Wie natürliche Geländehöhe für Zaunabstand herausfinden (BaWü)?

29. März 2024 Thema abonnieren
 Von 
go663188-45
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Wie natürliche Geländehöhe für Zaunabstand herausfinden (BaWü)?

Hallo,

wir wollen auf unserem Grundstück in BaWü einen Zaun errichten. Ein angrenzendes Grundstück ist tiefer gelegen. Wir sind nun dabei zu recherchieren, an welchen Höhenmetern wir uns orientieren müssen, um den erforderlichen Abstand unseres Zaunes zum Nachbargrundstück (wir wollen einen 2m hohen Zaun, bei Zäunen über 1,50m muss man in BaWü entsprechend der Mehrhöhe Abstand einhalten) bestimmen zu können. Ob unser Grundstück aufgeschüttet wurde, wissen wir nicht genau, da wir es nicht selbst haben bauen lassen und es schon etwas älter ist. Es gab wohl ein natürliches Gefälle, welches allerdings mit L-Steinen ergänzt/gestützt wurde.

Ist davon auszugehen, dass die Höhenmeter-Angaben im Bebauungsplan als natürliche Geländehöhe (maßgebliche Geländeoberfläche), an der wir uns orientieren müssen, zu werten sind und wer gibt uns darüber verbindlich Auskunft?

In Bauplänen ist jedenfalls ein Höhenmeterunterschied unseres Grundstückes zu dem der Nachbarn eingezeichnet (zwischen 0,7 und 0,9m) sodass ich jetzt davon ausgegangen wäre, dass wir von "unserer Höhe" aus die Zaunhöhe messen können.

Danke für hilfreiche Antworten.

Verbaut?

Verbaut?

Ein erfahrener Anwalt im Baurecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Baurecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7523 Beiträge, 1563x hilfreich)

Zitat (von go663188-45):
wer gibt uns darüber verbindlich Auskunft?


das zuständige Bauamt

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Escroda
Status:
Schüler
(264 Beiträge, 114x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
das zuständige Bauamt
Das glaube ich nicht, da der Thread nicht in das Unterforum "Baurecht" sondern ins "Nachbarrecht" gehört. Das Errichten eines Zauns ist Zivilrecht (Nachbarrechtsgesetz - NRG) und nur bedingt öffentliches Recht (Landesbauordnung - LBO), nämlich nur dann, wenn ein Bebauungsplan Festsetzungen zu Einfriedigungen trifft oder die Abstandsflächenvorschriften zum Tragen kommen.

Doch selbst wenn man die LBO ersatzweise heranziehen wollte, greift es ins Leere, da BW, anders als viele andere Bundesländer, auf eine Legaldefinition der Geländeoberfläche verzichtet hat.

Zitat (von go663188-45):
Ist davon auszugehen, dass die Höhenmeter-Angaben im Bebauungsplan als natürliche Geländehöhe (maßgebliche Geländeoberfläche), an der wir uns orientieren müssen, zu werten sind
Vermutlich ja, sofern Du mit Bebauungsplan eine Satzung nach §30 BauGB meinst. Diese müsste man sich dann im Detail mal ansehen, eventuell unter Einbeziehung der Planbegründung.

Zitat (von go663188-45):
In Bauplänen ist jedenfalls ein Höhenmeterunterschied unseres Grundstückes zu dem der Nachbarn eingezeichnet (zwischen 0,7 und 0,9m) sodass ich jetzt davon ausgegangen wäre, dass wir von "unserer Höhe" aus die Zaunhöhe messen können.
Grundsätzlich halte ich Deine Annahme für richtig, sofern es sich um Baupläne handelt, die von der Baurechtbehörde genehmigt wurden.

Ich empfehle das Gespräch mit den Nachbarn, um abzuschätzen, ob von dort Widerstände gegen das Vorhaben zu erwarten sind. Wenn Einigung besteht (schriftlich festhalten), kann auf spitzfindige Auslegung von Gesetzestexten verzichtet werden.

Signatur:

Bei Verwendung der weiblichen oder männlichen Form sind alle anderen Geschlechter mitgemeint.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
go663188-45
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Escroda):
Grundsätzlich halte ich Deine Annahme für richtig, sofern es sich um Baupläne handelt, die von der Baurechtbehörde genehmigt wurden.

Ich empfehle das Gespräch mit den Nachbarn, um abzuschätzen, ob von dort Widerstände gegen das Vorhaben zu erwarten sind. Wenn Einigung besteht (schriftlich festhalten), kann auf spitzfindige Auslegung von Gesetzestexten verzichtet werden.


Danke für die Antworten. Ob die Baupläne baurechtbehördlich genehmigt sind, bin ich mir nicht sicher. Wir haben zumindest einen baurechtlich genehmigten Lageplan, dieser enthält aber keine Höhenmeter. Ob die anderen Baupläne mit den Höhenangaben rechtlich abgesichert sind, weiß ich nicht. Wir werden mal beim Bauamt nachfragen, nur fürchte ich, dass die uns da auch nicht helfen können.
Wir wissen nun, dass es eine Aufschüttung zur Begradigung einer kleinen Böschung gab. Nur wo genau, die "Grenze" der ursprünglichen Böschung verläuft ist - so fürchte ich- nicht dokumentiert bzw. nicht mehr zu rekonstruieren.

Den Widerstand haben wir schon. Das Gespräch mit den Nachbarn gabs schon. Die wollen gar keinen Zaun und nehmen nur das hin, was rechtlich möglich ist und haben einfach behauptet, dass unser komplettes Grundstück aufgeschüttet wurde, daher ist es umso wichtiger, dass wir uns rechtlich vor Zaunbau absichern, da wir natürlich keinen Rechtsstreit mit Rückbau wollen.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 271.279 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
109.588 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen