung meines Nachbarn befinde ich mich auf seinem Territorium. Alle Versuche, sich freundlich und unbefangen näher zu kommen sind bislang ergebnislos verlaufen. Nicht so mit den anderen Nachbarn hier, mit denen ich mich gut verstehe.

Wenn dieser Nachbarn nicht vernünftig wird, habe ich vor, ihm seine Grenzen aufzuzeigen. Ich mische mich entgegen einer hier vorgetragenen Meinung nicht in die Angelegenheiten anderer, solange man mich in Ruhe lässt. Und von leben und leben lassen kann hier keine Rede sein. Eher von leben und töten wollen. Es gibt hier auch keinen Blockwart. Im übrigen ist die Gewaltbereitschaft so mancher Ostdeutschen zur Zeit problemlos in den Medien nachzuverfolgen. Man erhebt sich über Fremde, über anders Denkende. Und aus dieser Überheblichkeit heraus beschimpft, bedroht und verachtet man diese. Alles ganz normal.

Ich werde dazu hier nicht mehr schreiben. An anderer Stelle werde ich das aber tun.

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#5
 Von 
Anami
Status:
Lehrling
(1219 Beiträge, 558x hilfreich)

Zitat (von ratatouille):
"Zitieren"-Funktion
Was du zitieren willst, markieren. Dann unten auf "Zitieren". Dann erscheint im Antwortfeld nur das Markierte.
Eine Flurauszugskarte von vor 4 Jahre kann obsolet sein. Die aktuelle kann anders aussehen. Es geht also um Nachbarschaftsstreit/-Recht. Nicht um Baurecht.
Zitat (von ratatouille):
Nach Meinung meines Nachbarn befinde ich mich auf seinem Territorium.
Das lässt sich sehr schnell mit geringem Zeit-und Geldaufwand feststellen.
Und die Wessi/Ossi/Wossi- Leier? Nach fast 30 Jahren noch? Manche ändern sich nie. Es gibt sowas auch noch im Wessi-Land, wenn Ossis dorthin ziehen. Das wächst sich irgendwann aus.
Zitat (von ratatouille):
Alles ganz normal.
Halt! Ist doch gerade nicht normal. Ist auch nicht alles. Du beschreibst einen Nachbarn.
Und was Ostdeutsche und evtl. eingeflogene Westdeutsche mit radikalen Ansichten derzeit in zum Glück sehr begrenzten Gebieten aufführen, ist auch nicht ganz normal.
Gehört auch nicht in Baurecht.

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