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Beitragssteuer bezahlen

12.4.2019 Thema abonnieren
 Von 
Celine0604
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Beitragssteuer bezahlen

Hallo,
Ich wohne seit meiner Geburt bei meiner Mutter, die gez zahlt.
Vor einem Monat habe ich einen Brief bekommen, dass ich seit dem Dezember 2017 in dieser Wohnung gemeldet bin (wahrscheinlich da ich 18 geworden bin) und bitte gez zahlen soll.
Dieses Formular was mit dran geheftet war, hab ich mit der Aussage, dass ich bei meiner Mutter in der o.g. Wohnung wohne zurück geschickt.
Vor einer Woche kam der nächste Brief worin stand, dass sie bereits ein Beitragskonto für mich eröffnet haben und sie es wieder löschen, sobald ich den, wie sie schrieben, Mitbewohner nennen soll.
Daraufhin schrieb ich einen Brief zurück, wo ich schrieb, dass sie, wenn sie schon Informationen aus dem Einwohnermeldeamt beziehen, ihre Arbeit doch bitte ordentlich machen sollen und ich es ihnen nicht mitteilen zwecks Datenschutz.

Vorns bin ich nach hause gekommen und der nächste Brief lag im Briefkasten.
Ich soll doch bitte bis zum 15.04. Die 316,00€ bezahlen.

Aber warum, wenn meiner Mutter schon Beitragssteuer bezahlt?

Soll ich bei der nächsten Mahnung mit dem Anwalt ran?

Liebe Grüße.

-- Editiert von go513007-11 am 12.04.2019 13:02

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(25458 Beiträge, 13999x hilfreich)

Soll ich bei der nächsten Mahnung mit dem Anwalt ran? Sie könnten ja auch einfach mal die Beitragsnummer der Mutter mitteilen, aber Sie haben offensichtlich lieber Streß. Anwälte kosten übrigens Geld, welches Sie bestimmt auch sinnvoller verwenden könnten...

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(66006 Beiträge, 31360x hilfreich)

Zitat (von Celine0604):
Soll ich bei der nächsten Mahnung mit dem Anwalt ran?

Ich würde da ja erst mal mit gesundem Menschenverstand rangehen statt mit Anwalt ...
Vermutlich ist die Quote an Hellsehern dort recht gering, somit können die gar nicht wissen, in welcher Wohnung man unter der Anschrift lebt.

Eine Mitteileung der Beitragsnummer und des Beitragszalers zählt zu den Mitwirkungspflichten, will man von den Zahlungen befreit werden. Da braucht man also keine Angst wegen Datenschutz zu haben. Wobei das Argument "Datenschutz" im übrigen eh Blödsinn ist ...



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
pOtH
Status:
Lehrling
(1315 Beiträge, 478x hilfreich)

Der Beitragsservice kann vielleicht abgleichen wer alles unter der Adresse "Musterstraße 123, 12345 Musterstadt" wohnt, aber sie haben keine Möglichkeit herauszufinden wer in der selben Wohnung bzw. dem selben Haushalt lebt u. somit dem gleichen Beitragskonto zuzuordnen ist.
Stell dir vor du öffnest das Telefonbuch, suchst alle Personen raus die unter der Adresse "Musterstraße 123, 12345 Musterstadt" vermerkt sind u. nun rate mal wer alles in einem Haushalt lebt od. wer mit wem "das Bett teilt" - Das schaffst du nicht u. genau so ist es beim Beitragsservice.

Ps.: Die anwaltliche Erstberatung kann bis zu 190€ kosten. Wenn der Anwalt dann noch mit dem Beitragsservice eine Brieffreundschaft eingeht, dann kommen, bei einem Streitwert von 300€, noch mal ~85€ dazu.
Letztenendes wird der Anwalt dem Beitragsservice auch nur die Beitragsnummer der Mutter mitteilen u. man bleibt auf den Anwaltskosten sitzen.

