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Nacherfüllung bei ungelerntem Handwerker


#31
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6725 Beiträge, 1234x hilfreich)

Zitat (von H.Peter):
Ersatzfliesen
Weil Ersatzfliesen fehlen und weil du das Material bereitgestellt hast, ergibt sich dieses ganze *Folgeschäden*-Procedere.
Zitat (von H.Peter):
Schuldfrage
Diese Frage ergibt sich allein aus deiner Fragestellung. Denn wer Schuld nachweisen will, hat Nachweis-Kosten. Und wenn er diese auf den Verursacher abwälzen will, dann sollte das *richtig* gemacht werden.

Ich meine, du hast gar keine gefärbte Sichtweise. Du hast dich geärgert, dass dort ein Mangel aufgetreten ist. Nun suchst du verständlicherweise nach dem Schuldigen. Würde ich auch so machen. Aber du hast dich darauf eingeschossen, dass es an dem unfähigen Handwerker lag und/oder an dem fehlenden Kleber unter der Ecke. Der Fliesenverlegende war beim Installateur angestellt---oder--- hat in dessen Auftrag als Selbständiger gearbeitet.

Ob es 1 oder 17 Fürsprecher für deine Sichtweise gibt, ist im Fall des Falles nicht relevant. Ob das Experten sind, auch nicht. Jetzt jedenfalls nicht.

Wenn der Installateur keine Kenntnis von dem Mangel hat, macht er gar nichts. Weder nachbessern noch zahlen noch sonstwas. Er könnte nicht einmal seine Versicherung bemühen.
Wenn du den Mangel anzeigst und ihm die Nachbesserung/Beseitigung verwehrst, wird er sich kundig machen und auch nichts zahlen.
Vielleicht hat er diesen Fliesenleger schon gar nicht mehr?
Vielleicht schickt er einen *richtigen* Fliesenleger zum Mangel-Angucken/Bewerten/Beseitigen ?
Vielleicht willst du nicht an diese Firma ran, weil es sonst noch anderen Ärger wegen der Bezahlung gäbe?

Zitat (von H.Peter):
Vertraglich wurde mündlich gesagt, wir machen das...
Da haben wir den Mangel---- Es gibt nichts, worauf du verweisen könntest. Und ob in solchem Fall ein Gericht einen gültigen *Werkvertrag* mit Konsequenzen erkennen würde? Ich habe starke Zweifel.

Schade. Du kommst mit der wirklich relevanten Info im Beitrag #24.
Und mokierst dich über Beiträge, die abschweifen, falsches oder nutzloses schreiben.
Die Politik kannst du bitte aus dem Spiel lassen. Ist auch kein Hammer. Denn von dort wird nichts in Sachen blöder *Rückvermeisterung* kommen. Und wenn, wird sich erst recht keiner mehr für schnell und billig (und hoffentlich korrekt) seine Wünsche erfüllen lassen können.

Ich sehe es schon :grins: : Das kammer-und zopfverstärkte Rückvermeisterungsgesetz--- kommt nicht.

Das war übrigens keine *Baurecht*-Frage.


-- Editiert von Anami am 28.08.2019 17:00

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#32
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2050 Beiträge, 574x hilfreich)

Zitat (von guyfromhamburg):
Zitat:
BGB § 634 Rechte des Bestellers bei Mängeln
Ist das Werk mangelhaft, kann der Besteller, wenn die Voraussetzungen der folgenden Vorschriften vorliegen und soweit nicht ein anderes bestimmt ist,
1. nach § 635 Nacherfüllung verlangen,
2. nach § 637 den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen,
3. nach den §§ 636, 323 und 326 Abs. 5 von dem Vertrag zurücktreten oder nach § 638 die Vergütung mindern und
4. nach den §§ 636, 280, 281, 283 und 311a Schadensersatz oder nach § 284 Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen.
Zitat (von guyfromhamburg):
Du wohl eher § 634 und damit die Wahlmöglichkeiten, die der Auftragnehmer hat.





Die Wahlmöglichkeiten erfordern aber gewisse Voraussetzungen wie z.B.:

§ 323 BGB

so kann der Gläubiger, wenn er dem Schuldner erfolglos eine angemessene Frist zur Leistung oder Nacherfüllung bestimmt hat, vom Vertrag zurücktreten.


Zitat (von guyfromhamburg):
Und hier muss wie schon von vielen erwähnt, gerichtsfest von Ihnen nachgewiesen werden, dass der Fehler in der handwerklichen Tätigkeit selbst lag und nicht in "billigen Fliesen".


Nein, muss er nicht.

Zitat (von guyfromhamburg):
Diese kann nur durch einen entsprechenden Gutachter erfolgen.



Für was soll bitte diese Gutachten gut sein? Es ist vor Gericht nichts wert - es ist ein Parteivortag.

Wenn der Unternehmer nicht nacherfüllen will, weil er meint die Fliesen sind schuld, dann muß er klagen.
Und kein Richter fällt ein Urteil auf Grund eines Privatgutachtens. Dieser wird dann einen öffentlich bestellten und vereidigten GA beauftragen.

Und wenn der TS nicht so lange warten will, dann gibt es das selbständige Beweissicherungsverfahren.

-- Editiert von charlyt4 am 28.08.2019 17:04

Signatur:
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#33
 Von 
guyfromhamburg
Status:
Lehrling
(1198 Beiträge, 258x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Wenn der Unternehmer nicht nacherfüllen will, weil er meint die Fliesen sind schuld, dann muß er klagen.

?!?!? Warum sollte der Unternehmer klagen? Der kann sich entspannt zurück lehnen und auf die Klage des TE warten ....

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#34
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2050 Beiträge, 574x hilfreich)

Von mir unverständlich formuliert. Ich meinte natürlich der TS müsse seinen Schaden dann einklagen.



gruß charly

Signatur:
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