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Potentialsausgleich aufgezwungen

2.9.2019 Thema abonnieren
 Von 
t.heinrich
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Potentialsausgleich aufgezwungen

Hallo werte Rechts-Community,

folgender SV soll geklärt werden.

SV: Die Besitzer einer Laube auf einem Pachtgrundstück werden vom Verpächter "gezwungen" einen Potenzialsausgleich nach DIN VDE 0100-410:2012-06 einzubauen.
F: Darf er das? Nach welcher Norm? Kann er die Pächter dazu verpflichten einen bestimmten(teuren) einzubauen?

P.S. Eigentumsrechte der Laube liegen rechtlich (gemäß Zuerechnungsfortschreibung vom FA) bei den Pächtern

Wenn es Verständnisfragen gibt, dann her damit.

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(69720 Beiträge, 32107x hilfreich)

Zitat (von t.heinrich):
Darf er das?

Kommt ganz darauf an, wie genau das "gezwungen" aussieht.



Zitat (von t.heinrich):
Nach welcher Norm?

DIN VDE 0100-410:2012-06



Zitat (von t.heinrich):
Kann er die Pächter dazu verpflichten einen bestimmten(teuren) einzubauen?

Ja, kann er durchaus.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Spezi-2
Status:
Master
(4265 Beiträge, 2000x hilfreich)

Zitat:
Die Besitzer einer Laube auf einem Pachtgrundstück

Also die Pächter !
Nur der Laube oder auch des Grundstücks ?
Was ist der Nutzungszweck der Laube, wird dieser eingehalten ?
Was steht dazu im Pachtvertrag ?



-- Editiert von Spezi-2 am 02.09.2019 21:02

Signatur:Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.
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#3
 Von 
t.heinrich
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Dem Pächter gehört NUR die Laube. Pachtgegenstand in nur das ERHOLUNGSGRUNDSTÜCK . Im Pachtvertrag ist vermerkt, dass der Pächter einen Potenzialsaufgleich einbauen muss.
Aber heißt dies auch automatisch, welche Art eingebaut werden muss? Einfach(kleine Leitung) oder Massiv(12m tiefes Rohr etc). Kann das nicht der Pächter entscheiden, was er an seinem Eigentum verrichtet.

P.S. Diese DIN VDE ... existiert gar nicht.

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#4
 Von 
Spezi-2
Status:
Master
(4265 Beiträge, 2000x hilfreich)

Zitat:
Aber heißt dies auch automatisch, welche Art eingebaut werden muss?

Der Potenzialsausgleich ist auf Grund der vorgesehenen Nutzung von XXX erforderlich und muss dann entsprechend den dafür vorgeschriebenen erforderlichen Anforderungen entsprechen.

Signatur:Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.
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#5
 Von 
Arcturus
Status:
Praktikant
(888 Beiträge, 324x hilfreich)

Ja, der Verpächter darf natürlich den Pächter verpflichten, vorgeschriebene Installationsmaßnahmen vorzunehmen.
Wie der Potentialausgleich hergestellt wird, ist davon abhängig, wie die Elektroinstallation
a) in der Laube und
b) zu der Laube von der zentralen Versorgung.
Also ob ein TT-, NT- Netz ausgelegt wurde.

Lass das einen Fachbetrieb machen, kostet nicht die Welt und ist allemal billiger, als einen Übergangswiderstand, Funkenschlag etc. zu riskieren und evtl einen Brand.

Signatur:Lukas 7,23
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#6
 Von 
hausfrau66
Status:
Praktikant
(933 Beiträge, 666x hilfreich)

Zitat:
P.S. Diese DIN VDE ... existiert gar nicht.

Die DIN VDE 0100-410 - Errichten von Niederspannungsanlagen existiert, mittlerweile in der Fassung von 2018.

Zitat:
Diese Norm enthält wesentliche Anforderungen für den Schutz gegen elektrischen Schlag, einschließlich Basisschutz und Fehlerschutz von Personen und Nutztieren.

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#7
 Von 
t.heinrich
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Arcturus):
Lass das einen Fachbetrieb machen, kostet nicht die Welt und ist allemal billiger, als einen Übergangswiderstand, Funkenschlag etc. zu riskieren und evtl einen Brand.

Was wäre deine preisliche Spanne mit der man kalkulieren muss?

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#8
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6538 Beiträge, 3198x hilfreich)

Zitat (von t.heinrich):
Was wäre deine preisliche Spanne mit der man kalkulieren muss?

Von ~ 80€ für ein paar zusätzliche Kabel, eine Sammelschiene und 30 Minuten Arbeit, bis xxx € für die Installation eines Tiefenerders ist alles drin.
Das kann man, ohne die Installation vor Ort und das anliegende Netz zu kennen, nicht beurteilen.

Zitat (von t.heinrich):
Einfach(kleine Leitung) oder Massiv(12m tiefes Rohr etc). Kann das nicht der Pächter entscheiden, was er an seinem Eigentum verrichtet.

Hat man denn Messgeräte um das Ergebnis seiner "Installation" zu ermitteln und das Wissen, ob die ermittelten Werte auch ausreichend sind, damit die Laube nicht bei einer durchgebrannten Glühlampe in Flammen aufgeht?

-- Editiert von spatenklopper am 03.09.2019 11:32

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