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#4
 Von 
reckoner
Status:
Richter
(8805 Beiträge, 3484x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Daraufhin schrieb ich einen Brief zurück, wo ich schrieb, dass sie, wenn sie schon Informationen aus dem Einwohnermeldeamt beziehen, ihre Arbeit doch bitte ordentlich machen sollen und ich es ihnen nicht mitteilen zwecks Datenschutz.
Sachen gibt's. :grins:

Da bekommt die Behörde die Info, dass jemand neues eingezogen ist (das das nicht so ist kann sie nicht wissen). Also bekommt diese neue Person eine Beitragsrechnung.
Als Reaktion kommt die Antwort "Lebe bei meiner Mutter", wobei das erst relevant ist wenn diese auch bereits Mitglied ist. Außerdem ist man so nett und fragt noch nach den Daten der Mutter, obwohl der Nachweis das für den Haushalt bereits gezahlt wird in der Pflicht des Betroffenen liegt.
Und als Antwort dann das sarkastische Zitat.

Frage: Woher sollen die Wissen wer die Mutter ist? Und welche Beitragsnummer sie hat?

Stefan


-- Editiert von reckoner am 13.04.2019 10:15

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#5
 Von 
Dezent
Status:
Schüler
(237 Beiträge, 90x hilfreich)

Zitat (von Celine0604):
Hallo,

Daraufhin schrieb ich einen Brief zurück, wo ich schrieb, dass sie, wenn sie schon Informationen aus dem Einwohnermeldeamt beziehen, ihre Arbeit doch bitte ordentlich machen sollen und ich es ihnen nicht mitteilen zwecks Datenschutz.

-- Editiert von go513007-11 am 12.04.2019 13:02

Respekt. So jung, und schon so arrogant und oder schon 18, und immer noch so unwissend. Das schafft nicht jeder. :rock:

Ich würde mal ganz schnell drei Gänge zurück schalten. Persönliche Einschätzung und tatsächliche Sachlage gehen hier meilenweit auseinander. Zu deinen Lasten!

Bevor es zu einer Anmeldung kommt, kommen in der Regel zwei Briefe. Einer war es mindestens.

Wenn man hierauf reagiert, und alle erforderlichen Daten mitteilt, kommt es gar nicht zur Anmeldung.

Jetzt stellt sich die Frage: Warum wurde überhaupt ein Konto eingerichtet?

Eine Möglichkeit: Man hat die Schreiben igonriert. Dann ist man selber Schuld. Sollte also den Ball flach halten.

Zweite Möglichkeit: Man hat reagiert, aber nicht alle erforderlichen Daten mitgeteilt. Ergebnis: Wie vor. Ball flach halten, weil man selber Schuld ist.

Variante drei: Man hat alles mitgeteilt, aber es wurde igoniert. Kann passieren, die beim Beitragsservice machen auch Fehler. Glaube ich bei deiner Schilderung des Falles hier aber nicht.

Zitat (von pOtH):
Der Beitragsservice kann vielleicht abgleichen wer alles unter der Adresse "Musterstraße 123, 12345 Musterstadt" wohnt, aber sie haben keine Möglichkeit herauszufinden wer in der selben Wohnung bzw. dem selben Haushalt lebt u. somit dem gleichen Beitragskonto zuzuordnen ist.

Genau so sieht es aus!


Zitat (von Celine0604):


Soll ich bei der nächsten Mahnung mit dem Anwalt ran?

Liebe Grüße.

-- Editiert von go513007-11 am 12.04.2019 13:02


Kann man machen. Da freut sich der Anwalt, weil er gutes Geld verdient.

Man könnte auch einfach seiner gemäß RBStV vorliegenden Mitwirkungspflicht nachkommen und dem Beitragsservice alle erforderlichen Angaben bekannt geben. Ist einfacher, billiger, und erspart einem ggf. einen Prozess den man sehr wahrscheinlich verliert.

Sag wer für deinen Haushalt den Beitrag zahlt, geb' die Beitragsnummer an, und fertig.

Sorry, aber mit einer Einstellung wie du sie an den Tag legst - beurteillt natürlich allein an deinem Post hier - kommst du nicht weit im Leben. Zum einen sind nicht immer die anderen Schuld.

Zum anderen sollte man nicht mit Begriffen wie "Datenschutz" um sich werfen, wenn man von der Materie überhaupt keine Ahnung hat.

-- Editiert von Dezent am 13.04.2019 19:55

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#6
 Von 
cherokee42
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Einfach dem Beitragsservice die Beitragsnummer der Mutter übermitteln und gut ist.

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#7
 Von 
Spejbl
Status:
Schüler
(345 Beiträge, 34x hilfreich)

Vielleicht genügt sogar ein Anruf.

Signatur:Jeder für sich allein, ist nichts. Zusammen aber, sind wir ein unschlagbares Team!
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